sb. Oldendorf-Himmelpforten. Schon im vergangenen, von der Pandemie geprägten Jahr, hat man sie zu schätzen gelernt: Ausflugsziele in der näheren Umgebung. Osteufer statt Atlantikstrand, Radtour statt Rundflug, Picknick statt Party haben unsere Freizeit geprägt. Auch wenn mit den Impfstoffen jetzt ein Weg aus der Isolation naht, wird es auch in diesem Frühjahr und Sommer nicht ohne Einschränkungen gehen. 

Hafen in Gräpel

Gut, das die Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten so viele schöne Ecken hat, die eine Erkundung lohnen. Das WOCHENBLATT stellt in diesem Journal einige Ausflugsziele vor. Dazu gehört beispielsweise der neu gestaltete Hafenplatz in Gräpel. Er ist mit sowohl mit dem Fahrrad als auch mit dem Auto gut zu erreichen. Hier lässt sich wunderbar auf der neuen Seeterrasse direkt an der Oste entspannen. Freizeitkapitäne können dort mit Kanu oder Ruderboot anlegen. Und wen es ans andere Ufer des Flusses zieht, lässt sich vom Fährmann mit der historischen Prahmfähre übersetzen.

Beliebte Rastplätze in Großenwörden

In Großenwörden lässt sich ganz entspannt Zeit am Wasser verbringen. Beliebte Rastplätze sind der Anlieger an der Oste mit Sitzplatz zum Verweilen und der vom Landkreis gebaute Fahrradrastplatz im Schleusenfeld direkt am Deich. Bei Wohnmobilisten beliebt ist zudem der Stellplatz nur wenige Schritte vom Osteufer entfernt. Lohnenswert ist zudem ein Besuch der St. Marien-Kirche (geöffnet vom 1. April bis 31. Oktober). Von außen eher schlicht, zeigt sie sich innen strahlend bunt.

Wald und Seenlandschaft in Heinbockel

Auf einem Pfad durch den Bruchwald pirschen, auf Hochsitze klettern und die Natur beobachten, picknicken oder einfach spazieren – ebenso abwechslungsreich wie die Landschaft des Teichgutes Sunde sind die Möglichkeiten, dort schöne Stunden zu verbringen. Das gut 80 Hektar große Teichgut oder Waldgut Sunde liegt etwas versteckt zwischen Heinbockel und Oldendorf. Der Landkreis Stade, dem das Gelände gehört, hat dort einen 2,5 Kilometer langen Rundweg angelegt. Er führt vorbei an vier Teichen. Im Schilf schmettern im Frühjahr Tag und Nacht die Rohrsänger ihr Lied. Pfeile auf Findlingen weisen den Weg, der im höher gelegenen und trockeneren Bereich durch verschiedene Waldtypen verläuft.

Vergessener Ort in Burweg an der Oste

Ein zauberhafter "vergessener Ort" ist die ehemalige Schiffsanlegestelle an der Oste in Burweg. Man erreicht sie, wenn man bei der Bahnbrücke in Burweg dem ausgeschilderten Fuß- und Radweg Richtung Fähre Brobergen folgt. Nach wenigen Hundert Metern befindet sich am Deich eine Bank mit einem Hinweisschild zur heute nur nóch zu erahnenden Anlegestelle. Der sehr gut ausgebaute Weg entlang des Teichs ist zudem ein beliebter Rad- und Wanderweg entlang der Oste.

Historische Ostefähre in Brobergen

Der Fähr- und Geschichtsverein Brobergen und Umgebung lädt herzlich zum Verweilen und Genießen in fröhlicher Atmosphäre mit ein bisschen Nostalgie ein. Die vereinseigene Ostefähre ist denkmalgeschützt und ab Brobergen ausgeschildert. Zwar ist eine Maske auf der Fährüberfahrt und Abstand halten Pflicht, die Stille am Fluss und die Freundlichkeit der ehrenamtlichen Fährmänner-Crew lässt das Gefühl von Urlaub und Erholung überwiegen.
Fährzeiten: Im Mai und im September Montag bis Freitag von 13 bis 18 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage von 10 bis 18 Uhr. Im Juni, Juli und August täglich von 10 bis 18 Uhr

Wandern auf dem Deichverteidigungsweg in Kranenburg

In der Gemeinde Kranenburg sind die Fähranleger in Brobergen und Kranenburg ein beliebtes Ausflugziel für Fahrradfahrer und Spaziergänger. Hier lohnt sich eine Pause für ein Picknick und das Beobachten der verschiedensten Vogelarten. Die Deichverteidigungswege vor dem Deich bieten sich für schöne lange Spaziergänge oder Radtouren an. Sofern es die Corona-Vorgaben zulassen, kann man mit dem Püttenhüpper des Geesthofes ab dem Anleger in Kranenburg ganz tolle Erkundungstouren auf der Oste unternehmen. 

Spielplätze und Weihnachtsmannhaus in Himmelpforten

Im malerischen Christkinddorf Himmelpforten können Familien mit Kindern viel erleben. So sind sowohl der Spielplatz Ecke Bahnhofstraße / Bäckermoor als auch der Spielplatz Besenriede beliebte Stationen zum Verweilen und Toben. Zum Staunen und Entdecken lädt das Weihnachtsmannhaus am Christkindplatz ein. Hier können hinter großen Schaufensterscheiben Weihnachtsmänner aus aller Welt besichtigt werden und es gibt sogar eine richtige Weihnachtsmannstube. Ebenfalls am Christkindplatz befindet sich ein kunstvolles Himmelstor und im Park der benachbarten Villa von Issendorff stehen riesige Krippenfiguren. Alle Sehenswürdigkeiten lassen sich mit einem knapp zwei Kilometer langen Spaziergang verbinden.

Wanderwege rund um Oldendorf

Rund um die Gemeinde Oldendorf laden mehrere Wanderrouten zum aktiven Entdecken der Natur ein.

• Route Max-Hütte (ca. fünf Kilometer)
Sie starten in Oldendorf, Am Steinacker, blicken nach rechts in das Vietsmoor mit seinem Rehbestand und erreichen nach ca. einem Kilometer die Max-Hütte. Nach kurzer Pause wandern Sie weiter, überqueren den Oldendorfer Bach und entscheiden, ob Sie um den Großen Vieh wandern oder ihn links liegen lassen. Danach erreichen Sie den Kleinen Vieh und links vom Weg das Gebiet Timpel. Hier rasten schon seit mehreren Jahren eine Vielzahl von Gänsen und Kranichen. Entlang der Kreisstraße 72, auf dem dortigen Geh- und Radweg, wandern Sie ca. 200 Meter. Dann biegen Sie wieder nach rechts in die Feldmark und wandern auf einem idyllischen Wirtschaftsweg wieder in Richtung Kreisstraße bis kurz vor Oldendorf.

• Route Kakener Hinterholz (ca. acht Kilometer)
Die Wanderung beginnt in Oldendorf, Am Weißenmoor. Sie nutzen die Kopfsteinpflasterstraße und haben links das Gebiet Lögenmoor, rechts ist die ehemalige Sandgrube der Gemeinde Oldendorf. Dort haben Kinder einen Bolzplatz, ein kleines künstliches Gewässer lädt zum Verweilen ein oder man informiert sich über Insektenschutz. Dann biegen Sie links ab und haben rechts Rümelswiesen, überqueren den Gräpeler Mühlenbach und erreichen schon nach kurzer Zeit das Kakener Hinterholz. Sie wandern durch den Wald, machen einen Abstecher zur Hogenkamp-Heide und dem Klosterbruch. Danach zurück zum Ortsteil Oldendorf-Kaken, einen Abstecher zum Kakener Vorderholz und anschließend zurück über Kaken in Richtung Oldendorf-Weißenmoor.

• Route Hohes Moor (drei, sechs oder acht Kilometer)
Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Rande Hohes Moor, an der Straße Siedlung, zwischen Sunder Damm und Krummer Damm. Danach haben Wanderer alle Möglichkeiten, die Schönheit des Naturschutzgebietes Hohes Moor kennen zu lernen. Die Wege entlang des Oldendorfer Sees zum Königsdamm und Estorfer Damm, aber auch der Krumme Damm, Alter Damm und Sunder Damm sind gut begehbar.

• Route Erlebnispfad Moor, Wasser, Wald (Fertigstellung Juli 2021, 9,8 Kilometer)
Parkplatz Sunde, Sunder Seen, Kohlspring, Oldendorf Siedlung, Sunder Damm, Alter Damm, Krummer Damm (am Rande Naturschutzgebiet Hohes Moor), Parkplatz 2 (an der jetzigen Schutzhütte am Moorrand), Kohlspring, Sunder Seen, Parkplatz Sunde.

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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