Technologie- und Innovationspark Nordheide: Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik betonen Wichtigkeit des Wissenstransfers
"TIP hat Strahlkraft weit über den Kreis hinaus"

Mit einem Modell des Technologie- und Innovationsparks: (v. li.) Jens Wrede (Geschäftsführer WLH), Dr. Nina Lorea Kley (Feldbinder Spezialfahrzeugwerke GmbH), Staatssekretärin Dr. Sabine Johannsen, Landrat Rainer Rempe, Martin Mahn (TuTech Innovation GmbH) und 
Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff (OFFIS - Institut für Informatik)
  • Mit einem Modell des Technologie- und Innovationsparks: (v. li.) Jens Wrede (Geschäftsführer WLH), Dr. Nina Lorea Kley (Feldbinder Spezialfahrzeugwerke GmbH), Staatssekretärin Dr. Sabine Johannsen, Landrat Rainer Rempe, Martin Mahn (TuTech Innovation GmbH) und
    Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff (OFFIS - Institut für Informatik)
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os. Buchholz. "Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren." Dieses Zitat des französischen Schriftstellers André Gide präsentierte Martin Mahn von der TuTech Innovation GmbH aus Hamburg am Donnerstag am Ende seines Vortrages bei der Auftaktveranstaltung für den "TIP Innovationspark Nordheide" in Buchholz. Mahn und andere Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik versammelten sich in den Räumen des ISI-Zentrums der Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg (WLH), um über die Zukunft des Technologie- und Innovationsparks zu sprechen. Zentraler Punkt im TIP soll der Wissenstransfer sein, von dem beide Seiten profitieren: die Wissenschaft, weil ihre Ideen tatsächlich umgesetzt werden, und die Wirtschaft, die durch die Ideen zu marktreifen Produkten kommt.
Wie berichtet, plant die WLH - initiiert vom ehemaligen WLH-Geschäftsführer Wilfried Seyer - auf einem rund 18 Hektar großen Areal in Verlängerung des bestehenden Gewerbegebiets Vaenser Heide II zwischen der B75 und der Kreisstraße nach Dibbersen die Ansiedlung hochinnovativer Unternehmen, klassischen Gewerbes sowie den Bau eines TIP-Campus. "Der TIP hat eine Strahlkraft weit über den Landkreis Harburg hinaus", betonte Rainer Rempe, Landrat des Landkreises Harburg.
Die Idee für den TIP entstand bei der WLH durch den Erfolg von innovativen Start-up-Unternehmen, die im ISI-Zentrum beheimatet sind und die vertragsgemäß nach fünf Jahren ausziehen müssen. "Wir wollen diese Unternehmen gerne in der Region halten, und der TIP ist ein möglicher Weg dahin", sagte WLH-Geschäftsführer Jens Wrede. Der TIP richte sich an "technologieaffine Unternehmen" sowie Institute, die jenseits eines Universitätsstandortes z.B. in kleinen Hallen forschen wollen. Das klassische Gewerbe, das ebenfalls in Buchholz angesiedelt werden soll, sei als Ergänzung gedacht.
Wrede gab einen Zeitplan für die weiteren Planungen: Er rechne mit einem Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan im Juni, sodass danach die ersten Infrastrukturmaßnahmen ausgeschrieben werden können. "Ich hoffe, dass wir im Spätsommer in die Erde gehen können", erklärte Wrede. Die Straßen und Leitungen in dem TIP sollen bis Ende 2020 fertiggestellt werden, die Grünanlagen folgen im Frühjahr 2021. Danach sollen auch die Hochbauten entstehen. Parallel soll es im Herbst dieses Jahres eine Investorenkonferenz geben, auf der weitere Einzelheiten besprochen werden. "An großartigen Visionen mangelt es uns nicht", betonte Wrede.
Acht Institute wie OFFIS aus Oldenburg und Hochschulen wie die Hochschule 21 aus Buxtehude haben bereits Kooperationen mit der WLH zum TIP geschlossen. Dazu gehört auch die TuTech Innovation Gmbh. "Das Wissen, das aus den Hochschulen kommt, muss auch angewandt werden", erklärte Martin Mahn, Geschäftsführer der TuTech. Man brauche dringend Orte, an denen man sich treffen und das vorhandene Wissen austauschen könne. Er erhoffe sich durch den TIP eine starke Verknüpfung mit anderen Innovationszentren in der Metropolregion Hamburg. Gerade bei der Weiterbildung und der Innovationsberatung ließen sich Synergien erzielen. Zudem erhoffe er sich beim TIP die Umsetzung von "Smart Mobility" - also ein Angebot von energieeffizienter, komfortabler und kostengünstiger Mobilität für die Mitarbeiter der dortigen Unternehmen.
Die Sicht der Unternehmen beleuchtete Dr. Nina Lorea Kley, Co-Geschäftsführerin der Firma "Feldbinder Spezialfahrzeugwerke GmbH" aus Winsen. Ihr Unternehmen erhoffe sich von dem Wissens-transfer eine höhere Produktivität. "Wir können gegen die internationale Konkurrenz nur bestehen, wenn wir Produktionshemmnisse abbauen und über die Stärkung unserer Stärken einen Kaufwunsch bei unseren Kunden erzeugen", betonte Nina Lorea Kley. Für sie steht fest, dass der TIP eine Bereicherung sein wird: "Die Chancen für die ganze Region sind sehr groß."

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