So radeln Sie in die Stadt: Hansestadt Buxtehude erklärt die neue Radverkehrsführung am Ottensener Weg

Rainer Ratzke (li.), Leiter Straßen- und Tiefbau von der Hansestadt Buxtehude, und Ratsherr Ulrich 
Felgentreu warten auf der Aufstellfläche Höhe Torfweg darauf, dass die Ampel grün wird Fotos: wd
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  • Rainer Ratzke (li.), Leiter Straßen- und Tiefbau von der Hansestadt Buxtehude, und Ratsherr Ulrich
    Felgentreu warten auf der Aufstellfläche Höhe Torfweg darauf, dass die Ampel grün wird Fotos: wd
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Ein Miteinander von Rad- und Autofahrern auf der Straße, das soll das neue Radfahrkonzept in Buxtehude bringen. Nach und nach sollen die Hauptverkehrsadern Ottensener Weg, Harburger Straße und Konrad-Adenauer-Allee so gestaltet werden, dass sich Radfahrer auf der Straße sicher fühlen und von Autofahrern respektiert werden. Den Anfang hat die Hansestadt Buxtehude mit dem Ottensener Weg gemacht, der jetzt mit Schutzstreifen und Piktogrammen versehen ist, um sichtbar zu machen: Hier sollen Radfahrer auf der Straße fahren.
Vorweg: Rechtlich hat sich nichts geändert. "Nach wie vor dürfen Radfahrer, dort wo unter dem Schild ein Hinweis 'Radfahren frei' steht, auch den Fußweg nutzen", erklärt Erster Stadtrat Michael Nyveld beim Ortstermin für die Presse. Das ist im Ottensener Weg der Fall. Auf dem Fußweg haben jedoch Fußgänger Vorrang. Wer zügig voran kommen möchte, sollte auf der Straße fahren. Auch das war vorher schon der Fall, wird aber jetzt durch verschiedene bauliche Maßnahmen verdeutlicht.
Die Führung ist jedoch erklärungsbedürftig: Dort, wo der Ottensener Weg breit genug ist, so dass zwei entgegenkommende Autos aneinander vorbeifahren können, ohne auf den Schutzstreifen zu fahren, sind beide Seiten mit einem Streifen versehen. Dort, wo das nicht der Fall ist, gibt es nur auf der "Bergauf"-Seite einen Schutzstreifen, bergab zeigen Piktogramme, dass Fahrradfahrer auf die Straße gehören. Radfahrer, die in Richtung Stadt fahren, dürfen bei der Ampel in Höhe Torfweg rechts an den haltenden Autos vorbeifahren und vorne gut sichtbar im rot asphaltierten Aufstellbereich warten, bis die Ampel grün zeigt. Dann geht es entweder links ab oder geradeaus in Richtung Stadt weiter. Wer 200 Meter weiter links in den Stieglitzweg abbiegen möchte, wird vorher - durch rote Asphaltierung verdeutlicht - rechts auf den Fußweg geleitet, um dann an der Ampel gemeinsam mit den Fußgängern die Straße zu überqueren. Auch am Ende des Ottensener Wegs werden Linksabbieger zuvor rechts auf den Fußweg geleitet und fahren dann auf dem Radweg bis zur Rennbahn weiter, wo sie wieder auf die Straße geleitet werden. Damit die Autofahrer dort ihre Geschwindigkeit auf das vorgeschriebene Tempo 30 reduzieren, wurde eine weitere Aufpflasterung, ein "Berliner Kissen", angelegt. Am Ende der Rennbahn geht es dann auf dem Radweg weiter.
"Es wird sicherlich etwas dauern, bis sich Autofahrer und Radfahrer an das Miteinander gewöhnt haben", sagt Michael Nyveld. Ulrich Felgentreu, der sich als Ratsherr (Grüne) sehr für ein Radverkehrskonzept eingesetzt hat, sieht eine deutliche Verbesserung: "Es geht darum, Radfahrer als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer sichtbar zu machen", sagt er. "Ich bin den Ottensener Weg schon oft mit dem Rad entlang gefahren, werde jetzt von Autofahrern nicht mehr bedrängt und fühle mich deutlich sicherer."
• Liebe Leser, welche Erfahrungen machen Sie mit dem neuen Radwegekonzept? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrung an nicola.dultz-kluever@kreiszeitung.net

Rainer Ratzke (li.), Leiter Straßen- und Tiefbau von der Hansestadt Buxtehude, und Ratsherr Ulrich 
Felgentreu warten auf der Aufstellfläche Höhe Torfweg darauf, dass die Ampel grün wird Fotos: wd
An der Rennbahn werden Radfahrer wieder auf die Straße 
geleitet. Aber bitte gucken, ob die Straße frei ist!
Autor:

Nicola Dultz-Klüver aus Buxtehude

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