Feurige Idee aus Buxtehude
Scharfe Salsa von den Chilijungs
- Die Chilijungs: Christian Kutz-Kromnow (li.) und André Grote
- hochgeladen von Nicola Dultz
Ein Mann der Tat: Wer Andre Grote als Buxtehuder Kommunalpolitiker (FDP), Immobilienmakler, Baubiologen sowie Vorstand von Haus und Grund kennt, weiß, dass Feuer in ihm steckt. Doch auch kulinarisch gesehen brennt der Vater zweier Söhne: mit seiner seine Vorliebe für alles Scharfe. Weil ihm die richtige Würze für seine Latino-Gerichte fehlte, stellte er kurzerhand mit seinem Freund und Profikoch, Christian Kutz-Kromnow,, selbst eine feurige Salsa her. Von dem Ergebnis sind die beiden kreativen Buxtehuder so begeistert, dass sie jetzt als "Chilijungs" mit dem ursprünglich für den privaten Genuss geplantem Erzeugnis an den Verkaufsstart gehen.
Für den Hobbykoch Grote ist es bereits der zweite Exkurs in die Welt der Gastronomie: Bereits in den späten 1990er-Jahren war er Miteigentümer eines mexikanischen Restaurants in der Harburger Lämmertwiete. Kein Wunder also, dass seine beiden Söhne – deren Mutter aus Peru stammt – den Wunsch äußerten: „Wir wollen eine scharfe Salsa, Papa!“
Ein Freund, ein Feuer, eine Idee
Nur zu gerne wollte Grote diesen Wunsch erfüllen und erzählte seinem langjährigen Freund Christian Kutz-Kromnow von seinem Vorhaben, eine feurige Salsa zu kreieren. Auch der Profi war sofort Feuer und Flamme. Am 12. Juni 2024 trafen sich die beiden Freunde in der Küche seines Restaurants, um die erste Salsa mit Habanero-Chilischoten zu kochen. "Sie sollte scharf, aber essbar sein", so Grote. Gesagt - getan: Die Salsa war so lecker, dass es nicht beim privaten Genuss bleiben sollte. Das war die Geburtsstunde der Chilijungs, die ihre erste Charge entsprechend dem Datum „1206 Basic“ nannten.
Mit vollem Einsatz stürzten sich die Chilijungs ins neue Projekt. Die Salsa wurde ins Labor geschickt, Social-Media-Kanäle aufgesetzt, erste Kochvideos gedreht und neue Rezepte entwickelt.
Mehr als nur Sauce
Heute gehören drei Sorten zum Sortiment: Neben der „1206 Basic“ gibt es eine fruchtige „Mango-Habanero“ und die extra scharfe „Salsa de los Muertos“. Zweimal pro Woche drehen die beiden Buxtehuder neue Kochvideos, lachen, probieren und improvisieren. Ihre rund 3.600 Follower auf Instagram feiern mit – aus echter Freude am Tun. Die Salsa über den Einzelhandel zu vertreiben, ist für die Chilijungs keine Option. Die Qualität ihrer Zutaten sei mit den Margen im Ladenregal nicht vereinbar. „Wir gehen über den Geschmack, nicht über den Preis“, bringt es Kutz-Kromnow auf den Punkt.
Ob aus dem Projekt mehr wird, sei zweitrangig, sagt Grote. Es gehe um Lebensfreude, um Gemeinschaft, Genuss und ums Machen. Für einen Mann, der ohnehin schon in vielen Bereichen seiner Heimatstadt mit Herzblut wirkt, ist das nur eine weitere Facette seiner bunten Vita. Oder, wie man in der Küche sagen würde: ein weiteres Gewürz im Leben von Andre Grote.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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