Abschied vom "Wohnzimmer"

Ein Bild aus dem Sommer - noch mit Schild. "Wohnzimmer"-Initiator Hermann Krekeler (re.) begrüßt die ersten Gäste
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Hanstedter Bürgertreffpunkt musste letzte Woche schließen / Keine Spur vom Leuchtschild.

mum. Hanstedt. Eine böse Überraschung erlebten jetzt die Betreiber des beliebten Bürgertreffs "Wohnzimmer" in Hanstedt. Unbekannte haben das Leuchtschild über dem Eingang gestohlen. Und es kommt noch schlimmer: Der beliebte Treffpunkt muss schließen - vorerst.
Wie berichtet, hatte die Gemeinde das leerstehende Ladenlokal mitten im Dorf gemietet und der Initiative "Internationales Café" zur Verfügung gestellt. Weitere Unterstützung gab es unter anderem von der Bürgerstiftung Hanstedt, dem Roten Kreuzes und der St.-Jakobi-Stiftung. Die Eröffnung fand im April vergangenen Jahres statt. "Von Anfang an war allen Beteiligten klar, dass dies nur eine Zwischenlösung ist", so Hermann Krekeler, einer der Initiatoren. Der Inhaber habe die Immobilie nur so lange zur Verfügung gestellt, bis er einen "echten" Mieter gefunden hat. "Etwas plötzlich, wenn auch nicht ganz unerwartet, ist dieser Fall jetzt eingetreten", so Krekeler. "Zum 30. März, so hieß es aus dem Rathaus, muss das Wohnzimmer geräumt sein." Dem Eigentümer machen die "Wohnzimmer"-Initiatoren keinen Vorwurf. Immerhin habe er bis Dezember nur die Nebenkosten verlangt (300 Euro). Ab Januar wurde zuzüglich eine symbolische Miete in Höhe von ebenfalls 300 Euro fällig. "Dafür haben wir zugestimmt, dass wir die Räumlichkeiten sofort verlassen, wenn ein Mieter gefunden wird. Das ist jetzt der Fall", sagt Krekeler.
Schweren Herzens haben am Mittwoch alle angepackt und nach einem lebhaften internationalen Abschiedsfest Kisten gefüllt und Möbel geschleppt, um das lieb gewonnene Wohnzimmer dem künftigen Mieter besenrein zu hinterlassen.
Bei dem Treffen wurde selbstverständlich intensiv über die Zukunft des Treffpunkts an anderer Stelle diskutiert. "Uns ist klar, dass es leider nicht nahtlos weitergehen wird", sagt Krekeler. "Einen solch idealen und zentralen Standort, wie ihn das 'Wohnzimmer' geboten hat, findet man man nicht über Nacht." Zwar habe die Gemeinde zugesagt - und auch Gelder bewilligt -, dass das Bürgercafé künftig im "Küsterhaus" ein neues Zuhause finden kann. Nur besteht aus Sicht der Initiatoren "leider noch erheblicher Abstimmungsbedarf mit den bisherigen etablierten Nutzern des sogenannten Kaminzimmers im Küsterhaus". Unter anderem wird das Haus vom Kulturverein "Romantischer Kreis", vom "SeniorenMittagstisch" und für private Feiern genutzt. Gespräche seien mit allen Beteiligen für die nächsten Tagen geplant. "Wir hoffen auf eine gute Lösung", so Krekeler.

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Das Schild ist weg: Marlen Koopman und Baz Tryki können es kaum glauben

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