Fördergelder für Niedersachsen: "Kultur bedeutet Heimat"

Minister Björn Thümler  Foto: Katharina Bodmann
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1,2 Mio. Euro Förderung im ersten Halbjahr 2019 für Soziokultur in Niedersachsen

sc. Buxtehude. "Mit der Förderung leisten wir einen wichtigen Beitrag, um insbesondere kleine und ehrenamtlich geführte Kultureinrichtungen im ländlichen Raum zu unterstützen", erklärte Björn Thümler (CDU), niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, im Rahmen der Regionalkonferenzen "Landkult(o)ur" in Buxtehude. Auch im ersten Halbjahr 2019 gibt es wieder Hilfen für soziale und kulturelle Projekte sowie für die Modernisierung und Sanierung von bestehenden Einrichtungen. Insgesamt stellt das Land Niedersachsen mehr als 1,2 Mio. Euro für kulturelle, soziale und politische Projekte in der Gesellschaft, kurz Soziokultur, zur Verfügung. 60 unterschiedliche landesweite Vorhaben erhalten diese Förderung. Durch die Hilfsmittel erhalte das Flächenland Niedersachsen eine besondere Vielseitigkeit und Bandbreite kultureller Angebote, so Marleen Mützlaff, Geschäftsführerin der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur.

Nur durch die Beteiligung der Bevölkerung leben die soziokulturellen Programme in den Ortschaften, an denen sich Menschen unterschiedlichen Alters beteiligen können. Daher fördert das Land 25 Projekte, die das gemeinsame Lebensumfeld gestalten, in Höhe von rund 307.000 Euro. Solche Aktionen sind zum Bespiel die Ländliche Akademie Krummhörn, die zu ihrem politischen Thema "100 Jahre Frauenwahlrecht" ein Theaterstück, eine satirische Kleinkunstaufführung, eine Kunstausstellung und ein Onlineforum für eine öffentliche Diskussion erstellt, oder das Theaterpädagogische Zentrum Braunschweig, das mit seiner "Aktion Wirklichkeit" die Selbstverantwortlichkeit der Jugendlichen im Umgang mit digitalen Medien stärken will.

Dass kleine und oftmals ehrenamtlich getragene Vereine sehr wichtig für die ländliche Region sind, ist daran zu erkennen, dass sie vielfach die kulturelle Grundversorgung übernehmen und die Menschen vernetzen. Große Probleme entstehen daher durch den stetigen Rückgang von Ehrenamtlichen. Kultur bedeute Heimat, fügte Mützlaff hinzu, die Gemeinschaft vor Ort zu mitzugestalten und sich mit gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen, sei die Stärke von Soziokultur. Zur Unterstützung der Veränderungsprozesse in den betroffenen Vereinen stellt das Ministerium für Wissenschaft und Kultur rund 158.000 Euro im Rahmen von großen und kleinen Strukturförderungen zur Verfügung. 17 Vereine profitieren davon.

Zudem investiert das Ministerium 820.000 Euro in den Aus- und Umbau, in die Sanierung und in die Erneuerung technischer Infrastrukturen von soziokulturellen Zentren. Hier erhalten 18 Einrichtungen, darunter der Verein "Hüller Medienwerkstatt" aus Drochtersen-Hüll für einen Projektionsraum, finanzielle Fördermittel.

Wer sich für Förderungen der Soziokultur 2019 bewerben möchte, kann dies noch tun: Für die zweite Antragsrunde für Projekt- und Strukturförderung ist der Stichtag am Dienstag, 30. April. Die Förderung von Investitionen 2020 kann bis zum Dienstag, 15. Oktober, erfolgen. www.mwk.niedersachsen.de/startseite/kultursparten/soziokultur/soziokultur-123479.html

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