Beim Vor-Ort-Termin in Revenahe sagten zwei CDU-Landtagsabgeordnete ihre Unterstützung zu
Revenaher Bürger kämpfen für den Kreisel

Vor-Ort-Termin mit den Landtagsabgeordneten: Helmut Dammann-Tamke (v. li.), Kai Seefried, Rolf Suhr, Sabine Bredehöft, Jörg Amling, Bernd Meinke und Ralf Meyn an der unfallträchtigen Kreuzung in Revenahe-Kammerbusch
  • Vor-Ort-Termin mit den Landtagsabgeordneten: Helmut Dammann-Tamke (v. li.), Kai Seefried, Rolf Suhr, Sabine Bredehöft, Jörg Amling, Bernd Meinke und Ralf Meyn an der unfallträchtigen Kreuzung in Revenahe-Kammerbusch
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Nachdem die Experten des Landkreises Stade den von den Einwohnern geforderten Kreiselbau in Revenahe-Kammerbusch (das WOCHENBLATT berichtete) abgelehnt haben, haben sich jetzt die beiden CDU-Landtagsabgeordneten Kai Seefried und Helmut Dammann-Tamke gemeinsam mit einigen Revenahern und Rolf Suhr, Bürgermeister von Sauensiek, ein Bild von der Lage gemacht.
Während der Landkreis argumentiert, dass Verkehrsaufkommen und Unfallzahlen einen Kreiselbau an der Kreuzung L127/K53 nicht rechtfertigen, wollen die Bürger aufgrund der schweren Unfälle nicht von ihrer Forderung abrücken. Mit einem Transparent "Müssen erst Menschen sterben" weisen sie auf die gefahrenträchtige Situation an der Kreuzung hin. "Wir waren in allen Haushalten und haben ohne Ausnahme positive Reaktionen bekommen", sagt Bernd Meinke, der mit Sabine Bredehöft, Ralf Meyn und Jörg Amling 277 Unterschriften für einen Kreisel gesammelt und dem Sauensieker Gemeinderat vorgelegt hatte.
Um auf Landesebene gute Argumente für einen Kreiselbau zu haben, der immerhin rund eine halbe Million Euro kosten würde, wollten Kai Seefried und Helmut Dammann-Tamke jetzt vor Ort die Besonderheiten ausmachen. Schon nach wenigen Minuten war offensichtlich, dass die Landesstraße von zahlreichen Fußgängern, darunter auch Kinder und Jugendliche, überquert wird und sich ein Großteil der Autofahrer weder an die Stoppschilder noch an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. "Hier muss etwas getan werden", war Helmut Dammann-Tamke daher auch sofort überzeugt. Hinzu kommt, dass sich in unmittelbarer Nähe der Kreuzung ein Kindergarten befindet und auch Schulkinder die Straße queren müssen, um zur Grundschule in Wiegersen bzw. zur Schulbushaltestelle zu kommen. Zudem gehen Politiker und Bürger davon aus, dass die Zahlen, die dem Landkreis vorliegen, veraltet sind. Sie wollen eine neue Verkehrszählung beantragen. Abgesehen davon, dass in den vergangenen fünf Jahren - so alt sind die Zahlen - allein durch die neuen Baugebiete in Harsefeld der Verkehr zugenommen hat, werden zukünftig auch mehr Radfahrer unterwegs sein: Der geplante Radweg nach Harsefeld-Griemshorst, der noch dieses Jahr gebaut werden soll, und ein weiterer in Richtung Ahlerstedt, werden die Kreuzung ebenfalls queren.
Fazit: Die beiden Landtagsabgeordneten wollen den Kreiselbau unterstützen. Ein Brief an den niedersächsischen Verkehrsminister Bernd Altusmann (CDU) sei bereits geschrieben, eine Antwort stehe jedoch noch aus. Außerdem wird Rolf Suhr als Vorsitzender die Mitglieder des Bau- und Wegeausschusses des Landkreises Stade einladen, sich ebenfalls vor Ort ein Bild von der Lage zu machen.

Autor:

Nicola Dultz-Klüver aus Buxtehude

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