Bornberg und Wulmstorfer Heide
Laubbäume für einen klimagerechten Wald
- Junge Bäume sorgen dafür, dass am Bornberg ein abwechslungsreicher Laubmischwald entsteht.
- Foto: Landkreis Harburg
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Wo jetzt noch Kiefern und Douglasien stehen, soll ein abwechslungsreicher Laubmischwald entstehen: Am Bornberg und in der Wulmstorfer Heide gehen die Arbeiten zum klimagerechten Waldumbau im Sinne des Naturschutzes weiter. Rund 20.000 junge Laubbäume wachsen künftig in den bisherigen Nadelbaumbeständen. Die Arbeiten für den Wald von morgen werden ab 12. Oktober 2026 fortgesetzt. Mit dieser Maßnahme treibt die Naturschutzstiftung des Landkreises Harburg den ökologischen Wandel auf dem früheren Militärgelände konsequent voran, um widerstandsfähige Mischwälder zu etablieren und den Lebensraum seltener Tierarten langfristig zu sichern.
Wo früher militärische Übungen stattfanden, entsteht Schritt für Schritt ein artenreiches Refugium für die Natur. Dazu findet auch der klimagerechte Umbau des Waldes statt: Aus Monokulturen mit Nadelbäumen werden Laubmischwälder, in denen sich dann Arten wie der Schwarzspecht oder Waldfledermäuse wohlfühlen.
Dazu werden nun auf weiteren acht Hektar Kiefern, Fichten und Douglasien entnommen. Die Nadelbäume kommen weniger gut mit dem Klimawandel und zunehmenden Trockenperioden zurecht, sie wirken zudem dunkel und monoton und bieten nur wenigen Tieren ein Zuhause. Um die Flächen zukunftssicher aufzustellen, weichen sie einer Mischung aus Rotbuche, Hainbuche, Winterlinde, Spitzahorn und Traubeneiche. Diese heimischen Laubbäume unterstützen zudem die Grundwasserneubildung und widerstehen Witterungsextremen spürbar besser. „Die Flächen umfassen viele Wald-Heide-Übergangsbereiche, die aufgelichtet werden“, erläutert Ina Schlüschen von der Naturschutzstiftung. „Diese strukturreichen Bereiche sind ökologisch besonders wertvoll, da hier Arten des Waldes und des Offenlandes aufeinandertreffen und eine hohe Artenvielfalt entsteht.“
Auf Teilstücken am Bornberg hat die Naturschutzstiftung in den vergangenen Jahren bereits mit der Herstellung dieses hochwertigen, abwechslungsreichen Buchenmischwalds begonnen – mit Erfolg. Insgesamt fanden die Maßnahmen zum Waldumbau auf bisher 50 Hektar statt. „Damit ist es eines der größten Waldnaturschutzprojekte im Landkreis Harburg“, sagt Mirko Dannenfeld, Vorsitzender der Naturschutzstiftung und Leiter der Umweltabteilung des Landkreises. „Damit legen wir die Grundlage für einen Wald, der mit den Herausforderungen des Klimawandels besser umgehen kann.“
Mit den Jahren sorgen diese ökologisch wertvollen Wälder aus Buchen, Ahorn und Linde dann im Sommer für eine angenehme Kühle, sie erhöhen die Grundwasserneubildung und sind besser gegen die Folgen der Klimakrise geschützt als die Kiefern. Künftig werden die Bornbergwälder zudem allein unter Natur- und Klimaschutzaspekten gepflegt – und bieten wertvollen neuen Lebensraum für Arten wie Trauerschnäpper, Waldlaubsänger und Fledermäuse.
Der Bornberg und die Wulmstorfer Heide stehen als 272 Hektar großes Naturschutzgebiet unter besonderem Schutz. Die einzigartige Naturlandschaft ist ein attraktives Naherholungsgebiet und Refugium für gefährdete Arten. Es ist unter anderem Quellgebiet für den Riethbach, der Bornberg stellt mit 83 Metern Höhe die höchste Erhebung im Gebiet dar.
(Landkreis Harburg/tw).
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