Nachhaltiges Bauen
Buchholz soll den Klimaschutz stärken

Auch Gründächer sollen künftig bei Neubauten in Buchholz eine gewichtigere Rolle spielen
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os. Buchholz. Der Klimaschutz nimmt in der Gesellschaft eine immer wichtigere Rolle ein. Auch in Buchholz soll in Zukunft in verschiedenen Bereichen, vor allem beim Bauen, das Thema deutlich gewichtiger werden. Als wichtig wird dabei das Klimaforum angesehen, das im vergangenen Jahr initiiert wurde. Das ist das Ergebnis der Diskussionen, die in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses stattfanden.
Die Lokalpolitiker empfahlen u. a. mehrheitlich, dass der Stadtrat für den Neubau von Gebäuden das klimaneutrale und nachhaltige Bauen zur Priorität erklärt und dieses "in vielfältiger Weise öffentlichkeitswirksam in die Stadtgesellschaft" trägt. Den Antrag dazu hatte das hinzugewählte Ausschussmitglied Herbert Maliers (Greenpeace) gestellt. "Wenn wir uns am 1,5-Grad-Ziel von Paris orientieren wollen, müssen wir eine lokale Bauwende propagieren", erklärte Maliers. In Buchholz werde derzeit zu wenig getan, um beim privaten Wohnungsbau und beim Straßenverkehr zu CO₂-Einsparungen zu kommen.
Einstimmig wurde empfohlen, dass die Stadt künftig an Bauwillige appellieren soll, sich für klimaneutrales Bauen zu entscheiden und sowohl Gebäude als auch den Außenbereich unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit zu gestalten. Zudem sollen sich die Vertreter der Stadt auf allen Ebenen, z. B. bei Fachtagungen, dafür einsetzen, dass die klimaneutrale Bauweise zum Mindeststandard wird.
Die Verwaltung hatte darum gebeten, den Antrag wegen der grundlegenden Bedeutung des Themas "klimaneutrales Bauen" zurückzustellen, damit er im Klimabeirat des Klimaforums unter Hinzuziehung von Experten behandelt und aufbereitet werden kann. "Wir brauchen mehr Fachlichkeit, um erklären zu könne, welche Auswirkungen unser Handeln auf die Umwelt genau hat", betonte Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse.
Das spielte auch bei der Diskussion über einen interfraktionellen Antrag von Buchholzer Liste, SPD, Grünen, AfD, Linke sowie dem fraktionslosen Ratsherrn Hans-Wilhelm Stehnken eine Rolle. Demnach soll die Stadtverwaltung "unverzüglich", spätestens jedoch bis Ende dieses Jahres, einen konkreten Klimaaktionsplan erstellen, dessen Umsetzung die Stadt Buchholz bis spätestens zum Jahr 2035 klimaneutral macht. "Wir müssten erst einmal klären, was konkret Klimaneutralität überhaupt bedeutet", betonte Bürgermeister Röhse. Schließlich hinterlasse jedes Handeln eines Menschen einen ökologischen Abdruck. Diesen müsse man allerdings dringend kleiner machen, entgegnete Grünen-Ratsfrau Gabriele Wenker. Letztlich wurde die Erstellung eine Klimaaktionsplans mit fünf zu vier Stimmen empfohlen. Es bleibt abzuwarten, ob der Antrag auch im Stadtrat eine Mehrheit finden wird.
Zurückgezogen wurde dagegen der Antrag der SPD, der u. a. vorsah, dass in Zukunft in Neubaugebieten und Gewerbegebieten keine Ausschreibungen für Gasnetze mehr erfolgen sollen. Hier soll zeitnah ein Experte gefunden werden, der bei den weiteren Beratungen Empfehlungen aussprechen kann.

Fukushima: die Katastrophe vor zehn Jahren
Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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