IGS Buchholz auf Exkursion
Schüler forschen an Uni Marburg
- Foto: Dr. Thomas Strecker
- hochgeladen von Stefanie Hansen
Der Biologie-Leistungskurs des zwölften Jahrgangs der IGS Buchholz unternahm von Mittwoch, 11. bis Freitag, 13. März, eine Exkursion nach Marburg. Ziel der Fahrt war es, den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in biologische Forschung sowie in den Studienalltag an einer Universität zu ermöglichen. Im Mittelpunkt des Aufenthalts stand der Besuch des Instituts für Virologie der Phillips Universität Marburg. Dies wurde möglich, da ihr Lehrer vor seinem Quereinstieg in den Lehrberuf selbst an dem Institut tätig war und das Praktikumsangebot damals mitentwickelt hat.
Am Institut für Virologie beschäftigte sich der Kurs mit aktuellen biologischen und medizinischen Themen wie Viren, Impfungen und deren Bedeutung für die Gesellschaft. Neben der Vermittlung theoretischer Inhalte in Form von Vorlesungen erhielten die Teilnehmenden auch die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Laborarbeit. Die Schüler führten eigenständig Experimente durch, darunter die Untersuchung eigener Speichelproben auf ihre inaktivierende Wirkung auf Viren.
Das Highlight war jedoch die Labor-Diagnostik. Hierfür wurde von einem fiktivem Virusausbruch in Südostasien ausgegangen, der nun auch Deutschland erreicht hat. Dass dieses Szenario realistisch ist, hat nicht zuletzt die Covid-19-Pandemie gezeigt. Im Fall der Buchholzer Schülerinnen und Schüler ging es um das Marphili-Virus, das gleich von mehreren Personen zunächst unerkannt nach Deutschland eingeschleppt wurde. Schnell konnten die Schüler herausfinden, wer tatsächlich am Marphili-Virus erkrankt war und so die einzelnen Infektionscluster eingrenzen. Im Anschluss wurde in einer Pressekonferenz den Fachleuten Fragen gestellt und die Krisenkommunikation simuliert.
Die Besonderheit der Universität Marburg ist das Labor der höchsten Bio-Sicherheitsstufe 4 (BSL 4). Die Führung um das BSL-4-Labor herum und der multimediale Vortrag über die Arbeit in einem solchen Labor waren eindrucksvoll. Noch fesselnder für die Teilnehmenden war der Vortrag über die persönlichen Erfahrungen bei der Arbeit der medizinischen und diagnostischen Teams im Feld, wie zum Beispiel beim Ebola-Ausbruch in Westafrika in den Jahren 2014 bis 2016.
Die Rückmeldungen aus dem Kurs sind eindeutig. Die Exkursion stellt eine sinnvolle Ergänzung zum schulischen Unterricht dar und ermöglichte einen realistischen Einblick in naturwissenschaftliche Arbeitsweisen in Forschungseinrichtungen. Darüber hinaus bot sie den Teilnehmenden eine wertvolle Orientierung im Hinblick auf mögliche Studien- und Berufswege im naturwissenschaftlichen Bereich.
Redakteur:Stefanie Hansen aus Tostedt |
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