Kunst an der Bahnunterführung
Der sehenswerteste Ortseingang des Landkreises

Die eine Seite der Bahnunterführung ist bereits ein echter Hingucker. Die Arbeiten auf der anderen Seite sollen zeitnah beginnen
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  • Die eine Seite der Bahnunterführung ist bereits ein echter Hingucker. Die Arbeiten auf der anderen Seite sollen zeitnah beginnen
  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

Die erste Seite der Bahnunterführung ist bereits fertig / Nun beginnt das zweite Kunstwerk.

mum. Jesteburg. Das kann sich wirklich sehen lassen! Die erste Seite der Bahnunterführung in Jesteburg am Ortsausgang in Richtung Bendestorf ist fertig - und obwohl erst die Hälfte der Arbeit gemacht ist, hat die Aktion das Zeug, für Jesteburg ein echter Gewinn zu werden. Zu sehen sind Motive aus dem Inneren der Kunststätte Bossard. "Aufgrund des Wetters ist der Zeitplan etwas durcheinandergeraten. Aber ich bin guter Dinge, dass beide Seiten in der ersten Juli-Woche fertig sein werden", sagt Hans-Heinrich Aldag, Chef der Waldklinik. Wie berichtet, war Aldag (Vorsitzender des Samtgemeinderats und der CDU-Kreistagsfraktion) von vielen Patienten seiner Klinik angesprochen worden, wie schäbig doch die Einfahrt nach Jesteburg sei. Also habe er die Gäste anlässlich seines 60. Geburtstags im vorigen Jahr um Spenden gebeten. "Mit dem Geld möchte ich dafür sorgen, dass die Brücke wieder ansehnlich wird", so Aldag, der sich wünschte, dass seine Idee von vielen Bürgern mitgetragen wird und nicht auf Ablehnung stößt.
Die beiden Fassadenkünstler Leo Cordes und Leon Zimmermann malen Bilder des Fotografen Jürgen Müller auf die beiden Seiten der Brücke. Auf der einen Seite sind Fotos vom Inneren des Kunsttempels zu sehen; auf der anderen Seite soll die Gartenanlage ihren Platz finden. "Mir gefällt der Gedanke, die Kunststätte in den Ort zu bringen", so Aldag. "Bossard soll dabei stellvertretend für alle Kunst- und Kulturschaffenden in Jesteburg stehen."
Die Entscheidung hat Aldag nicht allein getroffen. Der Klinik-Chef hatte eine Jury zusammengestellt und in einer entsprechenden Anzeige in der Künstler-Fachzeitschrift "Atelier" zu einem Wettbewerb aufgerufen. Außer Hans-Jürgen Börner (Vorsitzender des zuständigen Ausschusses) gehörten der Jury noch die langjährige Kunsthaus-Kuratorin Karin Klesper und Charlotte Spelten (Kunst-Therapeutin in der Waldklinik) an. Aldag hat nicht nur die Kosten der Ausschreibung übernommen, sondern auch das Honorar des Künstlers. Er rechnet mit Kosten im niedrigen fünfstelligen Bereich. Außer dem "Geburtstagsgeld" wird er noch weitere private Mittel zur Verfügung stellen.
• Die offizielle Fertigstellung möchte Aldag im Zuge einer kleinen Feierstunde präsentieren. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.
• Das sind die Künstler: Jürgen Müller ist in Hamburg zu Hause und fotografiert seit 1983 Werbekampagnen, Persönlichkeiten und Architektur. Bekannt ist er darüber hinaus für seine freien künstlerischen Arbeiten und Landschaftsfotografien. Außerdem ist Müller ein gefragter Porträtist. Außer Sting, Bruno Bruni hat er unter anderem 2009 Frank Walter Steinmeier (SPD) für den Bundestagswahlkampf 2009 in Szene gesetzt.
Leo Cordes und Leon Zimmermann haben sich seit acht Jahren der konzeptionellen Wand- und Fassadengestaltung verschrieben. Zu ihren Kunden zählten zuletzt Airbus, Lufthansa und Hamburg Süd. Vor etwa 13 Jahren haben die beiden Künstler in Berlin und Hamburg mit "klassischen Graffiti" begonnen. Neben ihrer Tätigkeit als Wandgestalter studieren die beiden Freunde - Zimmermann Architektur und Cordes Brand Management.

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