Freiwillig ans andere Ende der Welt

Platz schaffen für einheimische Pflanzen: Sina Bertram 
mit Machete auf den Galapagos-Inseln
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  • Platz schaffen für einheimische Pflanzen: Sina Bertram
    mit Machete auf den Galapagos-Inseln
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Sina Bertram (18) absolvierte einen ehrenamtlichen Dienst auf den Galapagos-Inseln und im Regenwald von Ecuador

os. Buchholz. Ans andere Ende der Welt hat der Freiwilligendienst Sina Bertram (18) verschlagen: Nach bestandenem Abitur verbrachte die Buchholzerin zwei Monate in Naturreservaten auf den Galapagos-Inseln im Pazifik sowie vier Wochen im tropischen Regenwald im südamerikanischen Ecuador. Die abwechslungereiche Natur tat es Sina Bertram besonders an. "Zudem habe ich es genossen, auch mal nicht erreichbar zu sein", sagt die 18-Jährige. Internetempfang gab es mitten um Urwald nur selten.
Nach Südamerika kam Sina Bertram über den "Verein für internationalen und interkulturellen Austausch" (VIA) mit Sitz in Lüneburg. Verschiedene Projekte in Afrika und Südamerika standen zur Auswahl, Sina entschied sich für Ecuador: "Nur dort war die Arbeit in der Natur möglich."
Auf der zweitgrößten Galapagos-Insel San Cristobal war die Wiederaufforstung des Naturreservats mit heimischen Pflanzen die Hauptaufgabe der Freiwilligen. Die Regierung will erreichen, dass die Bauern die heimischen Pflanzen züchten und anbauen. Die von außen eingeschleppten Sorten wie Brombeeren stören dabei. Mit Macheten arbeiteten sich Sina Bertram und ihre Mitstreiter durch die Plantagen, um Platz zu schaffen für endemische Pflanzen, die nur auf den Galapagos-Inseln vorkommen.
Untergebracht waren die zwei bis fünf freiwilligen Helfer in offenen Holzunterkünften. Warmes Wasser gab es nicht, bei Temperaturen um 23 Grad direkt am Äquator war es trotzdem auszuhalten. In der Freizeit unternahm Sina Bertram viele Ausflüge. Höhepunkte waren Tauchtouren, bei denen sie auch Wasserschildkröten zu Gesicht bekam. Auch die Begegnung mit den mächtigen Seelöwen, die mit den Schwimmern immer spielen wollten, waren ein besonderes Erlebnis.
Noch weiter fernab der Zivilisation war Sina Bertram auf ihrer zweiten Station im tropischen Regenwald auf dem Festland. Auch hier stand die Aufforstung auf dem Programm. Besonders in Erinnerung blieb der Buchholzerin der Lärm, den unzählige Zikaden und Vögel in der Nacht veranstalteten und sie zuerst um den Schlaf brachten. "Manche Vögel klangen wie Alarmanlagen von Autos, das war speziell", berichtet Sina Bertram.
Mit vielen Eindrücken kehrte sie jüngst nach Deutschland zurück. Hier will sich Sina, die im Sommer am Gymnasium am Kattenberge in Buchholz ihr Abitur mit der Topnote 1,3 bestand, jetzt um ihre berufliche Zukunft kümmern: Im kommenden Jahr steht ein dreimonatiges Praktikum auf dem Programm, bevor sie im kommenden Jahr ein Studium der Verfahrenstechnik an der TU Hamburg-Harburg aufnehmen wird. Daneben wird man Sina Bertram wieder vermehrt im Schwimmbecken sehen: Sie ist Hochleistungsschwimmerin bei Blau-Weiss Buchholz und hat für die DLRG Buchholz bereits an Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen teilgenommen.
www.via-ev-org.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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