Nächtliches Feuerdrama in Marxen

Der Morgen danach: Der Dachstuhl des Hauses ist teilweise eingestürzt. Rund um die Fenster der Wohnung der Vermissten sieht man, wie die Flammen gewütet haben   Foto: thl
  • Der Morgen danach: Der Dachstuhl des Hauses ist teilweise eingestürzt. Rund um die Fenster der Wohnung der Vermissten sieht man, wie die Flammen gewütet haben Foto: thl
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Mehrfamilienhaus ausgebrannt / Bewohnerin (75) starb höchstwahrscheinlich in den Flammen

thl. Marxen. Tragisches Unglück gut eine Woche vor dem Weihnachtsfest. In der Nacht zu Dienstag brannte in Marxen der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses komplett aus. Während drei Bewohner bei Nachbarn und in einer Notallunterkunft unterkamen, wurde bei Redaktionsschluss eine Bewohnerin (75) noch vermisst. "Die Wahrscheinlichkeit, dass die Dame in ihrer Wohnung ums Leben kam, ist groß, aber noch nicht bestätigt", hieß es vor Ort.
Gegen 2.45 Uhr entdeckte ein Zeitungsbote, der zufällig an dem Gebäude in der Straße An der Bahn vorbeikam, die Flammen und weckte die Bewohner. Als Minuten später rund 100 Feuerwehrkräfte aus elf Ortswehren eintrafen, schlugen meterhohe Flammen aus dem Dachstuhl. Stundenlang kämpften die Retter gegen die Feuerwand. Am Ende doch vergeblich - der Dachstuhl des zweistöckigen Hauses stürzte ein, den Rest "besorgten" die Tausende Liter an Löschwasser, die die Feuerwehr ins Gebäude pumpte. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den Vormittag hin.
Das Haus ist akut einsturzgefährdet und nicht mehr bewohnbar. Nach ersten Erkenntnissen ist der Brand in oder über der Wohnung der Vermissten ausgebrochen. Wann die Ermittler das Haus zur Suche nach der 75-Jährigen und zur Findung der Brandursache betreten können, ist noch völlig unklar. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf rund 200.000 Euro.
• Unter www.kreiszeitung-wochenblatt.de berichten wir, wenn es neue Erkenntnisse zur Vermissten gibt.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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