Kampf gegen Wildmüll: Fahranfänger ins Boot holen

Gemeinsam gegen Wildmüll an den Straßen (v.re.): Fahrlehrerin Martina Bernhardt, Fahrlehrer Thomas Kröger, Ute Dammann (Fahrschulle Quell), Kreisbaurat Hans-Hermann Bode, Kai Lorenzen (Fahrschule Freytag) und Projektinitiatorin Sabine Kiehl vom Landkreis Stade
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  • Gemeinsam gegen Wildmüll an den Straßen (v.re.): Fahrlehrerin Martina Bernhardt, Fahrlehrer Thomas Kröger, Ute Dammann (Fahrschulle Quell), Kreisbaurat Hans-Hermann Bode, Kai Lorenzen (Fahrschule Freytag) und Projektinitiatorin Sabine Kiehl vom Landkreis Stade
  • Foto: bc/Landkreis
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bc. Stade. Dieses Projekt könnte über den Landkreis hinaus Schule machen. Im Kampf gegen Wildmüll an den Straßenrändern kooperiert die Umweltbehörde des Kreises ab sofort mit Fahrschulen. „Wir wollen künftige Verkehrsteilnehmer für das Thema sensibilisieren“, sagt Abfallberaterin Sabine Kiehl, Ideengeberin des Projektes.
Von Zigarettenkippen über Verpackungen bis hin zu Autoreifen: Weggeworfenes an Straßenrändern ist nicht nur hässlich, sondern europaweit ein immer ernsteres Umweltproblem. Sogar in die Meere gelangt nachweislich vor allem Kunststoffmüll von unseren Straßen. Die Kooperation mit den Fahrschulen packt nun das Problem an der Wurzel.
„Zunächst 18 Fahrschulen aus dem Landkreis Stade werden das Thema Umweltverschmutzung zukünftig in ihren Unterricht aufnehmen“, so Sabine Kiehl. Schwerpunktthemen sind die Auswirkungen von Müll auf Flora und Fauna, Hygieneprobleme und die entstehenden Müllbeseitigungskosten bei Bauhöfen, Straßenmeistereien und anderen Einrichtungen.
Sabine Kiehl: „Außerdem gibt es Tipps, wie man mit Müll umgehen sollte, der im Auto anfällt oder wie man ihn vermeiden kann.“ Die Fahrschulen erhalten dafür entsprechendes Unterrichtsmaterial. „Es wäre wünschenswert, wenn auch andere Fahrschulen außerhalb des Landkreises Stade dieses Thema in den Unterricht aufnehmen würden“, so Kiehl. Der Fahrlehrerverband Niedersachsen habe bereits Interesse an der Aktion bekundet.
• Die Aktion von Fahrschulen und dem Landkreis ist Teil der europaweiten Kampagne „Let’s clean up Europe“. Koordiniert wird die Kampagne in Deutschland vom Verband Kommunaler Unternehmen (VKU). Der Verband begrüßt die gemeinsame Stader Fahrschulaktion, weil sie ohne großen Aufwand auf viele andere Fahrschulen außerhalb des Landkreises Stade übertragbar ist.


Aktuelle Wildmüll-Zahlen aus dem Landkreis Stade

(bc). Dem Landkreis Stade wurden im Jahr 2016 insgesamt 84 Wildmüll-Ablagerungen in der freien Landschaft gemeldet, für die der Kreis zuständig ist. Dadurch kam ein Abfall-Volumen von ungefähr 100 Kubikmeter zusammen. Die Menge entspricht etwa dem Inhalt von ca. 1.670 Mülltonnen (60 Liter). Für die Einsammlung sind dem Landkreis Kosten in Höhe von 21.200 Euro entstanden.
Die Abfallwirtschaft hat in 2016 insgesamt 50 ehrenamtliche Wildmüllsammlungen unterstützt. Im ersten Halbjahr 2017 sind schon 58 Sammlungen angemeldet worden. Dieses Engagement wird vom Landkreis mit einem Beitrag von fünf Euro pro Person für Verpflegung gesponsert - maximal 375 Euro pro Gruppe. Insgesamt erstattete der Landkreis knapp 7.000 Euro an Verpflegungskosten.
Zusammengerechnet wurden im vergangenen Jahr 38 Tonnen Wildmüll aus der freien Landschaft und von freiwilligen Wildmüllsammlern bei den Abfallwirtschaftszentren angeliefert. Dafür fallen Verbrennungskosten von ca. 7.500 Euro pro Jahr an.

Gemeinsam gegen Wildmüll an den Straßen (v.re.): Fahrlehrerin Martina Bernhardt, Fahrlehrer Thomas Kröger, Ute Dammann (Fahrschulle Quell), Kreisbaurat Hans-Hermann Bode, Kai Lorenzen (Fahrschule Freytag) und Projektinitiatorin Sabine Kiehl vom Landkreis Stade
So soll es künftig nicht mehr aussehen
Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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