Retro-Spaß für Groß und Klein
Die DRK-Kita Eckel wird 50
- Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DRK-Kita Eckel
- Foto: Silke König
- hochgeladen von Silke König
Mit Flower Power, Muckibude und wilden Mustern feierte die Kita Eckel am vergangenen Freitag ein wichtiges Jubiläum: 50 Jahre Kinderbetreuung in Rosengarten. Denn das Backsteingebäude am Eckeler Berg war, als es im Dezember 1976 eröffnet wurde, der erste Kindergarten der Gemeinde. Die damaligen Kinder, heute im besten Alter, besuchten das DRK-geführte Haus in einem Jahrzehnt, in dem die meisten der gut gelaunten Partygäste noch nicht auf der Welt waren und die Familien, vorzugsweise Mütter, ihre Kleinkinder selbst betreuten.
In den Kindergarten gingen, wie überall in Westdeutschland, ausschließlich Kinder im Vorschulalter, das allerdings nur vormittags bis zwölf Uhr. Mittag gegessen wurde zu Hause, Väter betraten den Kindergarten eher selten und männliche Betreuer gab es, zumindest in Rosengarten, nicht. Auch wenn uns diese reduzierte Art der Kindererziehung heute extrem rückwärtsgewandt erscheint, wandelte sich der Kindergarten, geprägt von der Bildungsreform 1970, immerhin von einer „Verwahranstalt“ zum „Bildungsort“.
Die Kinder gestalten den Kita-Alltag mit
Seitdem hat sich viel getan. Kindergarten heißt jetzt Kindertagesstätte und am Eckeler Berg wurde durch zwei Anbauten in den Jahren 1997 und 2012 nicht nur das Gebäude, sondern auch das Betreuungsangebot erweitert. Den 90 Kindern bietet sich, neben der Krippe für die Kleinsten, eine Menge Abwechslung mit Lerngeschichten, Musikschule, Kindercafé, Sport, Theater und Ausflügen. Zusätzlich zur Früh- und Nachmittagsbetreuung gehört das Einbeziehen der Eltern und vor allem der Kinder in den Kita-Alltag ganz selbstverständlich dazu.
„Wir sind ein wertschätzendes, offenes Haus, in dem wir auf Augenhöhe arbeiten. Offenheit bedeutet uns viel, hier ist jeder willkommen“. Kita-Leiterin Jasmin Diallo erteilt künstlichen Hierarchien eine Absage. Sie arbeitete vor vor über zwei Jahrzehnten zum ersten Mal am Eckeler Berg, sammelte dann in Berlin Berufserfahrung und kehrte in ihre Heimat zurück.
Auch Diallos Vorgängerin, die pensionierte Pädagogin Brunhilde Neitzel, hält dem Eckeler Berg die Treue. Fast 25 Jahre leitete sie die Kita und ist noch immer als ehrenamtliche "Bücher-Bruni" mit ihrer mobilen Bücherei aus der Thomaskirche für die Kinder da. Neitzel etablierte die Tradition, dass die Gruppen am Anfang des Kitajahres ihren jährlich wechselnden Namen selbst wählen. Als langjährige Mitarbeiterin zählte sie bei der Seventies-Party zu den Ehrengästen, ebenso wie der stellvertretende Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Jonas Willbrandt, der in seiner Kinderzeit allerdings einen anderen Kindergarten besuchte. Für das leibliche Wohl sorgten die Eltern und der Förderverein der Kita, ohne den viele Anschaffungen nicht möglich wären.
Jubiläum hin, Jubiläum her, den Kitakindern schien das "damals" schnurzpiepe: sie hatten beim Buttons pressen, Kinderkino, Hüpfekästchen und in der Muckibude einen Riesenspaß.
Redakteur:Silke König aus Rosengarten |
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