Suche nach passendem Standort geht weiter
Montessori-Schulstart verschiebt sich auf 2026

 Die Initiatorinnen des Montessori-Schulprojekts Cindy Larsen (li.) und Anna Adam | Foto: pm
  • Die Initiatorinnen des Montessori-Schulprojekts Cindy Larsen (li.) und Anna Adam
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Die geplante Montessori-Schule Nordheide wird nicht wie ursprünglich angestrebt zum Schuljahr 2025/26 eröffnen. Grund dafür ist eine unerwartete Absage für das bereits favorisierte Schulgebäude. Die Initiatorinnen Cindy Larsen und Anna Adam mussten den Schulstart daher auf das Schuljahr 2026/27 verschieben - nun beginnt die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten erneut.

Montessori-Schule soll 2025 an den Start gehen

Ein großer Rückschlag

„Wir wollten die Entscheidung so schnell wie möglich kommunizieren“, erinnert sich Anna Adam an die Tage nach der Absage. So bleibt für interessierte Familien jetzt noch genügend Zeit, sich für andere Schulen zu entscheiden. Da bislang noch keine festen Zusagen für Schulplätze erteilt wurden, entstehen durch die Verzögerung zumindest keine direkten Verwerfungen für Schüler und Eltern. Ein neues Gebäude wollen Adam und Larsen dennoch so schnell wie möglich finden - auch wenn es für einen Start in diesem Jahr definitiv zu spät wäre: Prüfungen und Gutachten würden einfach zu lange dauern. „Schulgebäude unterliegen strengen Vorgaben - insbesondere was den Brandschutz und andere behördliche Auflagen betrifft“, erklären die beiden Gründerinnen, die derzeit an einer detaillierten Checkliste arbeiten, die die weitere Suche gezielt erleichtern soll.

Die Suche geht weiter

Ein geeignetes Gebäude zu finden, das helle, flexible Räume bietet, naturnah gelegen und gleichzeitig gut erreichbar ist, bleibt eine große Herausforderung. „Wir sind in Gesprächen mit der Stadt und prüfen alle Optionen“, so Anna Adam. Die Montessori-Schule soll zunächst einzügig starten, jedoch die Möglichkeit haben, perspektivisch zu wachsen.
Durch die Verzögerung haben Larsen und Adam nun 1,5 Jahre Zeit, um ein neues Gebäude zu sichern und für den Schulbetrieb vorzubereiten. Parallel zur Gebäudesuche steht auch die Zusammenstellung eines engagierten Teams im Fokus. „Wir erhalten bereits Anfragen von interessierten Lehrkräften und Lernbegleitern, sind aber weiterhin offen für Bewerbungen“, sagt Cindy Larsen. Wichtig sei dabei vor allem die pädagogische Haltung der Bewerber: „Es geht nicht nur um das Fachliche, sondern darum, die Montessori-Werte im Schulalltag zu leben.“

Hochbegabte Kinder richtig fördern

Lücke im Bildungsangebot in Buchholz

Während Buchholz eine Handvoll an guten, weiterführenden Schulen bietet, fehlt bislang eine weiterführende Montessori-Schule. Diese Lücke möchten Cindy Larsen und Anna Adam schließen. „Viele Eltern aus der Montessori-Kita haben den Wunsch geäußert, dass es nach der Grundschule weitergeht", berichtet Anna Adam. Doch aktuell hört das Montessori-Angebot nach Klasse vier abrupt auf. "Es ist ein bewährtes und modernes Lernkonzept." Die Nachfrage sei dementsprechend groß.
Um das Konzept der geplanten Schule in Buchholz weiter bekannt zu machen, informieren die beiden Gründerinnen regelmäßig auf sogenannten „Community-Meetings“. Hier stellen sie das Konzept vor und beantworten Fragen. Das nächste Treffen findet am 6. April statt, weitere Informationen gibt es auf der Website www.montessori-nordheide.de. Zudem gibt es am 22. April um 19.30 Uhr eine Online-Infoveranstaltung speziell für interessierte Lehrkräfte. Anmeldung ebenfalls über die Website.

Unterstützung durch Spenden und Sponsoren

Dass die Gründung einer Schule zahlreiche Herausforderungen mit sich bringt, erlebten Cindy Larsen und Anna Adam nicht nur in Bezug auf die Gebäudesuche. In den ersten drei Jahren muss die Finanzierung der Schule eigenständig gesichert werden, bevor staatliche Fördermittel beantragt werden können. Um die Anfangsphase zu überbrücken, werden die Initiatorinnen einen Kredit aufnehmen. Zusätzlich setzen sie auf Spenden, Stiftungen und Elternbeiträge.

Besonders dankbar sind die Gründerinnen über die Unterstützung aus der Region. Christian Kaminski, Geschäftsführer des CSB Computer-Service-Buchholz, spendete die Anschaffungskosten sowie fünf Jahre Betrieb einer speziellen Software, die die Verwaltung und Dokumentation der Lernfortschritte erleichtert. „Ohne das wäre unsere Arbeit sehr erschwert worden. Meilensteine wie diese geben uns richtig Aufschwung“, freut sich Cindy Larsen.

Trotz der Verzögerung bleibt das Ziel klar: Zum Schuljahr 2026/27 soll die Montessori-Schule Nordheide ihre Türen öffnen - für ein freies, selbstbestimmtes Lernen im Sinne Maria Montessoris.

Redakteur:

Pauline Meyer aus Neu Wulmstorf

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