Mehr als zwei Promille: Ermittlungen in Harsefeld
Mit Krankenfahrstuhl und Anscheinswaffe unterwegs
- Der Mann fuhr mit seinem Mobilitätsscooter, einem elektrisch betriebenen Krankenfahrstuhl
- Foto: manassanant/ Adobe Stock
- hochgeladen von Stefanie Schimanski
Gleich mehrere Verstöße haben am Freitagabend, 20. Juni, in Harsefeld einen Polizeieinsatz nach sich gezogen. Beamte stellten bei einem Mann nicht nur eine täuschend echt wirkende Waffe fest, sondern auch einen erheblichen Alkoholisierungsgrad.
Gegen 23 Uhr wurde die Polizei in die Mittelstraße gerufen. Auf dem Parkplatz der dortigen Verbrauchermärkte sollte ein Mann alkoholisiert mit einem elektrischen Krankenfahrstuhl unterwegs sein und zudem eine Waffe bei sich haben. Eine Streifenbesatzung aus Buxtehude traf den 58-jährigen Harsefelder wenig später an und sprach ihn auf die Vorwürfe an.
Der Mann bestritt zunächst, eine Waffe mitzuführen, erklärte sich jedoch mit einer Kontrolle seines Mobilitätsscooters einverstanden. Dabei entdeckten die Einsatzkräfte in einem Fach unter dem Sitz eine Soft-Air-Waffe. Nach Angaben der Polizei vermittelte der Gegenstand aufgrund seines Erscheinungsbildes den Eindruck einer echten Schusswaffe.
Da die Anscheinswaffe griffbereit in einem unverschlossenen Fach transportiert wurde, leiteten die Beamten ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Waffengesetz ein. Mit Zustimmung des 58-Jährigen wird die Soft-Air-Waffe vernichtet.
Bei der weiteren Überprüfung stellten die Polizisten zudem eine Atemalkoholkonzentration von mehr als zwei Promille fest. Daraufhin wurde eine Blutprobe angeordnet und die Weiterfahrt mit dem Krankenfahrstuhl untersagt. Gegen den Mann wird nun wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr ermittelt.
Redakteur:Stefanie Schimanski aus Buxtehude |
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