"Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht"
Funktionstüchtigkeit von Alarmsystemen im Katastrophenfall

Sirenen gehören zu den effektivsten Warnsystemen  | Foto: ce
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Betrunken und mit falschen Kennzeichen unterwegs
Mercedesfahrer flüchtet nach Unfall in Winsen

A1. Maschener Kreuz. Gleich mehrere Straftaten haben Polizeibeamte der Autobahnpolizei Maschen am gestrigen Donnerstagabend, 4. Juni, auf der A1 festgestellt. Gegen 21.45 Uhr sicherten die Beamten im Bereich des Maschener Kreuzes einen Schwertransport ab, als ihnen ein Honda Accord auffiel, der ohne eingeschaltete Beleuchtung auf dem Einfädelungsstreifen von der A39 unterwegs war. Nach Angaben der Polizei versuchte der Fahrer, am Sicherungsfahrzeug und dem Schwertransport vorbeizufahren. Trotz...

Blaulicht
Das Gebiet um das Winsener Gymnasium wurde weiträumig abgesperrt | Foto: jf
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Großeinsatz an Winsener Gymnasium
Schulgebäude an der Bürgerweide wurde evakuiert. Anrufer bereits in Gewahrsam

Winsen. Am Gymnasium an der Bürgerweide in Winsen läuft derzeit ein größerer Polizeieinsatz. Hintergrund ist nach Angaben der Polizei eine Bedrohungslage. Mutmaßlicher Anrufer befindet sich in PolizeigewahrsamDas Schulgelände wurde abgesperrt. Das Gebäude wurde am Vormittag evakuiert und wird aktuell von Polizeikräften durchsucht. Dabei kommen nach Augenzeugenangaben auch Diensthunde zum Einsatz. Zudem war über dem Schulgelände zeitweise eine Polizeidrohne zu hören beziehungsweise zu...

Blaulicht

Autobahn A7 / Elbtunnel
Vollsperrung zwischen Heimfeld und Stellingen

Es erfolgt eine 55-stündige Vollsperrung der Autobahn A7 zwischen AS HH-Stellingen (26) und HH-Heimfeld (32) von Freitag, 12. Juni, 22 Uhr bis Montag, 15 Juni, 5 Uhr. Wegen der Sperrung gibt es weiträumige Ausweichempfehlung über B205, A21 und A1. Die Durchfahrt für Großraum- und Schwertransporte (GST) ist nicht möglich. Die DEGES wurde durch die Autobahn GmbH des Bundes mit der Planung und Baudurchführung der achtstreifigen Erweiterung der A7 beauftragt. Im Zuge dessen baut die DEGES auch die...

Blaulicht

Polizeieinsatz in Seevetal
2,6 Promille, eine Ananas und ein Platzverweis zu viel

Eine 40-jährige Frau ist am Mittwochabend, 3. Juni, in Maschen von der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Zuvor war sie in einem Einkaufsmarkt an der Schulstraße durch einen Diebstahl sowie aggressives Verhalten aufgefallen. Nach Angaben der Polizei hatte die Frau gegen 18.30 Uhr eine Ananas entwendet. Anschließend soll sie Mitarbeiter des Marktes beschimpft und bedroht haben. Ein Atemalkoholtest ergab später einen Wert von mehr als 2,6 Promille. Da gegen die 40-Jährige bereits ein...

Blaulicht

Großeinsatz in Drage - Zeugen gesucht
Einbrecher auf Kamera erkannt – Festnahme nach Fahndung mit Hubschrauber und Diensthund

Ein mutmaßlicher Einbrecher ist am Donnerstagmorgen, 4. Juni, nach einer groß angelegten Fahndung in Drage/Schwinde festgenommen worden. Auf die Spur der Täter brachte die Polizei die Überwachungskamera eines Hausbesitzers in der Schwinder Straße. Der Komplize des Einbrechers ist vorerst entkommen. Gegen 8.10 Uhr hatte der betroffene Hausbesitzer Bilder von zwei verdächtigen Personen auf seinem Smartphone erhalten und die Polizei alarmiert. Als die ersten Streifenwagen eintrafen, hatten sich...

Blaulicht

Polizei stoppt Fahrer
E-Scooter mit 65 km/h auf K39 gestoppt

In der Nacht zu Mittwoch, 3. Juni gegen 0.45 Uhr fiel einer Streifenbesatzung der Polizei Buxtehude auf der K39 in Richtung Hamburg ein E-Scooter auf, der ihnen auf dem Radweg mit ungewöhnlich hoher Geschwindigkeit entgegenkam. Die Beamten wendeten und nahmen die Verfolgung auf. Trotz des Vorsprungs konnten sie den Fahrer schließlich auf Höhe der JVA Hahnöfersand stoppen und kontrollieren. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass an dem E-Scooter ein Versicherungskennzeichen angebracht...

Blaulicht

Skrupelloser Diebstahl
Großen Marmorstein eines Grabes geklaut - Polizei bittet um Hinweise

Auf dem Friedhof in Stelle/Ashausen an der Straße Duvendahl haben Unbekannte in der Zeit vom Freitag, 29. auf Samstag, 30. Mai, eine Marmorkante eines Grabes entwendet. Der Stein ist rund 2,20 Meter lang und dürfte aufgrund des Gewichts von zwei Personen getragen worden sein. Der Wert wird auf rund 400 Euro geschätzt.  Hinweise nimmt die Polizei in Stelle unter Tel. 04174 668980 entgegen.

Blaulicht
Polizeisprecher Matthias Bekermann | Foto: Polizei
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Schießerei in Buxtehude
Festgenommener wieder auf freiem Fuß - Mordkommission ermittelt

+++ Update Donnerstag, 4. Juni, 8.30 Uhr +++ Die Ermittler haben für das Verfahren jetzt ein digitales Hinweisportal geschaltet. Dort können relevante Dateien direkt hochgeladen sowie Personalien und ergänzende Hinweise übermittelt werden. Link zum Hinweisportal: https://nds.hinweisportal.de/20260601_schiesserei_buxtehude/de/upload +++ Update Mittwoch, 3. Juni, 15.50 Uhr: Festgenommener wieder auf freiem Fuß +++ Im Zusammenhang mit dem versuchten Tötungsdelikt in der Buxtehuder Bahnhofstraße...

Blaulicht

Schwerer Unfall bei Hollenstedt
21-Jährige nach Frontalcrash mit Lastwagen schwer verletzt

Bei einem Frontalzusammenstoß auf der Kreisstraße 62 zwischen Wohlesbostel und Hollenstedt ist am Donnerstagmorgen, 4. Juni, eine 21-jährige Autofahrerin schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei geriet die Frau gegen 7 Uhr mit ihrem VW aus bislang ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr und kollidierte mit einem entgegenkommenden Sattelzug. Während der Lastwagenfahrer unverletzt blieb, erlitt die 21-Jährige schwere Verletzungen. Nach der Erstversorgung durch einen Notarzt wurde sie mit...

(jab/ce). "Katastrophaler Katastrophenschutz" titelte jetzt ein Boulevardblatt, als es darüber berichtete, dass von der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Betroffene nicht rechtzeitig gewarnt bzw. über das Ausmaß informiert werden konnten, da Strom- und Funknetze zusammengebrochen waren. Das WOCHENBLATT fragte bei den Landkreisen Harburg und Stade und deren Kreisbrandmeistern nach, wie funktionstüchtig hier die Alarmsysteme in Extremlagen sind.
Im Landkreis Stade ist Kreisdezernentin Nicole Streitz für den Katastrophenschutz zuständig. Sie sagt: "Es kann nie eine hundertprozentige Sicherheit für alle Eventualitäten in einem Katastrophenfall geben." Es werde immer in der konkreten Lage zu entscheiden sein, welche Ziele mit welchen Maßnahmen in welcher Reihenfolge zu verfolgen sind. Der Umgang mit der Unplanbarkeit und dem Unvorhergesehenen ist immer ein Teil der Bewältigung einer Katastrophe. Aber: "Viele Aspekte des jetzigen Unglücks in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind auch Teil unserer Vorausplanungen für den Katastrophenfall." Zur Planung gehöre auch das Thema "großflächiger Stromausfall" und damit einhergehend die erwartbaren Kommunikationsprobleme. "Das Herstellen einer vernünftigen Ersatzkommunikation mit Einsatzkräften und die Information der Bevölkerung stellen die vordringlichsten Aufgaben im Katastrophenfall dar."
Um Einsatzkräfte zu alarmieren, gibt es ein autarkes, d.h. vom Mobilfunk unabhängiges digitales Alarmierungssystem im Landkreis, das auch über Notstrom wieder in Betrieb genommen werden kann. Die zugeordneten Relaisstellen sind alle planmäßig mit Stromerzeugern ausgestattet. Zudem sei es abgesprochen, dass sich die Einsatzkräfte selbstständig in die Feuerwehrgerätehäuser bzw. die Unterkünfte der Hilfsorganisationen begeben, so Streitz. Auch die Kommunen bereiten entsprechende Notfallpläne vor.
Damit im Notfall jeder weiß, was er zu tun hat, üben sowohl der Katastrophenschutzstab als auch die Einsatzkräfte regelmäßig verschiedene Szenarien. Aber: "Am Ende wird es immer darauf ankommen, genau die richtigen, auf die Situation passenden, Maßnahmen zu treffen und so gut wie möglich und so schnell wie möglich zu entscheiden", sagt Streitz. Stades Kreisbrandmeister Peter Winter ergänzt: "In den Simulationen können wir nie solche Dimensionen abbilden, wie sie im Ernstfall vorkommen." Lediglich die Abläufe könnten wirklich geübt werden.
Über die Warn-App Nina werden zentrale Informationen, Übersichten und Handlungsempfehlungen an die Bevölkerung weitergegeben. Sollte es zu einem Zusammenbruch der Stromversorgung und des Mobilfunknetzes kommen, erhalte die Bevölkerung Informationen per Radio. "Im Fall des Falles hilft übrigens immer das Autoradio weiter." Die Unterkünfte der Hilfsorganisationen und Feuerwehren sowie einige öffentliche Gebäude können teilweise auch als Anlaufpunkte für die Bevölkerung dienen. Sie sind die sogenannten Katastrophenschutz-Leuchttürme. Sofern Straßen passierbar sind, können auch Durchsagen mit Lautsprecher-Wagen gemacht werden.
Die Dezernentin weist in diesem Zusammenhang auf die Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hin. Dazu hatte der Landkreis im vergangenen Sommer an alle Haushalte eine entsprechende Broschüre verteilt. Diese orange Broschüre ist auch in den Rathäusern im Landkreis bzw. beim Landkreis online verfügbar unter www.landkreis-stade.de.
• "Wenn es keine Störungen beispielsweise im Digitalnetz gibt, wird die Bevölkerung des Landkreises Harburg bei Katastrophenlagen über unsere Bürger-Informations- und Warn-App BIWAPP in Kenntnis gesetzt", erklärt Kreis-Pressesprecher Andres Wulfes. Über die Rettungsleitstelle in Winsen, die auch via Notstromversorgung arbeiten könne, würden die Sirenen in den betroffenen Städten und Gemeinden ausgelöst. Die Feuerwehren seien erreichbar über digitale Meldeempfänger, die bei Engpässen auch über Notstrom funktionierten. "Sollte strom- und digitaltechnisch alles zusammenbrechen, müssen Feuerwehr und Polizei durch die Straßen fahren und die Menschen mit Lautsprecherdurchsagen warnen", so Wulfes. Volker Bellmann, Kreisbrandmeister des Landkreises Harburg, teilt Wulfes' Ausführungen. "Bei einem Ausfall des Digitalfunks bei den Feuerwehren bleibt für diese eventuell noch die Möglichkeit, sich per Telefon über Einsätze abzustimmen", ergänzt er. Zur Gewährleistung der Sicherheit könne man andernfalls Personal präventiv in Feuerwehrhäusern zusammenziehen und sie bei Bedarf zum Einsatzort abholen.
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte in Medien eine Warn-SMS durch Mobilfunkanbieter an alle von Katastrophen betroffenen Bürger gefordert. "Tagsüber ergeben diese SMS Sinn, nachts dürfte aber niemand davon aufwachen", gibt Volker Bellmann zu bedenken. "Vom Heulen der Sirenen wacht dagegen jeder auf."

Carport brennt - hoher Sachschaden
Sirenen gehören zu den effektivsten Warnsystemen  | Foto: ce
"Eine Warn-SMS ergibt nur tagsüber Sinn": Kreisbrandmeister Volker Bellmann | Foto: ts
Redakteur:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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