Serie 150 Jahre Eisenbahn in Buchholz
Die Lokomotiven erhalten Namen

Die Lok SEEVE kam 1873 von Borsig und wurde am 10. November 1873 in Betrieb genommen. Nach der Übernahme durch die KPEV wurde sie zur „Altona 155“. Bereits am 13.2.1899 musste die Lok abgestellt werden | Foto: Stadtarchiv
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  • Die Lok SEEVE kam 1873 von Borsig und wurde am 10. November 1873 in Betrieb genommen. Nach der Übernahme durch die KPEV wurde sie zur „Altona 155“. Bereits am 13.2.1899 musste die Lok abgestellt werden
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In diesem Jahr besteht die Bahnlinie Bremen-Hamburg seit 150 Jahren. In Kooperation mit dem Bahnexperten Dierk Lawrenz und dem Stadtarchiv Buchholz blickt das WOCHENBLATT in einer Serie auf die Ereignisse und die Entwicklung von Buchholz zur Eisenbahnerstadt zurück. Im vierten Teil geht es um die Benennung der Lokomotiven.

In den ersten Jahrzehnten des Eisenbahnwesens in Deutschland trugen alle Lokomotiven einen Namen. Den Anfang machte der ADLER, der nach dem 7. Dezember 1835 zwischen Nürnberg und Fürth verkehrte.
Wurde eine neue Strecke eröffnet und mussten neue Lokomotiven bestellt werden, verwendeten die Gesellschaften Orts-, Fluss- oder auch andere markante Namen wie z.B. HANSA, GERMANIA, AMAZONE oder VORWÄRTS. Als die Köln-Mindener Eisenbahn (KME) 1874 ihre Strecke von Bremen nach Hamburg in Betrieb nahm, wurden im selben Jahr auch dreiachsige Dampflokomotiven für den Rangierdienst von der Lokfabrik Borsig in Berlin abgeliefert, die u.a. die Namen ROTENBURG, TOSTEDT und HITTFELD trugen.
Eine Lok BUCHHOLZ gab es bei dieser Serie und bei der KME nicht. Diesen Namen hatte sich die Berlin-Hamburger Eisenbahn (BHE) gesichert, die die Lok ebenfalls bei Borsig in Auftrag gegeben hatte. Am 1. Oktober 1877 wurde die BUCHHOLZ für Personenzugdienste in Betrieb genommen, allerdings bereits 22 Jahre später im Jahr 1899 verschrottet. Eine weitere Botschafterin unserer Region war die SEEVE. Sie gehört zu einem Los von vier Lokomotiven, die schon 1873 ebenfalls von Borsig zur BHE kamen.
Die Verwendung regionaler Namen bedeutete indes nicht, dass die Loks nur regional eingesetzt wurden. Als der preußische Staat 1880 die KME und 1884 die BHE übernahm, war es mit den Namen vorbei. Die Königlich Preußische Eisenbahnverwaltung (KPEV) teilte die Maschinen ihren Eisenbahndirektionen zu und vergab eine Fahrzeugnummer. Die Lok BUCHHOLZ z.B. wurde bei der KPEV zur „Altona 652“. Heute haben alle Fahrzeuge der Eisenbahnen eine eigene Nummer. Zusätzlich tragen die ICE Städtenamen und einzelne Lokomotiven als schöne Dekoration auch einen Namen, z.B. ROSI, PIDDER LÜNG oder CONNY.

Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, noch historische Fotos aus der Buchholzer Eisenbahngeschichte in Ihrer Sammlung haben, würde sich Buchholz' Stadtarchivarin Susanne Lang über eine Kontaktaufnahme per E-Mail an susanne.lang@buchholz.de freuen.

Mit der Heidebahn wurde Hannover angeschlossen
Die Lok SEEVE kam 1873 von Borsig und wurde am 10. November 1873 in Betrieb genommen. Nach der Übernahme durch die KPEV wurde sie zur „Altona 155“. Bereits am 13.2.1899 musste die Lok abgestellt werden | Foto: Stadtarchiv
Die Lok BUCHHOLZ entstammt einer Serie von Loks, die u.a. als ZERNITZ und ACHILLES in Dienst gestellt wurden. Die BUCHHOLZ wurde nach der Übernahme der BHE der Eisenbahndirektion Altona zugeteilt und erhielt dort die Nr. „Altona 648“ | Foto: Stadtarchiv
So sahen die Lokomotiven ROTENBURG, TOSTEDT und HITTFELD aus. Sie verfügten über einen Satteltank, der wie ein umgedrehtes U den Kessel umschloss. Die Loks dürften vornehmlich im Rangierdienst eingesetzt worden sein | Foto: Stadtarchiv
Redakteur:

Oliver Sander aus Buchholz

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