Frische (Wind-)Energie für den Firmenstandort
Viebrockhaus baut eigenes Windrad in Harsefeld
- Die Errichtung des Windrades aus der Vogelperspektive. Die Rotorblätter sind inzwischen installiert. Hier liegen sie noch am Boden
- Foto: Viebrockhaus
- hochgeladen von Jörg Dammann
Ob es zum 72. Geburtstag von Viebrockhaus Blumensträuße oder Präsentkörbe gibt, ist nicht bekannt. Ein Präsent, das sich das Harsefelder Familienunternehmen aus diesem Anlass selbst geschenkt hat, ist aber unübersehbar. Es ragt nämlich knapp 50 Meter in den Himmel. Am Unternehmensstandort in Harsefeld-Weißenfelde steht jetzt eine eigene Windkraftanlage. Nach Abschluss der technischen Arbeiten soll sie möglichst viel Strom direkt dort liefern, wo er gebraucht wird.
- Das Windrad wird künftig Strom für den Unternehmensstandort in Harsefeld-Weißenfelde erzeugen
- Foto: Viebrockhaus
- hochgeladen von Jörg Dammann
Windrad leistet 250 Kilowatt
Beim Windrad handelt es sich um eine Anlage des Typs WTN 250i mit einer Nennleistung von 250 Kilowatt. Hersteller ist das nordfriesische Unternehmen Windtechnik Nord, das seit 40 Jahren Windkraftanlagen baut und sich auf kleinere Modelle spezialisiert hat. Viebrockhaus rechnet mit einem Jahresertrag von schätzungsweise bis zu 493.000 Kilowattstunden. Das entspricht ungefähr dem jährlichen Stromverbrauch von 120 bis 140 Einfamilienhaushalten.
Nach der Inbetriebnahme soll ein möglichst großer Teil des Windstroms unmittelbar am Unternehmensstandort genutzt werden. Dadurch kann Viebrockhaus seinen Strombedarf aus dem öffentlichen Netz reduzieren. „Für uns ist entscheidend, erneuerbare Energie dort zu erzeugen, wo wir sie selbst benötigen“, sagt Vorstandschef Lars Viebrock. Das mache das Unternehmen ein Stück unabhängiger und sei zugleich eine Investition in die langfristige Zukunft des Standortes.
- Zwei Kräne waren im Einsatz, um die Rotorblätter zu montieren
- Foto: Viebrockhaus
- hochgeladen von Jörg Dammann
Vom Hausdach bis zum Firmenstandort
Das Windrad ist ein weiterer Baustein in der Firmenstrategie, gezielt auf Nachhaltigkeit zu setzen. Viebrockhaus verweist auf eine Nachhaltigkeitsstrategie, die bereits vor knapp zwei Jahrzehnten begonnen habe. 2007 verabschiedete sich der Hausbauer bei seinen Neubauten von Öl- und Gasheizungen und setzte auf Wärmepumpen. Inzwischen kombiniert das Unternehmen energieeffizientes Bauen unter anderem mit Solaenergie und moderner Gebäudetechnik. Zum Angebot gehören auch das sogenannte Power Roof mit dachintegrierter Photovoltaik sowie Gründächer. Häuser können zudem nach den Anforderungen des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG) realisiert werden.
Auch die verwendeten Baustoffe nimmt das Unternehmen in den Blick. Recycelte Materialien, Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft sollen über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes eine Rolle spielen. Gleichzeitig investiert Viebrockhaus an den eigenen Standorten in eine nachhaltigere Energieversorgung.
Ökologie und Ökonomie miteinander verbinden
„Wir beschäftigen uns mit Nachhaltigkeit nicht erst, seit das Thema gesellschaftlich und politisch stärker diskutiert wird“, sagt Vorstandschef Dirk Viebrock. Die Entscheidung gegen Öl- und Gasheizungen sei bereits vor fast 20 Jahren gefallen. Seither würden sowohl die Häuser als auch die eigenen Standorte Schritt für Schritt weiterentwickelt. Das neue Windrad in Weißenfelde sei deshalb „kein Einzelprojekt, sondern Teil dieser Entwicklung“.
Für Lars Viebrock müssen dabei Ökologie und Ökonomie zusammenpassen: „Nachhaltigkeit funktioniert für uns dann besonders gut, wenn ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Vernunft zusammenkommen.“
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
|
| Webseite von Jörg Dammann | |
| Jörg Dammann auf Facebook | |
| Jörg Dammann auf Instagram | |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.