Dibbersen: Günstiger Rückbau der alten B75

Die Ortsdurchfahrt in Dibbersen wird verschmälert. Die empfohlene Variante sieht eine Verschwenkung auf halber Strecke vor
  • Die Ortsdurchfahrt in Dibbersen wird verschmälert. Die empfohlene Variante sieht eine Verschwenkung auf halber Strecke vor
  • Foto: archiv / os
  • hochgeladen von Oliver Sander

Politik verständigt sich auf Umsetzung einer Variante / Rückbau nach dem Dorferneuerungsprogramm ist vom Tisch

os. Dibbersen. Nach monatelangen, teilweise heftigen Diskussionen um den Rückbau der Ortsdurchfahrt von Dibbersen („B75 alt“) waren sich die Lokalpolitiker im jüngsten Planungsausschuss einig: Statt der „großen“ Lösung soll nun einen deutlich günstigere Variante umgesetzt werden. Die finanzielle Belastung der Anlieger fällt dadurch deutlich kleiner aus.
Wie berichtet, sollte die „B75 alt“ ursprünglich für rund 1,9 Millionen Euro umgestaltet werden. Rund die Hälfte der Summe wäre durch Zuschüsse nach dem Dorferneuerungsprogramm finanziert worden, den Rest hätten sich Stadt und Anlieger teilen müssen. Dadurch hätten die Bürger teilweise mehr als 100.000 Euro pro Anlieger tragen müssen.
Dank eines Antrags des Dibberser Grünen-Politikers Bernhard Schönhofen arbeiteten die Planer des Büros arbos jetzt drei Varianten aus. Diese sind deutlich günstiger, aber nicht mehr zuschussfähig nach dem Dorfernerungsprogramm. Der Dibberser Ortsrat empfahl einstimmig die Umsetzung der Variante drei, der Planungsausschuss empfahl dieselbe Variante bei einer Enthaltung (FDP-Mann Arno Reglitzky). Die Variante sieht den Versatz der Straßenborde vor, durch den die Straße auf 6,50 Meter verschmälert wird. Die andere Straßenseite soll mit Bäumen bepflanzt werden. Kosten der Maßnahme: 393.000 Euro. Ausschussvorsitzender Norbert Stein (SPD) betonte, er sehe die große Lösung nach wie vor am nachhaltigsten. „Es ergibt aber keinen Sinn, die Menschen zu ihrem Glück zu zwingen“, sagte er in Richtung Anlieger.
Der Verwaltungsausschuss (VA) entscheidet am morgigen Donnerstag, wann die Maßnahme umgesetzt wird. Es gilt als sicher, dass der VA die Empfehlung des Planungsausschusses kassieren wird. Dieser hatte mit den Stimmen von CDU, FDP und UWG empfohlen, die Baumaßnahme nicht sofort umzusetzen, bis spätestens 2020. Damit war die Mehrheit dem flammenden Appell von Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse gefolgt, der im Ausschuss für eine Verschiebung der Maßnahme geworben hatte. „Lassen Sie uns die Straße erst zurückbauen, wenn die Oberfläche sowieso saniert werden muss“, erklärte Röhse. Aber: Im VA hat die rot-grün-bunte Mehrheit ein Stimmenplus, weshalb die Umsetzung der Variante drei noch in diesem Jahr wahrscheinlich ist.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Panorama
Gar nicht oder nur widerwillig lassen sich viele Senioren AstraZeneca verabreichen

Zahlreiche Senioren lehnen weiterhin eine Impfung mit dem umstrittenen Vakzin ab
Viele Ältere weigern sich: Bloß nicht mit AstraZeneca impfen lassen

jd. Stade. Im Stader Impfzentrum wird fleißig geimpft. Nach Angaben von Leiterin Nicole Streitz werden im Schnitt rund 1.000 Pikse täglich verabreicht. Man könnte sagen, es liefe wie am Schnürchen - wenn nicht das Thema AstraZeneca immer wieder für Missmut sorgen würde. Das Impfzentrum wird weiterhin mit dem Präparat des schwedisch-britischen Herstellers beliefert und darf dieses nach den derzeitigen Vorgaben nur an Personen über 60 Jahre verimpfen. Doch viele Impfkandidaten aus dieser...

Politik
Niedersachsens Wirtschaftsminister
Dr. Bernd Althusmann

Gewerbe-Talk mit Niedersachsens Wirtschaftsminister
Was Bernd Althusmann zur aktuellen Corona-Lage sagt

Beim ersten Neu Wulmstorfer Gewerbe-Talk auf Einladung von Thomas Wilde, CDU-Vorsitzender in Neu Wulmstorf, und dem Gewerbeverein Neu Wulmstorf als Co-Partner, war Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann vergangenen Freitag zu Gast. Bei der digitalen Diskussion mit rund 20 Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft, darunter u.a. Jan Lüdemann (UWG/Freie Wähler), Lars Oldach (K&S Seniorenresidenz), Torsten Möller (Lebensbaum Ambulanter Pflegedienst), Matthias Süchting (Autohaus S&K)...

Politik
So soll der neue Kreisel aussehen. Er ersetzt die unansehnliche, provisorische Ampelanlage an der Kreuzung Nordring

Kreuzung wird 2022 umgebaut
Buchholz: Schlagabtausch um Kreisel am Nordring

os. Buchholz. Im x-ten Anlauf soll die Stadt Buchholz ein ansehnlicheres Einfallstor bekommen: Der Kreis-Bauausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung empfohlen, die Kreuzung Nordring/Hamburger Straße/Buenser Weg im Norden der Stadt in einen Kreisel umzubauen. Wie berichtet, besteht seit Langem Konsens darüber, dass die unansehnliche Kreuzung - das Provisorium mit quer über der Fahrbahn hängenden Kabeln besteht seit mittlerweile sieben Jahren (!) - umgebaut werden soll. Vorgesehen ist ein...

Politik
Stau im Ellerbruch-Tunnel: Was sonst täglich nervt, ist wegen Corona derzeit kein Problem mehr
2 Bilder

Keine Staus mehr in Buxtehude
Corona zeigt, wie sich Verkehr entwickeln muss

tk. Buxtehude. Wer täglich zu den Hauptverkehrszeiten durch Buxtehude fährt, erlebt geradezu paradiesische Zustände: keine Staus an den Knotenpunkten, nicht einmal auf der Spange. Selbst dort, am wohl schlimmsten Nadelöhr der Stadt, geht es seit Ende der Sanierungsarbeiten im vergangenen Jahr flott voran. "Das ist alles ein Corona-Effekt", sagt der städtische Verkehrsplaner Johannes Kleber. Die Stadt hat keine neue "Zauber-Schaltung" für die Ampeln installiert. Deutlich weniger Berufspendler...

Panorama
Video 6 Bilder

Die aktuellen Corona-Zahlen vom 20. April
Ein weiterer Corona-Toter im Landkreis Harburg

(sv). Der Landkreis Harburg meldet am heutigen Dienstag, 20. April, einen weiteren Corona-Toten. Damit steigt die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie am oder mit dem Coronavirus Verstorbenen auf 103. Der Inzidenzwert ist heute wieder gestiegen, von 81,4 am Montag auf 86,1 am Dienstag. Außerdem meldet der Landkreis heute 284 aktive Fälle (+15). Insgesamt verzeichnete der Landkreis seit Beginn der Pandemie 5.849 Fälle (+45), davon sind bislang 5.462 Menschen wieder genesen (+19). Die aktuellen...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen