Der Einsatz für den Frieden blüht wieder auf

Hofft auf viele Teilnehmer: Heinz W. Bartels

In Seppensen findet zum zweiten Mal ein mehrtägiges Friedensfest statt: Musik, Workshops und Osterfeuer.

(mum). Erinnern Sie sich noch? Es gab Zeiten, da sind zu Ostern Huntertausende auf die Straße gegangen, um für Frieden und Gerechtigkeit ein Zeichen zu setzen. Den Protesten der Friedensbewegung mangelt es von Jahr zu Jahr mehr an Teilnehmern. Vielleicht könnte ein Friedensfest in der Begegnungsstätte "Heideruh" (Ahornweg 45) in Seppensen eine neue Zeit einläuten. Voriges Jahr wurde ein kleiner Anfang gemacht. Die Fortsetzung soll darauf aufbauen.
Heinz W. Bartels hat dazu eine ganz eigene Meinung: „Die jungen Leute von heute denken wahrscheinlich, dass man Frieden per iPad herstellen kann“. Er räumt aber auch ein, dass gerade im Landkreis Harburg die Antifaschistische-Jugend und die „Solid-Jugend“ (Jugendorganisation der Partei „Die Linke) sich sehr aktiv für den Frieden einsetzen.
Gemeinsam mit den engagierten Jugendlichen und „alten Hasen der Friedensbewegung“ haben die "Heideruh"-Mitarbeiter ein Friedensfest organisiert. Los geht es am Samstag, 19. April. "Nie wieder Faschismus - Schluss mit den Kriegen!" lautet das Motto eines Friedensmarsches, der von Buchholz nach Seppensen führt. Treffpunkt ist um 14 Uhr auf dem Marktplatz in Buchholz. Bereits ab 11 Uhr können in Seppensen Transparente gebastelt werden. Abends steht ein Osterfeuer auf dem Programm. Außerdem gibt es politische Spott- und Lästersongs von "Klaus, dem Geiger".
Das Programm am Sonntag (ab 11 Uhr) bietet vielfältige Möglichkeiten, sich mit dem Thema Frieden auseinander zu setzen. Geplant sind verschiedene Workshops ("Krieg in Comics" oder "Aktionsmöglichkeiten in der Heide"). Für Musik sorgen Olaf Ruhl (jiddische Lieder, 11 Uhr), das Duo "Cuppatea" (Folk und Jazz, 17 Uhr) und die Gruppe "Tengu Daiko" (japanische Trommler). Am Abend findet eine Jam-Session junger Bands statt.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
Das Friedensfest endet am Ostermontag, 21. April, mit einer Fahrrad-Demonstration zum Hamburger Ostermarsch. Treffpunkt ist um 9.15 Uhr am Buchholzer Bahnhof.
• Weitere Informationen unter www.heideruh.de.
• Die Ostermärsche haben ihre Wurzeln im Protest gegen das atomare Wettrüsten während des Kalten Krieges. In Deutschland erlebten sie 1968 und 1983 ihre Höhepunkte mit Hunderttausenden Demonstranten.

Redakteur:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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