Trauer um Kurt Hölzer
Beliebter Buchholzer Politiker verstorben
- Kurt Hölzer war ein beliebter Politiker in Buchholz
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Der langjährige Ortsbürgermeister von Steinbeck war einer der beliebtesten Politiker in Buchholz. Kurt Hölzer prägte über mehr als vier Jahrzehnte mit Engagement, Weitsicht und Durchsetzungsvermögen die Entwicklung der Buchholzer Ortschaft Steinbeck.
Zu seiner Lebensgeschichte: Geboren wurde er im Jahr 1938 in Hamburg. Er erlebte die Kriegszeit in Hamburg, das durch das Bombardement der Alliierten schwer zerstört wurde.
Er sagte oft: "Ich bin nur Mittelschüler." Doch das "nur" glich Hölzer aus. Durch sein Faible für Technik ging er seinen Weg: Er machte eine technisch-kaufmännische Lehre in einem Fachgeschäft für Rundfunk und Fernsehen. Es folgte der Wehrdienst, danach übernahm er das Geschäft seines ehemaligen Chefs. 1964 wechselte Kurt Hölzer in das Unternehmen DESY. Dort blieb er in einer Führungsposition bis zu seinem Ruhestand 2002.
Umzug in die Gemeinde Steinbeck
Bereits 1971 zog Familie Hölzer in die Gemeinde Steinbeck. Nach der Gebietsreform wurde die Gemeinde ein Stadtteil von Buchholz. Der Christdemokrat Hölzer engagierte sich politisch: Von 1976 bis 1984 war Hölzer Stellvertreter des damaligen Ortsbürgermeisters Hans Kroll. Diesem folgte Hölzer von 1984 bis 2016, mit einer Unterbrechung von 1991 bis 1996. Zweimal hatte Hölzer ein Mandat für die CDU im Buchholzer Stadtrat.
Anschub vieler Projekte
Kurz Hölzer setzte sich mit viel Engagement für sein "St. Einbeck", wie er den Ortsteil gerne nannte, ein. Er initiierte ein beliebtes Dorffest, in dessen Planung, Programm und Umsetzung er die Steinbecker Bewohner integrierte. Die fehlenden finanziellen Mittel glich er mit Einsatz aus. 1986 forcierte er den Bau der Turnhalle an der "Grundschule Am Kattenberge". Die Turnhalle wurde auf sein Anregen so konzipiert, dass auch allgemeine Veranstaltungen wie Theatervorführungen – u.a. von den "De Steenbeeker" und "Jazz & Platt in Steenbeek" – dort stattfinden konnten. Zwei hochfrequentierte Wanderwege, die erste eigene Internetseite einer Buchholzer Ortschaft, der Bau der beliebten Köhlerhütte und die Ausweisung der Neubaugebiete Kattenberg Nord und Fasanenstieg waren weitere Entwicklungen unter Hölzers Ägide. Er setzte sich ferner dafür ein, dass Steinbeck als erste Ortschaft von Buchholz einen Glasfasernetzanschluss erhielt. Die Steinbecker Grundschule erhielt einen Computerraum.
Kurt Hölzer war ein ruhiger Mann, der aber genau wusste, was er wollte. Wenn man ihn traf, erzählte er von seinen Vorhaben. Stets lächelte er seinen Gesprächspartner an. Und Humor besaß Hölzer. Er dachte "gerne um die Ecke". So gründete er den "Verein zur Förderung der Dampfschifffahrt auf dem Steinbach".
Wenn ich ihn in der Stadt traf, erfolgte stets von ihm ein freundlicher Blick. Und dann erfuhr ich immer eine Neuigkeit aus Buchholz, die berichtenswert war. Nichts Negatives, sondern immer mit einem Augenzwinkern mitgeteilt. "Wär das nicht etwas Interessantes für das WOCHENBLATT?", fragte Kurt Hölzer nach seiner Ausführung. In den meisten Fällen war sein Gedankenanstoß etwas Interessantes für die nächste Zeitungsausgabe.
Das Mitgefühl gilt der ganzen Familie.
Axel-Holger Haase
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