Verstärkung für Team der Zootierpflege
Wildpark Lüneburger Heide ist attraktiver Ausbildungsbetrieb

Tiffany Schermer (li.) und Aliya Mittmann genießen nach ihrer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung die schönen Seiten des Tierpfleger-Be�rufs und kuscheln mit ihren Lieblingstieren | Foto: Wildpark/Thomas Ix
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  • Tiffany Schermer (li.) und Aliya Mittmann genießen nach ihrer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung die schönen Seiten des Tierpfleger-Berufs und kuscheln mit ihren Lieblingstieren
  • Foto: Wildpark/Thomas Ix
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Der Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf freut sich über gleich doppelten Nachwuchs aus den eigenen Reihen: Aliya Chayenne Mittmann (21) und Tiffany „Tiffy“ Schermer (30) haben jetzt ihre Ausbildung zur Zootierpflegerin erfolgreich abgeschlossen und wurden ins Team der Zootierpflege übernommen. Anlässlich des Ausbildungsabschlusses gratulierte Wildpark-Geschäftsführer Alexander Tietz den Absolventinnen persönlich und überreichte ihnen als Anerkennung für ihre Leistungen liebevoll zusammengestellte Präsentkörbe.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass beide ihre Ausbildung mit guten Leistungen abgeschlossen haben. Aliya und Tiffy haben in den vergangenen Jahren gezeigt, wie engagiert, zuverlässig und verantwortungsbewusst sie arbeiten. Sie sind längst fester Bestandteil unseres Teams geworden. Deshalb war für uns schnell klar, dass wir beide übernehmen möchten“, sagte Alexander Tietz. Auch für ihn ist die Übernahme der beiden Nachwuchskräfte ein wichtiges Signal: „Beide hatten den Wunsch, nach ihrer Ausbildung im Wildpark zu bleiben. Das freut uns ganz besonders, denn es zeigt, dass wir als Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber ein Umfeld schaffen, in dem sich unsere Mitarbeitenden wohlfühlen und langfristig gerne arbeiten.“

Nach ihrer erfolgreichen Ausbildung wechseln beide Tierpflegerinnen nun fest in die Bereiche, die sie bereits während ihrer Lehrzeit intensiv kennengelernt haben. Aliya Mittmann wird künftig im Vogelrevier tätig sein, zu dem auch der beliebte Hühnerhof gehört. Tiffany Schermer verstärkt das Raubtierrevier.

Vom Traum der Tiermedizin zur Berufung in der Tierpflege

Für Aliya  Mittmann war der Weg in die Tierpflege ursprünglich als Zwischenstation gedacht. Nach dem Abitur wollte sie Tiermedizin studieren, erreichte zunächst jedoch nicht den erforderlichen Numerus Clausus. Die Ausbildung zur Zootierpflegerin sollte ihr zusätzliche Qualifikationen verschaffen und den Weg ins Studium ebnen. Doch während ihrer Ausbildungszeit änderten sich ihre Pläne. „Ich bin derzeit glücklich mit allem, so wie es ist. Ich fühle mich im Wildpark und im Team wohl und brauche keine Veränderung“, sagt sie.

Privat lebt Aliya auf einem Hof unweit des Wildparks, auf dem sie gemeinsam mit ihren Mitbewohnern zahlreiche Tiere versorgt – darunter Pferde, Katzen, Hunde, Hühner, Enten und Meerschweinchen. Kein Wunder also, dass ihre besondere Leidenschaft den Vögeln gilt. „Meine Lieblingstiere sind Hühner und Tauben. Besonders schön ist jedes Jahr die Aufzucht der Küken. Im Wildpark haben wir viele verschiedene Hühnerrassen und im Brutkasten wartet fast jeden Tag eine neue Überraschung.“

Dass die Arbeit als Tierpflegerin häufig romantisiert wird, sieht sie mit einem Schmunzeln. „Viele denken, Tierpflege bedeutet hauptsächlich Kuscheln und Streicheln. Tatsächlich besteht unser Alltag aber aus viel harter Arbeit. Tiere müssen versorgt werden, Gehege gereinigt, gepflegt und gebaut werden. Tiere kennen weder Weihnachten noch Silvester oder Wochenenden. Feierabend ist erst dann, wenn alle Tiere versorgt sind. Dafür braucht man Leidenschaft, Eigeninitiative und ein großes Verantwortungsbewusstsein. Am Ende des Tages muss man mit gutem Gewissen ins Bett gehen können und wissen, dass man alles getan hat, damit es den Tieren gut geht.“

Den Traum vom Arbeiten mit Tieren verwirklicht

Auch Tiffany Schermer hat ihren beruflichen Weg bewusst neu ausgerichtet. Nach dem Abitur absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Industrieanlagen-Mechatronikerin und arbeitete anschließend fünf Jahre in diesem Beruf. „Der Job hat zwar auch Spaß gemacht, aber ich habe gemerkt, dass ich doch lieber meinen Traum leben und etwas mit Tieren machen wollte.“

Die Liebe zu Tieren begleitet sie schon seit ihrer Kindheit. Gemeinsam mit ihren Eltern verbrachte sie viele Urlaube auf einem Bauernhof im Allgäu. „Wenn ich die Wahl hatte, wandern zu gehen oder beim Ausmisten des Kuhstalls zu helfen, war die Entscheidung einfach. Ich habe lieber den ganzen Tag auf dem Hof gearbeitet. Das hat einfach Spaß gemacht.“

Heute lebt sie mit ihrem Freund und neun mongolischen Wüstenrennmäusen in Hamburg. Im Wildpark arbeitet sie künftig im Raubtierrevier. Auch ihre Lieblingstiere sind Hühner. Im Arbeitsalltag haben es ihr jedoch vor allem zwei andere Tierarten angetan. „Unsere Frettchen mag ich besonders, weil sie so frech sind und man sie auch einmal auf den Arm nehmen und mit ihnen kuscheln kann. Und unsere Schwarzbären faszinieren mich ebenfalls. Trotz ihrer imposanten Größe sind sie sehr freundlich und verspielt. Das mag ich sehr.“

Von ihrer ersten Ausbildung profitiert sie auch heute noch. „Viele handwerkliche Arbeiten gehören ebenfalls zur Tierpflege. Da kann ich vieles aus meinem früheren Beruf gut einsetzen.“ Besonders schätzt Tiffany das Arbeitsklima im Wildpark. „Wir haben ein wunderbares Team. Der Umgang miteinander ist familiär, wertschätzend und jeder unterstützt den anderen. Das macht die Arbeit jeden Tag besonders.“ Weitere Ausbildungspläne hat sie derzeit nicht. „Zwei Ausbildungen reichen erst einmal“, sagt sie lachend. „Ich fühle mich hier sehr wohl. Ich genieße es, das ganze Jahr draußen in der Natur zu arbeiten. Die Ruhe hier ist ein schöner Ausgleich zur Hektik der Großstadt. Vielleicht ziehe ich in naher Zukunft sogar aufs Land – gerne etwas näher an den Wildpark.“

Für Geschäftsführer Alexander Tietz sind solche Aussagen die schönste Bestätigung für die eigene Ausbildungsarbeit. „Gut ausgebildete und motivierte Tierpflegerinnen und Tierpfleger sind für einen modernen zoologischen Betrieb unverzichtbar. Deshalb investieren wir viel Zeit und Herzblut in die Ausbildung unseres Nachwuchses. Umso schöner ist es, wenn junge Menschen sich bewusst dafür entscheiden, ihren weiteren beruflichen Weg gemeinsam mit uns zu gehen.“

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Tiffany Schermer (li.) und Aliya Mittmann genießen nach ihrer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung die schönen Seiten des Tierpfleger-Be�rufs und kuscheln mit ihren Lieblingstieren | Foto: Wildpark/Thomas Ix
Wildpark-Geschäftsführer Alexander Tietz (v. re.) gratulierte Aliya Chayenne Mittmann und Tiffany Schermer zur erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung. Tierpflege-Leiter Dennis Kissling freut sich über die Verstärkung im Team | Foto: Wildpark/Thomas Ix
Redakteur:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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