Eltern fordern Tempo-Limit auf Niedersachsenweg
Mehr Verkehrssicherheit an der Mühlenschule

Sorgt für Unmut bei den Eltern der Grundschüler: Auf dem Niedersachsenweg kommt es oft zu brenzligen Situationen Fotos: lm
2Bilder
  • Sorgt für Unmut bei den Eltern der Grundschüler: Auf dem Niedersachsenweg kommt es oft zu brenzligen Situationen Fotos: lm
  • hochgeladen von Lennart Möller

lm. Holm-Seppensen. Bereits seit 20 Jahren beschäftigt die Verkehrsführung rund um die Mühlenschule in Holm-Seppensen die Stadt Buchholz und besonders die Eltern der Grundschüler. Während direkt an der Schule am Jungfernstieg eine Tempo-30-Zone eingerichtet ist, heizen die Autofahrer nur wenige Meter entfernt weiterhin mit hohen Geschwindigkeiten über den Niedersachsenweg.

Eine eingerichtete Bedarfsampel schafft hier nur wenig Abhilfe. "Viele Autofahrer geben nochmal extra Gas, wenn die Ampel auf orange schaltet", erklärt Simona Protz, Elternbeiratsvorsitzende und eine der treibenden Kräfte hinter der Elterninitiative, die Tempo 30 auch auf der Kreisstraße fordert.

Aufgrund der Rücksichtslosigkeit der Verkehrsteilnehmer wurde bereits vor vielen Jahren das Konzept der Elternlotsen auf den Weg gebracht. Zu den Stoßzeiten an der Grundschule stellen sich Eltern mit Warnweste und Kelle ausgestattet an die Hauptstraße und weisen auf die ABC-Schützen hin. In letzter Zeit hätten sich die Beinahe-Unfälle und brenzligen Situationen allerdings deutlich erhöht, berichtet Simona Protz. Die Eltern seien sogar dazu übergegangen, sich die Kennzeichen der Fahrzeuge zu notieren, die die Verkehrsregeln missachten, um diese an die Polizei zu übergeben. Gebracht habe das bislang allerdings wenig. Außerdem wurde das Fahrzeugaufkommen durch Zählungen ermittelt, zu Spitzenzeiten passieren bis zu 650 Pkw pro Stunde die Stelle in der Holm-Seppenser Ortsmitte.

Seit knapp 20 Jahren stellt die Elternschaft der Grundschule bei der Stadt Buchholz immer wieder Anträge auf Einrichtung einer Tempo-30-Zone des betroffenen Straßenzugs. Genauso lang werden die Anträge stets abgelehnt.

Wie die Situation rechtlich aussieht, wurde Ende vergangenen Jahres in einem Verwaltungsbeschluss nach einem Antrag aus der SPD-Fraktion deutlich gemacht: "Der Niedersachsenweg ist eine Vorfahrtsstraße und zudem eine Straße des überörtlichen Verkehrs (Kreisstraße), deren Kreuzungen und Einmündungen durch Lichtzeichenanlagen geregelt werden. Allein aufgrund dieser strengen Vorgaben der Straßenverkehrsordnung schließt sich hier auf dem Niedersachsenweg die Anordnung einer Tempo-30-Zone aus", heißt es in der Begründung des Landkreises.

Auch die Lage der Schule spricht gegen eine verkehrsberuhigende Maßnahme. Da diese nämlich nicht an der betreffenden Straße liegt, sondern in der Nebenstraße am Jungfernstieg, gebe es keinen Grund für ein solches Unterfangen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass am Jungfernstieg bereits eine Tempo-30-Zone eingerichtet ist und der Niedersachsenweg mit der Bedarfsampel in unmittelbarer Nähe für den Landkreis eine ausreichende Verkehrssicherung darstelle.

Ob eine bessere Kennzeichnung der Ampelanlage und der querenden Schüler möglich ist, wird derzeit durch die Stadt geprüft.
Die Elternschaft will sich damit nicht begnügen: Sie beschäftigt sich mit dem Gedanken, eine Petition für die Verbesserung der Verkehrssituation ins Leben zu rufen.

Sorgt für Unmut bei den Eltern der Grundschüler: Auf dem Niedersachsenweg kommt es oft zu brenzligen Situationen Fotos: lm
Das Schulgebäude am Jungfernstieg, an dem bereits ein Tempolimit gilt
Politik
Nach dem Verzicht von Thomas Grambow (kl. Foto) soll nun Björn Protze antreten

Politiker aus Neu Wulmstorf führt persönliche Gründe für Verzicht an
SPD-Schock: Thomas Grambow zieht Landrats-Kandidatur im Landkreis Stade zurück

jd. Stade. Schock für die SPD: Ihr Kandidat für die Landratswahl im Landkreis Stade wirft das Handtuch. Der Neu Wulmstorfer Kommunalpolitiker Thomas Grambow (57) will nun doch nicht für das Amt kandidieren. Für seinen Verzicht führt er persönliche Gründe an.    Der CDU-Politiker Kai Seefried muss sich nun auf einen neuen Gegenkandidaten einstellen. Nach WOCHENBLATT-Informationen will jetzt der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Björn Protze, gegen Seefried antreten. Die Kandidatur des...

Panorama

Pandemie
Landkreis Harburg plant Corona-Impfzentren in Buchholz und Winsen

(ts). Der Landkreis Harburg wird zwei Corona-Impfzentren einrichten. Vorgesehen sind die Schützenhalle in Buchholz und die Stadthalle in Winsen. Diese Standorte hat die Kreisverwaltung der Landesregierung vorgeschlagen. Das Land prüft nun die Konzepte und entscheidet. Bis zum vergangenen Montagabend mussten die Landkreise in Niedersachsen die möglichen Standorte dem Innenministerium melden. Die Landesregierung hat das Ziel, dass die Infrastruktur für die Corona-Impfungen in den Landkreisen bis...

Politik
Die Zeit der Baustellen ist vorbei. Doch zufrieden sind in Dammhausen noch nicht alle mit den Ergebnissen der jahrelangen Baumaßnahmen

Nach Bauarbeiten ist noch nicht alles optimal
In Dammhausen sind wieder die Raser unterwegs

tk. Dammhausen. Der neue Rad- und Fußweg in Dammhausen samt ebenfalls neuer Bushaltestellen und runderneuerter Kanalisation ist fertig, der Kreisverkehr an der Einmündung nach Jork bzw. Neukloster ist wiederhergestellt. Sind die Dammhauser jetzt, nach Jahren des Baus und vielen Verzögerungen, wunschlos glücklich? Das ist nicht der Fall, wie Ortsvorsteher Thomas Sudmeyer (SPD) erklärt. Er und Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) Dammhausen wünschen sich vor allem vom Landkreis noch...

Service

Am Dienstag, 1.12., 115 aktuelle Corona-Fälle
Maske tragen: Corona-Ampel im Landkreis Stade weiter auf Rot

jd. Stade. Tendenz fallend beim Inzidenzwert: Nach Angaben des Landes beträgt der Inzidenzwert für den Landkreis Stade 56,7 (Stand von Dienstag, 1. Dezember). Damit steht die Corona-Ampel weiter auf Rot. Für einige Straßen und öffentliche Plätze gilt laut Allgemeinverfügung des Landkreises die Pflicht, eine Maske (Mund-Nasen-Schutz) zu tragen.  Die Gesamtzahl der Corona-Infizierten im Landkreis Stade wird vom Land mit 1.041 Personen angegeben.  Die Dunkelziffer der Corona-Infizierten dürfte...

Politik
Wenn es nach der Gemeindeverwaltung geht, stehen diese Schilder bald in Stelle   Foto: thl

Stelle: Aldi-Zentrallager vor Entscheidung

Verwaltung gibt in Vorlage für Fachausschuss Empfehlung für die Ansiedlung des Zentrallagers vor thl. Stelle. Jetzt beginnt der Endspurt! In seiner Sitzung am Mittwoch, 9. Dezember, soll der Ortsentwicklungsausschuss der Gemeinde Stelle dem Rat eine Empfehlung für die Ansiedlung des Aldi-Zentrallagers im Gewerbegebiet Fachenfelde-Süd aussprechen. Die Vorgabe der Verwaltung ist eindeutig: "Der vorhabenbezogene Bebauungsplan 'Sondergebiet Logistikzentrum Fachenfelde-Süd' (...) bestehend aus...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen