Kinder- & Jugendfeuerwehr der Samtgemeinde Apensen
Auf der Streuobstwiese wird aus Äpfeln frischer Saft
- Der Weg zum Birnensaft: Erst schneiden, dann mahlen, dann pressen und zum Schluss trinken
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Die Obst-Ernte war reichlich: Beim Kinder- und Jugendfeuerwehr Tag der Samtgemeinde Apensen konnten Kinder und Jugendliche von den Streuobstwiesen Äpfel aufsammeln, aus denen später frischer Saft gemacht wird.
Kinder- und Jugendfeuerwehr erntet Obst auf der Streuobstwiese
Erst in grobe Stücke schneiden, danach das Fruchtfleisch zermahlen und dann die Obstmasse pressen. Am Ende den austretenden Saft in ein Gefäß auffangen und zuletzt den frisch gepressten Saft genießen. Das konnten die Kinder und Jugendlichen auf dem Gelände der Streuobstwiese beim Beekhoff in Beckdorf machen. Aus den vorher gesammelten Birnen entstand eigenhändig ein frischer und leckerer Saft – der direkt von allen Beteiligten getrunken wurde.
Jugendfeuerwehren aus Apensen, Beckdorf und Sauensiek sammeln Äpfel
Doch damit nicht genug: Bereits in der Woche vor dem Kinder- und Jugendfeuerwehr Tag konnten drei Jugendfeuerwehrgruppen aus Beckdorf, Apensen und Sauensiek sowie eine Kinderfeuerwehrgruppe aus Goldbeck Äpfel sammeln. Um die 240 Bäume – überwiegend verschiedene Apfelsorten sowie 20 Birnenbäume – auf vier Wiesen in Goldbeck, Apensen, Sauensiek und Beckdorf standen für die fleißigen Sammlerinnen und Sammler zur Ernte zur Verfügung. Die Kinder konnten die ganze Woche auf der gesamten Fläche ernten, erzählte Björn Heibült, 1. Vorsitzender des Fördervereins der Kinder- und Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde Apensen.
So funktioniert die Obsternte auf einer Streuobstwiese
Da auf einer Streuobstwiese die Bäume sehr hoch wachsen, werden die Obstbäume mit langen Stangen geschüttelt, sodass die Äpfel auf den Boden fallen. Dort liegen Planen auf der Erde um den Baum bereit, um die Früchte aufzufangen. Dann können die kleinen Helferinnen und Helfer einfach das Obst aufsammeln und in Kisten lagern. Wie viele Früchte auf einem Baum sind, ist immer unterschiedlich, so Heibült weiter.
Förderverein pflegt Streuobstwiesen in der Samtgemeinde Apensen
Der Förderverein kümmert sich seit Herbst 2018 um die verschiedenen Streuobstwiesen. Die Streuobstwiesen des Vereins kommen ohne Dünger aus und sind komplett naturbelassen. Mitglieder kümmern sich um die nötigen Baumschnitte und die Pflege der Obstbäume. Das Gras auf der Wiese wird gemäht und das Heu kommt zu einem Pferdebesitzer im Ort, erklärte Heibült.
Streuobstwiesen bieten Lebensraum für viele Tiere
Durch die naturbelassene Wiese mit ihren Bäumen und Büschen fühlen sich viele Tiere dort wohl und haben ihren Lebensraum auf der Streuobstwiese. Neben Insekten und Bienen leben auch Fasane und Rebhühner sowie weitere Tiere auf dem Gelände. Neben der Erntehilfe im Herbst von verschiedenen Jugend- und Kindergruppen besuchen auch Grundschulkinder die Streuobstwiese und lernen über Insekten, Tiere und Blumen.
Aus den geernteten Äpfeln wird frischer Apfelsaft
Nach erfolgreicher Ernte sammelt jede Gruppe ihre Äpfel in eine große Kiste. Diese wird zu der Hofmosterei Holst in Hollern-Twielenfleth gebracht und dort zu Apfelsaft verarbeitet. Den fertigen Saft bekommen dann die jeweiligen Gruppen zurück – und können frischen Apfelsaft zu Hause genießen.
Streuobstwiesen: Natur und Nutzen vereint
Das Bild einer Streuobstwiese prägen locker verteilte Obstbäume auf einer artenreichen Wiese. Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen oder Walnüsse wachsen dort auf hochstämmigen Bäumen, während das Grünland zum Beispiel als Weide genutzt werden kann. Die Bewirtschaftung kommt meist mit wenig Dünger und Pflanzenschutzmitteln aus und schafft damit ideale Bedingungen für eine große Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Zugleich stehen auf Streuobstwiesen überwiegend traditionelle und alte Obstsorten.
Warum Streuobstwiesen wichtig für die Artenvielfalt sind
Auf einer Streuobstwiese gibt es viel zu entdecken: Zahlreiche Wiesenblumen und Gräser bilden die Grundlage für eine vielfältige Insektenwelt. Davon profitieren wiederum Vögel, Fledermäuse und andere Tiere. Alte Obstbäume sind dabei besonders wertvoll. Denn Höhlen, Risse und abgestorbene Äste bieten zahlreichen Arten geeignete Verstecke und Nistplätze. Eine Streuobstwiese bietet natürlichen Lebensraum für Tiere und beste Voraussetzungen für eine hohe Artenvielfalt.
Redakteur:Saskia Corleis |
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