Wohin mit der Rettungswache? Diskussion um neuen Standort im Stader Südkreis

Sie wissen noch nicht, wo sie künftig stationiert werden: Mitarbeiter der Bargstedter Rettungswach bei einer Schau-Übung mit der Feuerwehr   Foto: jd
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Die ins Gespräch gebrachte Verlegung nach Harsefeld rief nicht nur die Bargstedter auf den Plan: Auch in der Samtgemeinde Fredenbeck befürchtete man längere Anfahrtzeiten bei Notfällen, wenn die Krankenwagen in Harsefeld stationiert werden. Bürgermeister Thomas Wiebusch hatte sich in direkten Gesprächen mit dem Landkreis für eine Lösung in seiner Gemeinde eingesetzt. Dabei ist wohl unstrittig, dass ein neuer Standort gefunden werden muss: Die Kreisverwaltung hatte für den aktualisierten Rettungsdienstbedarfsplan ein Standortgutachten in Auftrag gegeben. Die Experten empfahlen darin, die jetzige Bargstedter Rettungswache aufzugeben.

Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen ist vorgesehen, ab dem 1. Januar 2018 auch den zweiten Bargstedter Rettungswagen für einen 24-Stunden-Betrieb bereitzustellen. Bislang fährt ein Wagen rund um die Uhr und der andere ist von 7 bis 23 Uhr im Einsatz. Wenn künftig beide Wagen rund um die Uhr in Bereitschaft sind, reichen aber aber die Kapazitäten vor Ort nicht aus: Es fehlen vor allem die erforderlichen Ruheräume für die Rettungswagen-Besatzungen.

Zum anderen halten die Gutachter den jetzigen Standort für nicht optimal: Einige mögliche Einsatzziele im südlichen Landkreis, die durch die Bargstedter Rettungswagen abgedeckt werden sollen, können nicht in der vorgegebenen Eintreffzeit von 15 Minuten erreicht werden. Zu den betroffenen Orten zählen unter anderem Wiegersen und Sauensiek.

"Mit einer Verschiebung des Standortes in Richtung Harsefeld wäre auch dieses Problem gleich mit gelöst", erläutert Streitz. Je näher man an den Geestflecken heranrücke, umso schneller könnten die Rettungswagen auch Einsatzorte in der Gemeinde Sauensiek erreichen. Ins Gespräch gebracht wurde bereits der Bargstedter Ortsteil Ohrensen. Dann könnte tatsächlich ein Standort unmittelbar vor den Toren Harsefelds ins Auge gefasst werden. Schließlich erstreckt sich Ohrensen bis zur Harsefelder Auebrücke.

Streitz betont, dass eine Verschiebung der Rettungswache in Richtung Harsefeld keine Verschlechterung für die Fredenbecker mit sich bringen würde: Die Samtgemeinde Fredenbeck sei mehrfach abgedeckt, weil deren Gebiet auch von anderen Rettungswachen in der vorgeschrieben Eintreffzeit erreicht werden könnten.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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