Straßensanierung nach zehn Monaten beendet
Ab Freitag freie Fahrt auf der L124 von Ahlerstedt nach Hollenbeck
- Die L124 bei Hollenbeck: Die Absperrungen werden in Kürze entfernt
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Das Warten auf das Ende der Sanierungsarbeiten an der Landesstraße 124 zwischen Ahlerstedt und Hollenbeck hat noch diese Woche ein Ende: Die L124 ist ab Freitag, 6. Juni, wieder uneingeschränkt befahrbar. Die Arbeiten haben im August 2024 begonnen. Auf einer Strecke von rund 2,6 Kilometern wurde nicht nur die Fahrbahn umfassend erneuert, sondern auch der begleitende Radweg saniert. Die Kosten für die Baumaßnahme, die ursprünglich mit rund 2,1 Millionen Euro veranschlagt waren, werden sich am Ende fast verdoppeln. Grund ist die Belastung des alten Fahrbahnbelags mit gesundheitsgefährdenden Substanzen. Dadurch verzögerte sich auf die Fertigstellung um mehr als zwei Monate.
- In Ahlerstedt laufen noch die letzten Arbeiten
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Die Autofahrer werden aber aufatmen. Wer in den vergangenen Monaten mit seinem Wagen zwischen Ahlerstedt und Harsefeld unterwegs war, brauchte Geduld und vor allem gute Nerven: Die Umleitung für die wegen Bauarbeiten komplett gesperrte L124 über die Kreisstraßen 47 und 55 von Hollenbeck nach Harsefeld erwies sich als sanierungsbedürftige Holperstrecke. Zeitweise musste sogar eine Umleitungsstrecke für die Umleitung eingerichtet werden, weil auf der K55 der Fahrbahnrand bröckelte und mit Schotter aufgefüllt wurde. Seitdem stehen dort Baken als Straßenbegrenzung.
Zurück zur Kostenexplosion: Das Problem lag im Unterbau der Straße. Im Dezember teilte die zuständige Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit, dass es unvorhersehbare Probleme beim Fahrbahn-Untergrund gibt. Der Fahrbahnbelag könne nicht einfach nur saniert werden. Der Untergrund müsse in weiten Bereichen komplett neu aufgebaut werden, damit die Fahrbahn ausreichend tragfähig ist. Zudem wurde in dem alten Asphaltbelag ein hoher Gehalt an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) festgestellt. Weil der Stoff als krebserregend gilt, wird PAK-haltiger Teer nicht mehr im Straßenbau verwendet.
Statt des ursprünglich geplanten teilweisen Recyclings mussten große Bereiche des Untergrunds entfernt und fachgerecht entsorgt werden. Die dadurch bedingten Zusatzkosten summieren sich auf etwa 1,9 Millionen Euro. Noch nicht beziffern lassen sich die Kosten für die Reparaturarbeiten an den Kreisstraßen, die als offizielle Ausweichrouten dienten. Für den Ausgleich der Schäden muss die Landesbehörde aufkommen.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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