100 Jahre Heideruh
Erfolgreiche Jubiläumsveranstaltung

Bea Trampenau erzählt die 100-jährige Geschichte von Franz und Käthe Jacob | Foto: Richard Pfaff
  • Bea Trampenau erzählt die 100-jährige Geschichte von Franz und Käthe Jacob
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Mit einer eindrucksvollen und gut besuchten Veranstaltung in der Empore in Buchholz hat die Antifaschistische Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh einen weiteren Höhepunkt ihres Jubiläumsjahres gesetzt. Unter dem Titel „100 Jahre Heideruh – eine Buchholzer Geschichte“ wurde am 19. April zurückgeblickt, und vor allem die Aktualität antifaschistischer Arbeit deutlich gemacht.

Bereits im Vorfeld hatte sich im Jubiläumsjahr gezeigt, wie breit getragen und lebendig Heideruh heute ist – von Bau- und Begegnungswochen über den FLINTA*-Winter bis hin zu vielfältigen Bildungsangeboten gegen Rechts.

Die Veranstaltung selbst wurde diesem Anspruch mehr als gerecht: Zahlreiche Gäste aus Politik, Kultur und antifaschistischer Bewegung kamen zusammen, um die Geschichte des Ortes zu würdigen und über seine Bedeutung für Gegenwart und Zukunft zu erfahren.

Im Foyer bot ein Solimarkt mit Infoständen der Omas gegen Rechts, der Linken, der Grünen, der VVN-BdA und von Greenpeace Raum für Austausch und Vernetzung, begleitet von der Ausstellung „Heideruh – Verfolgung und Widerstand“. Auf der Bühne verband eine hochgelobte Lesung der Schauspieler Inés Fabig und Michael Weber die lokale Geschichte von Buchholz mit den antifaschistischen Geschehnissen in Heideruh seit 1926. Ihre Zusammenfassung der 100 Jahre: „Buchholz und Heideruh und Heideruh und Buchholz - die Bedeutung beider Orte füreinander ist stetig gestiegen. Es ist eine Geschichte der Annäherung, die zeigt, dass Antifaschismus eine der Grundlagen unserer Demokratie ist und bleibt, wenn wir uns gegen Rechtsextremismus und -populismus - bei allen Unterschieden - gemeinsam positionieren.
Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus.“

Musikalisch wurde das Programm durch Auftritte des US-amerikanischen Liedermachers David Rovics und der Sängerin Kamala Emanuel aus Australien ergänzt. Ein kompetent besetztes Podium, dem unter anderem Peter Badekow (Kind des Widerstands und Gründer der Geschwister Scholl Jugend 1958), Jan-Hendrik Röhse (Bürgermeister der Stadt Buchholz), Norma van der Walde (Buchholzerin, VVN-BdA, Auschwitz-Komitee), Conny Kerth (Bundesvorsitzende der VVN-BdA), der Historiker Prof. Dr. Oliver Rump, Brit Köster für die AG Antifaschistische Wege und Lara der Sauerkrautfabrik Hamburg angehörten, beschrieben die unterschiedlichen Bedeutungen von Heideruh über die Jahrzehnte.

Die große Resonanz und die intensive Beteiligung des Publikums machten deutlich: Heideruh ist kein Ort der Vergangenheit, sondern ein lebendiger Raum politischer Praxis. Seit seiner Gründung durch kommunistische Antifaschisten im Jahr 1926 steht Heideruh für Widerstand, Solidarität und kollektive Organisierung – Werte, die angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen nichts an Bedeutung verloren haben.

Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, wie notwendig solche Orte weiterhin sind: als Räume des Austauschs, der Bildung und des gemeinsamen Handelns gegen Faschismus, Rassismus und Krieg.

Das Jubiläumsjahr „100 Jahre Heideruh“ wird mit zahlreichen weiteren Veranstaltungen fortgesetzt und lädt dazu ein, Geschichte nicht nur zu erinnern, sondern aktiv weiterzuschreiben.

Redakteur:

Stefanie Hansen aus Tostedt

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