Reaktionen auf Vorstoß der CDU zu Neubaugebieten
"Buchholz muss mit Verstand wachsen"

Auf dem ehemaligen Hillmer-Gelände an der Soltauer Straße entsteht das derzeit größte, in Bau befindliche Neubaugebiet
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os. Buchholz. "Weg von großen Grundstücken?" hieß der WOCHENBLATT-Artikel in der Ausgabe am 9. September, in dem die CDU-Ratsfraktion eine Diskussion über die zukünftige Ausweisung von Neubaugebieten anstieß und dabei auf geringere Grundstücksgrößen drängte. Die große Resonanz zeigt, dass sich viele Buchholzer Gedanken über die weitere Entwicklung der Nordheidestadt machen.
"Ich habe mehr als 100 Rückmeldungen bekommen", berichtet CDU-Ratsherr Jan Bauer, der die geringeren Grundstücksgrößen für seine Fraktion ins Spiel brachte und als Beispiel das in Planung befindliche Neubaugebiet "Am Sonnenberg" in Dibbersen benannte. Rund 80 Prozent der Rückmeldungen seien positiv gewesen. Gerade viele ältere Bürger hätten berichtet, dass sie gerne ihre großen Grundstücke teilen würden, um so neue Baumöglichkeiten zu schaffen. Oft gäben das die aktuellen Bebauungspläne allerdings nicht her. Bauer kündigte an, dass die CDU-Fraktion das Thema weiter vorantreiben werde. Die Christdemokraten sprechen sich für eine weitere, moderate Erhöhung der Wohneinheiten von Buchholz aus.
Soll Buchholz weiter wachsen? Das sagen die WOCHENBLATT-Leser - die Zuschriften sind zum Teil gekürzt:

"Niemand zwingt die Buchholzer, ihre Grundstücke zu bebauen, und niemand zwingt die Buchholzer Stadtverwaltung und den Stadtrat, in hohem Tempo die idyllische Landschaft an den Rändern unserer Stadt durch Baumaßnahmen zu verbrauchen", erklärt Dr. Ulrich von Halen. Nachfrage bestehe überall, man müsse diese aber nicht befriedigen. Stadtnahe Wälder, Äcker und Wiesen seien für den Buchholzer Bestandsbürger im Zweifel wichtiger als ein paar neue Reihenhäuser und Gewerbehallen.

Weitere Wohnbebauung vertrage Buchholz zurzeit nicht, solange die Stadt jeden Tag im Verkehrschaos ersticke, betont Manfred Lackner. Solange der Stadtrat nicht Abhilfe schaffe durch bessere und modernere Verkehrsführung, gute Radwegekonzepte und Ausbau des ÖPNV, sei eine weitere Bebauung illusorisch.

Um einen Ort wachsen zu lassen, müsse auch die Infrastruktur aufgebaut werden, rät Thomas Leube. Eine Bushaltestelle sei noch kein Garant für eine gute ÖPNV-Anbindung, eine Straße bedeute noch keine ausreichende Zufahrt zu einem Neubaugebiet. "Buchholz und Umgebung soll wachsen, aber bitte mit Verstand", so Leube.

"Seit Jahren leistet sich die Menschheit teure Expertisen und Untersuchungen, die mahnen, dass wir ein anderes Verständnis von Wohlstand brauchen, nämlich ein qualitatives und weniger quantitatives Wachstum, wenn wir die Lebensgrundlagen unserer Zivilisation erhalten wollen", schreibt Uwe Spieckermann. Es scheine noch ein weiter Weg zu sein, bis das auch in konkretes Denken und Handeln umgesetzt wird - zumindest in der Buchholzer CDU und den Parteien, die sich vehement für das Projekt "Buchholz 2025plus" einsetzten.

Wenn Buchholz weiter wachsen solle, müssten die Wachstumsverfechter erklären, wie die damit verbundenen Kosten z. B. für eine Ostumfahrung, neue Kitas, Schulen und vielleicht ein neues Klärwerk von der Corona-geschwächten Kommune bezahlt werden können, fordert Grit Weiland von der Bürgerinitiative Ostring. Fast vergessen scheine, dass unter großer Bürgerbeteiligung das "Stadtentwicklungskonzept 2030" entwickelt wurde, in dem sich die Beteiligten für ein moderates Wachstum aussprechen. Dem zu folgen wäre klug, zumal die NBank ab 2025 eine Trendwende in der Nachfrage am Wohnungsmarkt vorhersage.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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