Buchpräsentation im Freilichtmuseum am Kiekeberg
Leben in der Nachkriegszeit

Die Autoren stellen im Freilichtmuseum ihre Bücher zur Nachkriegszeit im 
Landkreis Harburg vor
2Bilder
  • Die Autoren stellen im Freilichtmuseum ihre Bücher zur Nachkriegszeit im
    Landkreis Harburg vor
  • Foto: FLMK
  • hochgeladen von Anke Settekorn

as. Ehestorf. In der Nachkriegszeit haben Tausende Flüchtlinge und Vertriebene im Landkreis Harburg eine neue Heimat gefunden. Enorme Herausforderungen wie Wohnungsnot und Hunger prägten die erste Zeit. Jetzt stellen die Autoren Corinna Löhning und Arndt-Hinrich Ernst am Sonntag, dem 20. Oktober, zwei neue Bücher vor:

• „Ja, damals war man erfinderisch! Wohnverhältnisse und Lebensbedingungen im Landkreis Harburg zwischen 1943 und 1955“ von Corinna Löhning (ISBN 978-3-935096-60-7) zeigt auf 112 Seiten, mit welchen Strategien die Menschen in der Not privat zu Wohnraum kamen. Denn damalige Behelfsheimprogramme, Barackenbau und Zwangswohnraumbewirtschaftung waren unzureichende Provisorien. Für ihr Buch führte die Autorin Interviews mit Zeitzeugen, die Besitz und Heimat verloren hatten. Sie veranschaulicht dabei, wie die hinzugezogene und eingesessene Bevölkerung miteinander umging.

• „Neue Heimat Landkreis Harburg. Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen 1945-1955“ von Arndt-Hinrich Ernst stellt auf 134 Seiten die Spannungen und Erfolge im Zusammenleben der Menschen anhand erstmals ausgewerteter Quellen dar (ISBN 978-3-935096-66-9). Ernst erklärt, wie sich lokalpolitische Maßnahmen und Personen auf das Gelingen der Integration auswirkten. Der Landkreis nahm ab 1939 viele Flüchtlinge und Vertriebene auf. In zehn Jahren hatte sich die Bevölkerung auf rund 124.400 Menschen verdoppelt. Das brachte bei der mangelhaften Versorgung große Schwierigkeiten mit sich.

Die Buchpräsentation mit moderierter Gesprächsrunde im Freilichtmuseum am Kiekeberg (Am Kiekeberg 1) in Ehestorf beginnt um 13 Uhr und dauert etwa eine Stunde. Gast ist neben den Autoren auch Editha Westmann, Niedersächsische Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler. Museumsdirektor Stefan Zimmermann moderiert die Veranstaltung gemeinsam mit Alexander Eggert, Abteilungsleiter Volkskunde im Freilichtmuseum. Für Interessierte gibt es vorher um 11 Uhr die Gelegenheit zu einer Führung über die Baustelle „Königsberger Straße“. Der Museumseintritt kostet 9 Euro.
Die Publikationen sind zum Preis von je 17,90 Euro im Museumsladen erhältlich.

Die Autoren stellen im Freilichtmuseum ihre Bücher zur Nachkriegszeit im 
Landkreis Harburg vor

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.