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Die "rote Laterne" weiterreichen

Vertreter der 14 niedersächsischen Naturparke trafen sich zum Meinungsaustausch mit Landtagsmitgliedern in Hannover

Naturpark-Vertreter machen in Hannover deutlich, dass sie eine höhere Förderung benötigen.

(mum). Auf große Resonanz stieß die erneute Initiative der 14 niedersächsischen Naturparke und zwei Geoparke, sich mit den Abgeordneten der aktuellen Regierungsparteien in puncto Förderung auszutauschen. "Die Bedeutung der vielschichtigen Naturparkarbeit findet große Zustimmung im Land. Die Bezuschussung der Naturparke durch das Land Niedersachsen soll kommen", fasst Hilke Feddersen, Geschäftsführerin des Naturparks Lüneburger Heide, die Gespräche zusammen.Sie gehörte der Gruppe ebenso an wie Olaf Muus, Vorsitzender des Vereins Naturpark Lüneburger Heide. 
Aus allen Teilen Niedersachsens kamen die Vorsitzenden und Geschäftsführer der 14 Naturparke zusammen, um den Abgeordneten von SPD und CDU erneut die vielfältige Bedeutung der Naturparke für Land und  Leute zu erläutern und um die lang ersehnte Förderung durch das Land zu erreichen. Trotz laufender Debatte nahmen sich 15 Abgeordnete des Landtags Zeit für das Gespräch mit den Naturpark-Vertretern. Markus Bosse, umweltpolitischer Sprecher der SPD, betonte: "Wir wissen, dass die Naturparke gute, verlässliche Arbeit machen. Genau aus diesem Grund haben wir unsere Unterstützung im Koalitionsvertrag zugesagt." 
Die Naturpark-Vertreter, die rund 25 Prozent der Fläche des Landes Niedersachsen abdecken, begrüßen die Aussagen im Koalitionsvertrag 2017 sehr. In dem Vertrag testierten SPD und CDU, dass das Land die 14 Naturparke und zwei Geoparke angemessen bezuschussen wird. Damit sollte auch erreicht werden, dass Niedersachsen die "rote Laterne" im Reigen der 105 deutschen Naturparke abgeben will. In anderen Bundesländern wird die Arbeit der Naturparke erheblich durch die Länder unterstützt und damit ein deutlicher Wettbewerbsvorteil, etwa im sanften Tourismus oder im Bereich der Umweltbildung, erreicht.
"Nach gut einem Jahr große Koalition und unerfülltem Koalitionsvertrag, ist die Geduld der engagierten Naturpark-Akteure und Kommunen Niedersachsens allmählich zu Ende", so Feddersen. Landräte, Erste Kreisräte, Bürgermeister sowie die Geschäftsführungen machten den Abgeordneten deutlich, dass sie mit ihrem Engagement und den Möglichkeiten in den kommunal getragenen Naturparken "am Ende der Fahnenstange" angekommen seien. Zwar böte das Land viele EU-Mittel für die Naturparke, "aber auch die können nicht mehr abgerufen werden, da Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis stünden und die Abwicklung von kleinen wie großen Projekten ohne weitere Personalressourcen nicht mehr leistbar ist".
Die Abgeordneten betonten erneut, dass sie die dauerhafte Förderung der niedersächsischen Naturparke mit aller Kraft vorantreiben und in den Haushaltsberatungen im Herbst 2018 Wege und Möglichkeiten für eine Finanzierung finden werden. Martin Bäumer, umweltpolitischer Sprecher der CDU, begründete die Notwendigkeit nicht nur im bundesweiten, sondern auch im weltweiten Vergleich: "Besuche in Großschutzgebieten anderer Länder machen deutlich, dass wir viel aufzuholen haben, um das Zusammenspiel von Mensch und Natur erlebbar zu machen. Wir werden uns einsetzen, die notwendigen Mittel für unsere langjährige Forderung in den Haushalt des Landes einzubringen."