Zwischenruf: Grusel-Aus dank Clowns

WOCHENBLATT-Redakteur Sascha Mummenhoff

Manchmal frage ich mich, in was für einer Welt ich lebe. Kriege in Syrien und im Irak, bei denen Tausende - auch Kinder - sterben, eine Hungerkatastrophe im Jemen sowie eine Cholera-Epidemie in Haiti. Es gibt Menschen auf diesem Planeten mit echten Sorgen!
Und was ist in Deutschland wichtig? Die Grusel-Clowns vermiesen uns Halloween. Eltern fragen sich besorgt: Kann ich mein Kind allein auf die Straße lassen?
Keine Frage, diese Typen, die mit Maske und Messer Schrecken verbreiten, gehören in die Psychiatrie. Ich halte es aber für total falsch, diesem Thema eine Öffentlichkeit einzuräumen. Denn genau das ist es, was die Clowns wollen - viele Likes auf Facebook und Instagram sowie Panik-Mache via Whatsapp.
Schön, dass jetzt auch von dem CSU-Familienexperten Paul Lehrieder der Hinweis kommt, „dass Kinder zu Halloween mit mindestens einem Erwachsenen unterwegs sein sollten“.
Vielleicht steckt die Evangelische Kirche hinter dieser Clown-Farce. Das Jammern, dass niemand mehr den Reformationstag wegen Halloween auf dem Zettel hat, war schon fast peinlich. Und nun sorgen ausgerechnet Grusel-Clowns für das Grusel-Aus an Halloween. Dann können wir jetzt ja alle wieder in die Kirche gehen.
Sascha Mummenhoff

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