Dringender Fall für den Schrubber
Imageschädigend: Schmuddel-Schilder im Harsefelder Klosterpark
- Der Harsefelder Klosterpark ist ein kleines Idyll - wenn da nicht die Schmuddel-Schilder wären
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Harsefeld wird oft als die Perle der Geest bezeichnet. Ein besonderes Schmuckstück des Ortes ist der Klosterpark mit seinen Teichen, dem historischen Amtshof, dem kleinen, aber feinen Museum und den altehrwürdigen Ruinen des Benediktinerklosters. Nur ein kleines Detail stört das Idyll: die Schilder. Oder besser gesagt: der Dreck auf den Schildern.
- Dieses Schmutz-Schild begrüßt die Besucher an einem der Klosterpark-Eingänge
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Bei einem kleinen Spaziergang durch den Klosterpark verspürte der Flaneur kürzlich weniger das erhabene Gefühl, auf historischem Grund und Boden zu wandeln, vielmehr überkam ihn der Ekel: Eine Patina aus Dreck und schmierigem Grünbelag überzieht die meisten Hinweistafeln. Wer etwas über die Harsefelder Grafen und das Klosterareal erfahren möchte, muss nicht nur geschichtliches Interesse zeigen, sondern benötigt idealerweise auch ein Feuchttuch, um die Infotexte lesbarer zu machen.
- Beutel für den Hundekot sind hier Fehlanzeige
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Da helfen auch die akkurat gemähten Rasenflächen und gepflegten Beete wenig. Wenn ausgerechnet die Infotafeln im Klosterpark aussehen wie auf einem schmuddeligen Schrottplatz, dann ist das nicht gerade imagefördernd für einen Ort, der sich ein eigenes "Stadtmarketing" gönnt. Man stelle sich vor: Da kommt ein auswärtiger Gast, möchte sich ehrfürchtig die Relikte der wechselvollen Harsefelder Geschichte anschauen – und muss sich dann über grüne, moosige Schilder ärgern. Wenn, dann erzählen diese Schilder vor allem eine Geschichte: nämlich die von biologischer Verwitterung. Gerade im Klosterpark, wo die verschiedensten Veranstaltungen Besucher aus nah und fern anlocken, sollte die Beschilderung doch einigermaßen akkurat aussehen.
- Kleine Collage aus verdreckten Infotafeln
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Was also tun? Die beim Rundgang geknipsten Fotos zeigen jedenfalls: Hier wäre es höchste Zeit für einen verspäteten Frühjahrsputz. Es muss ja nicht gleich die Denkmalpflege anrücken, vielleicht könnte die Harsefelder Bürgermeisterin Susanne de Bruijn das Problem lösen, sozusagen auf dem kurzen Dienstweg. Schließlich ist sie nicht nur politisches Oberhaupt des Geestfleckens, sondern auch Vorsitzende des örtlichen Kloster- und Heimatvereins – und damit quasi Hausherrin des Museums im Klosterpark.
- Auch die Laternenmasten benötigen dringend eine Reinigung
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De Bruijn ist doch immer stets präsent, wenn irgendwo ein Band durchtrennt wird oder ein symbolischer Spatenstich erfolgt. Wie wäre es also mit einem ganz neuen PR-Motiv? Die Bürgermeisterin beim Reinemachen! Bewaffnet mit Eimer, Schrubber und einem Lächeln in die Kamera – das wäre doch mal bürgernah. Vielleicht stellt man ihr sogar eine Gästeführerin zur Seite – zum gemeinsamen Schilderschrubben im Teamwork.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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