Buxtehuder Bahnhof
Nächster Meilenstein für städtebauliche Aufwertung erreicht
- Vorplanung: Ansicht und Schnitt
- Foto: BahnStadt GmbH
- hochgeladen von Nicola Dultz
Die Planungen für die umfassende Neugestaltung des Buxtehuder Bahnhofs schreiten weiter voran. Im Zentrum des Projekts steht der Bau eines unterirdischen Fahrradparkhauses unter dem Bahnhofsvorplatz – ein Vorhaben, das nicht nur die Verkehrsinfrastruktur verbessert, sondern auch als städtebauliche Chance für das gesamte Umfeld gewertet wird.
Variante S2 wird weiterverfolgt
Bereits im März 2025 hatte sich der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt- und Klimaschutz (ASUK) für die sogenannte Variante S2 ausgesprochen. Sie sieht unter anderem den Rückbau des alten Empfangs- und Servicegebäudes sowie die Errichtung eines neuen, barrierefreien Empfangsgebäudes vor. Herzstück ist die unterirdische Fahrradgarage mit rund 728 Stellplätzen, ergänzt durch 148 oberirdische Plätze für Kurzzeitparker. Auch ein direkter, ebenerdiger Zugang von der Brüningstraße zum Bahnsteigtunnel soll entstehen – ein „Durchstich“, der die Barrierefreiheit und Erreichbarkeit deutlich verbessern wird.
Fördermittel gesichert – nächste Planungsphase im Blick
Auf Grundlage einer bis Sommer 2025 erarbeiteten Vorplanung wurde ein Förderantrag bei der NBank eingereicht. Die NBank hat das Projekt inzwischen in das Bundesprogramm „Stadt und Land“ aufgenommen und eine Förderung in Höhe von 75 Prozent (ca. 7,4 Mio. Euro) in Aussicht gestellt. Die Gesamtkosten werden derzeit auf etwa 9,8 Millionen Euro geschätzt.
Die Förderzusage ist ein bedeutender Schritt, doch für die endgültige Bewilligung muss nun die Entwurfsplanung erstellt werden. Diese sogenannte Leistungsphase 3 wird von der Verwaltung empfohlen, um Planungssicherheit und eine belastbare Kostenberechnung zu erhalten. Die Politik unterstützt dies parteiübergreifend – mit dem Hinweis, bei Personalengpässen Unterstützung vom Landkreis Stade zu prüfen.
Ausblick und Herausforderungen
Sollte alles nach Plan verlaufen, könnte der Bau des Fahrradparkhauses im Jahr 2029 beginnen, die Fertigstellung ist für spätestens Ende 2030 vorgesehen. Wird dieser Zeitrahmen nicht eingehalten, könnten Fördermittel verloren gehen.
Parallel zur Fahrradgarage sind weitere Maßnahmen geplant, darunter die Neugestaltung der Giselbertstraße und des Bahnhofsumfelds sowie der Rückbau der alten Treppenanlagen. Auch oberirdische Fahrradstellplätze und eine neue Vorfahrt gehören zum Projektumfang.
Trotz der hohen Investitionskosten – ein Kritikpunkt insbesondere aus Reihen der CDU – betonen Verwaltung und Projektverantwortliche die langfristigen Vorteile: städtebauliche Qualität, bessere Erreichbarkeit und eine deutliche Aufwertung des Bahnhofs als Mobilitätsdrehscheibe. Roland Neumann von der BahnStadt GmbH erklärte, dass der Eigenanteil der Stadt bei Variante S2 trotz größerem Umfang ähnlich hoch sei wie bei der einfacheren Variante S1, die jedoch kaum Mehrwert biete.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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