Dr. Carsten Linnemann begeisterte die Gäste beim Jahresempfang der MIT im Autohaus STADAC
Eine klare Haltung zeigen

Die Redner beim MIT-Jahresempfang (v.li.): Oliver Grundmann, Gerhard Hoffmann, Dr. Carsten
Linnemann und Helmut Dammann-Tamke
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  • Die Redner beim MIT-Jahresempfang (v.li.): Oliver Grundmann, Gerhard Hoffmann, Dr. Carsten
    Linnemann und Helmut Dammann-Tamke
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"Ein guter Abend für die Demokratie", nannte Martin Leuchtenberger, der mit seinen Eltern Werner und Christiane Leuchtenberger Gastgeber für den Neujahrsempfang der MIT Stade war, die Veranstaltung, die zum 13. Mal in seinem Unternehmen stattfand. Rund 150 MIT-Mitglieder und geladene Gäste waren in das stimmungsvoll beleuchtete Autohaus STADAC gekommen, um zu netzwerken, den Cateringservice von Hein und Lars Höft zu genießen, gemeinsam auf das Jahr 2019 zurückzuschauen und sich über die neuen Herausforderungen in 2020 austzutauschen. Und auch, um den Bundesvorsitzenden der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU/CSU, Dr. Carsten Linnemann, zu hören, der bereits zum zweiten Mal am MIT-Jahresempfang in Buxtehude teilnahm.
Nach der Begrüßung durch Gerhard Hoffmann, dem Vorsitzenden der MIT Stade, den Reden von Helmut Dammann-Tamke zur Situation der Landwirte und Oliver Grundmann zur Digitalisierung und energiepolitischen Herausforderungen, trat Carsten Linnemann ans Rednerpult und legte den Fokus neben den inhaltlichen Themen im Jahr 2020 auf drei wesentliche Aspekte: Entscheidend für die Zukunft der CDU sei es, eine klare Sprache zu sprechen, eine Überzeugung zu entwickeln und zu vertreten sowie eine klare Position zu beziehen. Denn es sei unabdingbar, sich klar von anderen Parteien abzugrenzen. "Wir müssen ein Wahlprogramm schreiben, das zu 100 Prozent auf die Union zugeschnitten ist", so der MIT-Bundesvorsitzende, der eine Zusammenarbeit mit den Linken nicht nur in Thüringen kategorisch ablehnt. "Und erst danach sollten wir Kanzlerfragen beantworten." Bisher habe die CDU die Abgrenzung zu den anderen Parteien "verpennt". Das einzige Argument, die CDU zu wählen, sei die Kanzlerin Angela Merkel gewesen.
Inhaltlich, dafür ist der CDU-Politiker bekannt und so wurde er auch an diesem Abend von Gerhard Hoffmann angekündigt, spricht Carsten Linnemann durchaus klare Worte. "Die MIT ist die Stimme der sozialen Marktwirtschaft, die sich auch mit Überzeugungen äußert, die Unternehmern wehtun." Unter anderem fordert er, eine Versicherungspflicht für Selbstständige einzuführen, um zu verhindern, dass diese im Alter zum Sozialfall werden. "Genau das ist nämlich nicht sozial", so Linnemann. Für 2020 sieht er fünf große Herausfordungen, die es zu bewältigen gilt: Die Energiewende, denn die Versorgungssicherheit und erschwingliche Strompreise seien laut Linnemann nicht gesichert, wenn sich Deutschland von Kernkraft und Kohle verabschiedet. Das hatte zuvor auch Oliver Grundmann in seiner Rede angesprochen und unter anderem den geplanten LNG-Terminal im Landkreis Stade thematisiert.
Eine weitere Herausforderung sei die Eurokrise, weil die Debatte der EZB über ein Inflationsziel von zwei Prozent "Gift für Deutschland" sei und der Zins seinen Zweck nicht mehr erfülle. Und auch die Flüchtlingskrise sei noch nicht gelöst in Hinblick auf Migration und Integration der Flüchtlinge sowie deren Akzeptanz des deutschen Rechtsstaates.
Weitere Themen, die es zu bewältigen gilt, sind nach Linnemann das Wirtschaftswachstum, das in 2020 nur noch mit einem Prozent prognostiziert wird, und die zunehmende Polarisierung in Deutschland, die sich unter anderem durch den Erfolg der AfD zeige.
Bevor jedoch Veränderungen per Gesetz für ganz Deutschland festgelegt werden, wie zum Beispiel Digitalisieriungsprozesse oder eine Modifikation des Arbeitszeitgesetzes, schlägt Linnemann vor, diese erst einmal in einer Stadt zu testen und dann gegebenfalls später auszurollen. Die MIT-Mitglieder scheint Dr. Carsten Linnemann schon auf seiner Seite zu haben. Sie gaben ihrer Begeisterung Ausdruck mit einem minutenlangen Applaus. Der Frust der Landwirte (wd). Mit dem Thema Landwirtschaft und der Bewegung Land schafft Verbindung wurde der Neujahrsempfang der MIT eröffnet: Als erster Redner des Abends trat nach der Begrüßung durch Gerhard Hoffmann Helmut Dammann-Tamke ans Rednerpult. "Bemerkenswert", aber doch nicht unberechtigt, wie der CDU-Landtagsabgeordnete feststellte, denn die Ernährungswirtschaft sei nach der Automobilindustrie der zweitwichtigste Wirtschaftszweig in Deutschland.
Und obwohl in Deutschland nicht nur jeder satt werde - das nämlich sei die ursprüngliche Aufgabe der Landwirtschaft -, sondern auch die Sicherheit in puncto Lebensmittelqualität so hoch wie noch nie sei, werde genau das Gegenteil verbreitet.
Die Landwirte seien durch die zunehmenden Anforderungen (z.B. Bürokratie, Tierschutz und Klimawandel) überfordert, fühlen sich alleine gelassen und verlieren laut Dammann-Tamke das Vertrauen in den Staat. Daher laute eine Forderung in ihrer Bewegung Land schafft Verbindung "Redet mit uns!" Denn die Verbraucher, so Dammann-Tamke, stellten zwar hohe Forderungen, seien aber nicht bereit, zu bezahlen. Die Entscheidung zum Kauf erfolge immer über den Preis und solange der Verbraucher im Laden nach dem günstigsten Produkt greife, werde sich nichts ändern.

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