Attraktiver Ort zum Wohnen
In der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten gibt es eine hohe Nachfrage nach Baugrundstücken

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sb. Oldendorf-Himmelpforten. Die Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten ist ein attraktiver Ort zum Wohnen. Neben den Alteingesessenen zieht es immer mehr neue Bürger in die Region an der Oste. Das Wohnwachstum freut die Kommunen, stellt sie jedoch auch vor Herausforderungen: Um die Nachfrage zu befriedigen, müssen Baugebiete ausgeschrieben und die Infrastruktur angepasst werden. Das WOCHENBLATT hat bei den Mitgliedsgemeinden den aktuellen Stand abgefragt.

Burweg:
Sehr unterschiedlich sind die Voraussetzungen für Neubauten in der Gemeinde Burweg. "Die Dörfer Bossel und Blumenthal verfügen beispielsweise über kaum zusammenhängende Siedlungsstrukturen, so dass Ergänzungen durch Neubauten im planerischen Außenbereich besonders schwierig sind", sagt Bürgermeister Matthias Wolff. Auch in Burweg selbst gebe es für Neubaugebiete Einschränkungen durch die geplante Autobahn, die Eisenbahnlinie und naturnahe Flächen. "Wir sind seit einiger Zeit auf der Suche nach geeigneten Flächen und stehen dafür mit der Niedersächsischen Landesgesellschaft in Kontakt", so Wolff. Es gebe viele Anfragen nach Wohnraum, gerade weil die Infrastruktur in der Gemeinde mit Kita, Glasfaserausbau und vielem mehr sehr gut sei.

Düdenbüttel:
Innerhalb der vergangenen zwei Jahre wurde in der Gemeinde Düdenbüttel kein Wohnbaugebiet erschlossen, das Gebiet „Osterdamm“ aus 2017 mit 26 Parzellen ist ausverkauft. Der Endausbau des Gebietes wurde im letzten Jahr durchgeführt und abgeschlossen. Auch in dem im Jahr 2012 privat erschlossenen Baugebiet „Wischhof“ (nördlich der B 73) wurden vom privaten Erschließungsträger alle Grundstücke vermarktet. Südlich der Bundesstraße 73 wurde aktuell über eine Änderung des Bebauungsplanes eine Bebauung mit ca. fünf Mehrfamilienhäusern und bis zu 23 Wohneinheiten auf einem bisher unbebauten Grundstück ermöglicht. Die bauliche Umsetzung durch den privaten Investor und Grundstückseigentümer wird in Kürze erwartet. Weitere Baulandentwicklung in der Gemeinde Düdenbüttel ist aufgrund der ansässigen landwirtschaftlichen Betriebe in vielen Bereichen nur eingeschränkt möglich. Auch eine Flächenverfügbarkeit ist nicht immer gegeben. Trotz alledem wird die Kommune in diesem Jahr in den erforderlichen Grunderwerb und in die erforderliche Bebauungsplanung für neue Wohnbauflächen einsteigen. Baulücken sind auch in Düdenbüttel nur in sehr geringem Ausmaß vorhanden. Es gibt keinen Leerstand von Gebäuden oder verfügbaren Grundstücken. Durch die regelmäßige Erweiterung der Kita, der Sanierung des Gemeindezentrums und mehr erfolgt ständig eine infrastrukturelle Weiterentwicklung.

Engelschoff:
In der Gemeinde Engelschoff wurden 2021 im Ortsteil Burgstieg fünf Bauplätze ausgewiesen. Zwei weitere von der Verwaltung dort geplante Bauplätze wurden seitens des Landkreises nicht genehmigt. Für 2022 hat der Gemeinderat für maximal vier Bauplätze im Kamper Weg einen Aufstellungsbeschluss auf den Weg gebracht. Weitere Bauplätze können derzeit nicht angeboten werden. Baulücken sind in Engelschoff als Planungsgrundlage zu vernachlässigen. Die Warteliste an Interessenten für ein Baugrundstück ist lang. "Alleine für die beiden Bauplätze im Burgstieg gab es fünf Bewerber und für den Kamper Weg umfasst die Liste acht Bewerber", sagt Bürgermeister Sven Frisch. "Wir werden nicht alle Wünsche erfüllen können." Die wachsende Bevölkerung schlägt sich bei der dörflichen Infrastruktur beim Straßenbau und dem Angebot im Kindergarten nieder.

Estorf:
In der Gemeinde Estorf wurden in den vergangenen zwei Jahren keine Neubaugebiete erschlossen. Allerdings sind zwei Gebiete in Planung: eins in Estorf mit ca. zehn Bauplätzen und eins in Gräpel mit ca. 20 Bauplätzen. Baulücken sind zwar vorhanden, die Grundeigentümer sind jedoch zurzeit nicht zum Verkauf bereit. Das Interesse an Baugrundstücken in der Gemeinde an der Oste ist groß. "Wir haben häufiger Anfragen - sowohl aus der Gemeinde als auch von außerhalb", sagt Bürgermeister Werner Hinck. In den vergangenen sechs Monaten seien das rund zehn gewesen. Angesichts des Wachstums beim Wohnen investiert Estorf in den Ausbau des örtlichen Kindergartens. "Das belastet die Gemeinde finanziell sehr stark", sagt Hinck.

Hammah:
In den vergangenen zwei Jahren hat die Gemeinde Hammah mit den Wohnbaugebieten „Sandheide V“ und „Hülshorn I“ ca. 70 Wohnbaugrundstücke für Einzel-, Doppel- oder Mehrfamilienhäuser zur Verfügung gestellt. Aufgrund der großen Nachfrage wird derzeit mit dem Bebauungsplan „Am Hülshorn II“ eine weitere Fläche für ca. 45 Grundstücke ausgewiesen. Der Satzungsbeschluss und die Rechtskraft des Bebauungsplanes wird im ersten Quartal 2022 erwartet. Mit der Ersterschließung des Wohnbaugebietes soll noch in diesem Jahr möglichst zeitnah begonnen werden. Die aktuelle Interessentenliste mit weit über 100 Bauwilligen übersteigt auch hier deutlich das geplante Angebot, so dass voraussichtlich weitere Neubaugebiete folgen werden. Der Verkaufspreis wurde mit 165,00 €/m² für Einzel- und Doppelhausgrundstücke und 195,00 €/m² für die Mehrfamilienhausgrundstücke festgelegt. Derjenige der nach Fertigstellung des Hauses den KfW Effizenzwert 40 für das Gebäude nachweisen kann, erhält 5,00/m² der Kaufpreises zurückerstattet (nur bei Einzel- und Doppelhausgrundstücken). Die Vermarktung soll kurzfristig im Jahr 2022 erfolgen. Gründe für die hohe Nachfrage sind u.a. die gute Infrastruktur mit Bahnanbindung, Kindergarten und Schule sowie Einkaufsmöglichkeiten. Im Ortsteil Groß Sterneberg sind im Bereich eines neu aufgestellten Bebauungsplanes und im Bereich einer neu aufgestellten Klarstellungssatzung ca. zehn Baugrundstücke für Wohnhäuser entstanden. Hier erfolgt die Vermarktung von Privat. In allen Ortsteilen (Hammah, Mittelsdorf und Groß Sterneberg) sind Baulücken nur noch sehr vereinzelt vorhanden. Diese befinden sich dann im Privatbesitz und stehen nicht zur Verfügung. Ein Leerstand ist nicht vorhanden.Die Nachfrage nach Bauland übersteigt das Angebot auch aufgrund der vorhandenen Infrastruktur (Bahnanbindung, Kindergarten, Schule, ärztliche Versorgung, Einkaufsmöglicheiten etc.) deutlich.

Hausbau in Hammah kann beginnen

Himmelpforten:
Die Himmelpfortener Gemeinde hat in den vergangenen zwei Jahren keine Baugebiete selbst erschlossen, beim Neubaugebiet am Rahmeler Kamp mit rund 90 Parzellen war die Kreissparkasse Stade Erschließungsträger. Für 2022/23 sind Flächen zur Baugebietserweiterung in Planung. "In welcher Größe und wo genau der Standort sein wird, steht noch nicht genau fest", sagt Bürgermeister Bernd Reimers. "Die Warteliste Bauinteressierter ist sehr lang." Es gibt kaum noch Baulücken, und wenn es noch die eine oder andere gibt, sind diese im Privatbesitz und zur Zeit nicht verfügbar. Um die Infrastruktur an das Wachstum anzupassen, ist die Gemeinde im Kindergarten- und im Ärztebereich sowie bei der Nahversorgung am Ball.

Ein begehrter Wohnort

Kranenburg:
Die Gemeinde Kranenburg hat 2021 den Bebauungsplan „Kleiner Hemmerick“ mit sechs Parzellen für Einzel- und Doppelhäuser aufgestellt, die z.T. ein Wohnen mit Pferd ermöglichen. Bei der Vermarktung übersteigt die Nachfrage das Angebot um ein Vielfaches. Die Erschließung des Baugebietes erfolgt im Laufe diesen Jahres. Weiterhin hat die Gemeinde den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „An der Fährstraße“ mit acht Grundstücken für Einzel- und Doppelhäuser im Ortsteil Brobergen gefasst, Baubeginn ab 2023. Die Flächen befinden sich dort in Privateigentum. Beide Baugebiete wurden bzw. werden auf Grundlage des neuen Flächennutzungsplanes der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten entwickelt.In beiden Ortsteilen (Kranenburg, Brobergen) sind vereinzelt noch Baulücken vorhanden. Diese befinden sich jedoch in privatem Eigentum und werden in der Regel sofort bebaut, sobald sie zur Verfügung stehen bzw. veräußert werden. Die Nachfrage übersteigt somit derzeit das Angebot.Durch die Erweiterung der Kita, die Schaffung der neuen Dorfmitte sowie das Zukunftskonzept für den Kranenburger Hof mit Dorfladen und Gastronomie wurden die infrastrukturellen Folgemaßnahmen bereits umgesetzt bzw. angeschoben.

Oldendorf:
In der Gemeinde Oldendorf wurde in den vergangenen zwei Jahren das Baugebiet Birkenweg West mit 21 Einfamilienhäuern erschlossen. In Arbeit sind das Baugebiet Apfelhof zwischen Wilhelm-Schröder-Straße und Feldstraße mit 26 Wohneinheiten und das Baugebiet Wilhelm-Schröder-Straße/Feldstraße/Schützenstraße mit 14 Einzel- und sechs Doppelhäusern. Hinzu kommt das große Baugebiet Kranenburger Straße mit ca. 88 Wohneinheiten, hier gibt es eine lange Warteliste von Bauinteressenten. Es gibt nur noch wenige Baulücken in der Gemeinde. Die wenigen noch vorhandenen Flächen sind im Privateigentum und nach meinen Recherchen zur Zeit nicht zu erwerben. "Zu beobachten sind vor allem die ärztliche Versorgung, das Kindergartenangebot und der Einzelhandel", sagt Bürgermeister Johann Schlichtmann. "Eine zweite Kita wird gerade gebaut, die ärztliche Versorgung ist im Gespräch und die Kaufkraft für einen Discounter soll sich in Oldendorf ab 3.400 Einwohnern rechnen. Wir haben heute ca. 3.100 Einwohnerinnen und Einwohner." 

Statement des Samtgemeinde-Bürgermeisters Holger Falcke zum Wohnen in Oldendorf-Himmelpforten:
Die Samtgemeinde ist naturräumlich wunderschön gelegen und zugleich durch die zwei Bundesstraßen und die Bahnlinie mit zwei Bahnhöfen im HVV in der Metropolregion Hamburg gut erreichbar.

Dies macht das Wohnen und Leben sowohl für Pendler als auch für Stadtflüchtige attraktiv und zugleich bezahlbar. Jede unserer zehn heterogenen Mitgliedsgemeinden bietet dabei andere Facetten. Neben den größeren Orten mit wachsenden Ortszentren und Infrastruktur punkten die kleineren Orte mit reichlich Natur und Platz für verschiedenste Wohnformen.

Die Samtgemeinde hat mit der Oste, den Mooren und Seen sowie etlichen Radwege Naherholungsmöglichkeiten direkt vor der Haustür. Die Einwohner sind in ihren Dorfgemeinschaften verwurzelt. In mehreren Orten sind und werden Begegnungsplätze und –räume geschafften. Über 150 vielschichtigen Vereine bieten Neubürgern die Möglichkeit, die Angebote und die Gemeinschaften zu erleben.

Dank des guten Zusammenspiels zwischen den Gemeinden und der Samtgemeinde gelingt es gemeinsam, die öffentliche Infrastruktur in der Samtgemeinde von Krippen- u. Kindergartenbetreuung über mehrere Schularten, offene Jugendpflege, Erwachsenbildung, sowie familiengerechten Wohngebieten bis zum Seniorenservicebüro kontinuierlich zu verbessern.

Wir sind und wir entwickeln uns immer weiter, zu einer wirtschaftlich starken, einwohnerfreundlichen und bürgernahen Samtgemeinde. Entsprechend unseres Slogans „Die Allesamt-Gemeinde“ ist Oldendorf-Himmelpforten attraktiver Lebensmittelpunkt für allesamt.

Standing Ovations im Drochterser Rat
Das Neubaugebiet Hülshorn I in Hammah fand reißenden Absatz
Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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