Jubiläum in der St. Paulus-Kirche Buxtehude
30 Jahre Ilse Mörchen

Ilse Mörchen vor der Stellwand, die die St.Paulus-Gemeinde anlässlich ihres Jubiläums aufgestellt hat
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Rund 700 Kindergottesdienste, die von etwa 6.930 Kindern besucht wurden, hat Ilse Mörchen (56),  Diakonin der Buxtehuder St.-Paulusgemeinde in 30 Dienstjahren  geleitet. Rund 700 Bibeltexte hat sie kindgerecht aufgearbeitet und mit ihrem Team rund  2.225 Liter Tee getrunken. Mehr als 10.000 liebe Worte und unzählige Lächeln verschenkt  - dafür bedanken sich Kirchenteam und Gemeinde bei ihrer engagierten Diakonin.

Selten "radlos"

Ihr Jubiläum feierte die St. Paulus-Kirchengemeinde am Ostermontag mit einem besonderen Gottesdienst und anschließendem Empfang im Paulz-Café. "Von dem Programm habe ich nichts geahnt und war total gerührt", so Ilse Mörchen. Neben zahlreichen Gratulationen und liebevoll gestalteten Glückwunschkarten hatten die drei amtierenden Pastoren und Pastorinnen unter dem Motto "Traumschiff" ein kleines Schauspiel vorbereitet. Aus einem mit diversen Herausforderungen gefüllten Seesack wurde Ilse Mörchen als "Beatrice" von gelangweilten Gästen bis zur fehlenden Deko mit verschiedensten Aufgaben konfrontiert, die sie alle erwartungsgemäß mit Bravour meisterte. Als Belohnung gab es ein T-Shirt mit dem doppeldeutigem Spruch "selten radlos". Damit wird zum einen darauf angespielt, dass die Diakonin auch im echten Alltag meistens einen Rat weiß, und zum anderen darauf, dass sie  seit 30 Jahren stets mit dem Fahrrad in Buxtehude unterwegs ist.

Darüber hinaus hatten Gemeindemitglieder eine Stellwand mit Fotos aus 30 Jahren Diakoniearbeit und einer Karten-Girlande mit freundlichen Worten vorbereitetet. "Du bis immer so hilfsbereit" und "ich liebe deine Ernsthaftigkeit" ist u.a. darauf zu lesen.

Die Entscheidung, nach ihrem Anerkennungsjahr in Lüneburg die Stelle als Diakonin in der Buxtehuder St. Paulus-Kirche anzunehmen, habe sie in den 30 Jahren nie bereut, sagt Ilse Mörchen. Schon damals war sie von der Architektur des  Kirchengebäudes,  den im Halbkreis aufgestellten Bänken und dem Parkettboden angetan. "Ich habe mich in der St. Paulus-Gemeinde sofort wohl gefühlt", erinnert sie sich. "Genauso wollte ich arbeiten."

Andere Herausforderungen als früher

Als Diakonin war sie von Anfang an für die Kinder- und Jugendarbeit zuständig, gründete u.a. die Kindergruppen, leitete Kinder- und Konfirmationsgottesdienste, bot zahlreiche Freizeiten an und ist bei Sorgen und Problemen oft erste  Ansprechpartnerin der Kinder und Jugendlichen. Die Probleme haben sich laut Ilse Mörchen - nicht zuletzt durch die Möglichkeiten des Internets im Laufe der Zeit sehr verändert. "Früher haben Kinder ihre Freunde gefragt, heute googeln sie nach Lösungen und holen sich dann aber via Internet auch gleich die Probleme der ganzen Welt in ihr junges Leben", so die Mutter von drei Kindern. Andererseits habe sie auch die Erfahrung gemacht, dass viele frühere Sorgen in ihrer Gemeinde  heute entfallen, weil mit vielen Themen viel offener umgegangen werde. So hätten sich vor 20 Jahren zwei junge Frauen noch befürchtet,  auf Ablehnung zu stoßen, wenn bekannt würde, dass sie ein Paar wären. "Das ist in unserer Gemeinde heute gar kein Problem mehr", sagt Ilse Mörchen.

Neues Projekt ist eine Kinderkathedrale

Im digitalen Zeitalter habe sich nicht nur die Kommunikation geändert - statt Briefe, die sie früher oft persönlich eingeworfen hat, um Portokosten zu sparen, erreicht Ilse Mörchen ihre Gemeinde heute per E-Mail - , sondern auch die  Zusammenarbeit und Spontanität der Jugend innerhalb der Gemeindearbeit. "Während sich früher langfristig und zu regelmäßigen Treffen verabredet wurde, kommen die Gruppen heute spontan und projektbezogen zusammen", sagt sie. An der Verlässlichkeit und am Engagement habe sich dabei jedoch nichts geändert. Vom Kirchenteam und ihrer Gemeinde ist Ilse Mörchen spürbar begeistert . Als nächstes größeres Projekt plant sie gemeinsam mit anderen Kirchenkreisen eine Kinderkathedrale im August, bei der Kirche mit allen Sinnen erfahren wird. 

Übrigens: Die Landeskirche finanziert nur eine halbe Diakoniestelle von Ilse Mörchen. Die andere Hälfte sowie weitere Aspekte Jugendarbeit in St.Paulus wird im Rahmen des gemeinnützigen Projektes Menschenzkinder durch Spenden finanziert.

Ilse Mörchen vor der Stellwand, die die St.Paulus-Gemeinde anlässlich ihres Jubiläums aufgestellt hat
Ilse Mörchen Ende der 1990 Jahre auf dem Baugerüst  der Kirche, als das Dach erneuert wurde | Foto: St. Paulus
Die Diakonin in Küchenschürze und mit einem Bratapfel. Das Bild stammt aus einem Kochbuch, das die Gemeinde im Jahr zum 40. Geburtstag der Kirche im Jahr  2012 herausgegeben hat | Foto: St. Paulus
Redakteur:

Nicola Dultz aus Buxtehude

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