Parkplatz erinnert an Unternehmer-Persönlichkeit

Der "Friedrich-Tobaben-Platz" in der Harsefelder Ortsmitte. Links die große Firmenhalle des Autohauses Tobaben. Im Erdgeschoss befand sich die Landmaschinen-Werkstatt
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  • Der "Friedrich-Tobaben-Platz" in der Harsefelder Ortsmitte. Links die große Firmenhalle des Autohauses Tobaben. Im Erdgeschoss befand sich die Landmaschinen-Werkstatt
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jd. Harsefeld. Stellfläche in der Harsefelder Ortsmitte wird nach dem Auto- und Landmaschinenhändler Friedrich Tobaben benannt.

Die meisten Harsefelder nannten ihn schlicht und einfach "Rewe-Parkplatz": Der größte Platz im Geestflecken hatte bislang keinen Namen. Das ändert sich nun: Künftig wird die Fläche, um die sich das Autohaus Tobaben, ein Rewe-Markt, die Bäckerei Hillert sowie das Modehaus Blues gruppieren, die Bezeichnung "Friedrich-Tobaben-Platz" tragen.

Der Harsefelder Rat hatte den Namen, der an den Harsefelder Unternehmer erinnern soll, kürzlich einstimmig abgesegnet. "Der Platz ist lange eng mit dem unternehmerischen Wirken von Friedrich Tobaben verknüpft gewesen", begründet Harsefelds Gemeindedirektor Rainer Schlichtmann die Namenswahl.

Die Idee, dem Platz einen Namen zu geben, kam vor drei Jahren auf. Damals wurde das Areal, das zuvor den spröden Charme eines tristen Hinterhofs versprühte, mit Geldern aus der Städtebauförderung optisch auf Vordermann gebracht. Hässliche Schuppen verschwanden und das zuvor stark verwinkelte Gelände erhielt ein einheitliches Höhenniveau. Außerdem entstanden zwei ansprechend gestaltete Neubauten.

Der Namensgeber des Platzes gehört zu den bekanntesten Persönlichkeiten des Ortes: Friedrich Tobaben ist der Begründer des gleichnamigen Autohauses, das mittlerweile von der Familie Busse geführt wird und über vier Standorte in der Süderelbe-Region verfügt. Der Maschinenbau-Ingenieur hatte nach dem Krieg die elterliche Hofstelle in Harsefeld übernommen. Mit dem Vertrieb von Treckern der britischen Marke Massey-Ferguson stieg er kurz darauf in den Landmaschinen-Handel ein.

Im Jahr 1956 kam ein weiteres Standbein hinzu: Die Firma Tobaben wurde Ford-Vertragshändler. Die große Werkstatthalle, die das Gesicht des Platzes noch heute weitgehend prägt, entstand 1965 - nachdem ein Brand das alte Hofgebäude in Schutt und Asche gelegt hatte. Dort, wo sich heute der Parkplatz befindet, erstreckten sich damals noch Wiesen. Später wurde das Gelände als Ausstellungsfläche für landwirtschaftliche Geräte genutzt.

Gänzlich verschwunden ist hingegen die Aral-Tankstelle, die Friedrich Tobaben an der Buxtehuder Straße betrieb - ebenso wie das benachbarte Gebäude der ehemaligen Molkerei, in dem "Ford-Tobaben" die Neuwagen ausstellte. An dieser Stelle befindet sich heute die Parkplatz-Einfahrt, die vom Kreisel am Hotel Meyer abzweigt.

Die Namenswahl ist nicht nur aus historischen Gründen gerechtfertigt. Durch die Benennung des Platzes wird indirekt auch ein besonderer Einsatz für das Allgemeinwohl gewürdigt: Friedrich Tobabens Witwe Margret gründete im vergangenen Jahr eine Stiftung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, im Ort gemeinnützige Projekte aus den verschiedensten Bereichen zu fördern.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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