Kreisfeuerwehr im Einsatz
Großübung in Hamburg-Bergedorf: Feuerwehr trainiert den Ernstfall
- Die Fachzüge Technische Hilfeleistung 1 (TH1), Brandbekämpfung 1 (B1) sowie Führung & Kommunikation, trainierten das Zusammenwirken bei einer komplexen Einsatzlage
- Foto: Kreisfeuerwehr Harburg
- hochgeladen von Julia Paepcke
Mit einer groß angelegten Einsatzübung auf dem Bauhof des Bezirksamtes Hamburg-Bergedorf hat die Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Harburg ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis gestellt. Rund einen halben Tag lang trainierten die Fachzüge Technische Hilfeleistung 1, Brandbekämpfung 1 sowie Führung und Kommunikation das Zusammenspiel bei einer komplexen Einsatzlage.
Die Einsatzkräfte sammelten sich am frühen Morgen am Feuerwehrhaus in Marschacht und rückten anschließend im geschlossenen Marschverband nach Hamburg-Bergedorf aus. Grundlage der Übung war ein fiktives Hilfeersuchen der Feuerwehr Hamburg nach einem angenommenen Großschadensereignis.
Auf dem Bauhof erwartete die Feuerwehr ein realistisches Szenario: In einem Bürogebäude war ein Feuer ausgebrochen, das auf eine Fahrzeugremise und ein Sandsacklager überzugreifen drohte. Mehrere Personen galten als vermisst. Bei der Erkundung stellte Einsatzleiter und stellvertretender Kreisbrandmeister Torsten Lorenzen fest, dass Menschen in Schrottcontainern und einem Steinhaufen eingeklemmt sowie eine weitere Person in einem Silo verschüttet waren.
Während der Fachzug Technische Hilfeleistung die eingeklemmten und verschütteten Personen rettete, übernahm der Fachzug Brandbekämpfung die Menschenrettung und löschte das Feuer. Durch Riegelstellungen verhinderten die Einsatzkräfte eine Ausbreitung der Flammen. Die Wasserversorgung wurde mit zwei tragbaren Feuerlöschpumpen über den Schleusengraben sichergestellt. Am Ende konnten alle vermissten Personen gerettet werden.
Ausgearbeitet wurde die Übung vom stellvertretenden Kreisbereitschaftsführer Martin Heidtmann. Ziel war es, das Zusammenspiel der Fachzüge sowie die Führungs- und Kommunikationsstrukturen unter realistischen Bedingungen zu trainieren.
Kreisbereitschaftsführer Stephan Schick zog ein positives Fazit: „Bis auf einige Kleinigkeiten haben die Abläufe sehr gut funktioniert. Solche Übungen sind wichtig, um die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachzüge weiter zu festigen und für größere Einsatzlagen bestens vorbereitet zu sein.“
Sein Dank galt dem Bezirksamt Hamburg-Bergedorf, das den Bauhof erneut für das realitätsnahe Einsatztraining zur Verfügung gestellt hatte.
Redakteur:Julia Paepcke aus Buchholz |
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