Eingang von Famila zerstört
Bombenanschlag auf Wurstbude in Buchholz
- Ein Bild der Verwüstung - Der Haupteingang von Famila in Buchholz
- Foto: B.U.
- hochgeladen von Stephan Schrader
Was ist bloß los in Buchholz? Nach der Brandstiftung auf das Vereinsheim von TSV Buchholz 08 am Anfang der Woche, hat es heute Nacht bei Famila im Gewerbegebiet Buchholz einen Sprengstoff-Anschlag gegeben. Eine vor dem Haupteingang stehende Wurstbude scheint Ziel des Anschlages gewesen zu sein.
Gegen 3.30 Uhr in der Nacht zu Freitag, 22. August, gingen etliche Notrufe bei der Polizei ein: Die Anrufer hatten einen lauten Knall aus Richtung des Gewerbegebietes gehört, der wie eine Explosion klang. Die Polizei rückte umgehend mit mehreren Streifenwagen aus und fanden bei Famila ein Trümmerfeld vor. Die Wurstbude vor dem Eingang war in Einzelteile zerfetzt.
Die Detonation hat massive Schäden angerichtet. Der komplette Haupteingang ist zerstört, die Fensterfront fehlt völlig. Die Splitter und Trümmer sind über 60 Meter weit auf dem Parkplatz verteilt. Laut Polizei-Aussagen muss die Sprengung in ganz Buchholz zu hören gewesen sein.
Die kriminaltechnischen Untersuchungen begannen am frühen Morgen, die Polizei untersuchte, ob noch Reste vom explosionsfähigem Sprengstoff vor Ort waren, auch Fahndungsmaßnahmen wurden noch in der Nacht eingeleitet.
Auch die nebenan beheimateten Mieter sind betroffen. So ist das daneben liegende Blumen-Geschäft „My Flowers“ komplett zerstört. Bernhard Unger von My Flowers heute Morgen gegenüber dem WOCHENBLATT: „Wir sind hier zwar nur Mieter, aber auch unser Schaden ist riesig. Vor Ende nächster Woche werden wir wohl nicht wieder öffnen können.“
Die Vermutung liegt nahe, das es die selben Täter sind, die vor ein paar Wochen eine Waschmaschine im Wald von Trelde und später den Blitzer-Anhänger in Trelde mit ähnlichen Sprengungen zerstört haben. "Drei solcher Delikte in einem solchen räumlichen und zeitlichen Zusammenhang und die Herangehensweise lassen dieses vermuten," so Jan Krüger, Pressesprecher der Polizei Buchholz.
Als Sprengstoff wurde ein Explosivgemisch genutzt, dass für größere Feuerwerkskörper verwendet wird. Ob das ganze nun selbst zusammengemixt wurde oder aus dem Ausland beschafft, ist nicht klar.
Offenbar ging es auch hier um reine Zerstörungswut: Nach ersten Erkenntnissen haben die Täter nicht versucht, in das Gebäude einzudringen.
Eine Schadenshöhe konnte am Freitagmittag noch nicht beziffert werden.
Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen, die in der Nacht verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe des Tatortes gesehen haben. Hinweise bitte an den Zentralen Kriminaldienst in Buchholz, Telefon: 04181 / 2850.
Redakteur:Stefanie Hansen aus Tostedt |
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