Fachgremium pflanzt „Alte Kartoffel des Jahres“ 2026 im Freilichtmuseum am Kiekeberg
- Die "Alte Kartoffel des Jahres" 2026 wurde in den Garten des Flüchtlingssiedlungshauses in der Königsberger Straße im Freilichtmuseum am Kiekeberg gepflanzt: Sybille Kahnenbley (v. li., Vorsitzende der Landfrauen im Kreis Harburg und Kartoffelbäuerin aus Beckedorf), Matthias Schuh (Gärtner des Freilichtmuseums am Kiekeberg), Stefan Zimmermann (Museumsdirektor des Freilichtmuseums am Kiekeberg) und Karsten Ellenberg (Kartoffelbauer aus Barum)
- Foto: FLMK
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Vertretungen aus Landwirtschaft, Züchtung und Museumsteam pflanzten jetzt die „Alte Kartoffel des Jahres“ 2026. Im Rahmen eines Pressetermins setzen sie die Sorte „Karlena“ in den Garten des Flüchtlingssiedlungshauses in der Königsberger Straße im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Seit 2006 wurde die „Kartoffel des Jahres“ von einem Arbeitskreis gekürt. Nun übernimmt das Freilichtmuseum am Kiekeberg die Tradition unter neuem Namen.
Pflanzung als sichtbares Zeichen
Museumsdirektor Stefan Zimmermann begrüßte die Anwesenden: „Wir freuen uns, dass wir heute die ‚Alte Kartoffel des Jahres‘ bei uns am Kiekeberg pflanzen.“
Kartoffelzüchter Karsten Ellenberg berichtete: „Alte Kartoffelsorten müssen jedes Jahr gepflanzt werden oder in Genbanken gehalten werden, damit sie nicht verloren gehen. Mit den alten Sorten verlieren wir auch viel Wissen und daraus ist das Projekt der ‚Alten Kartoffel des Jahres‘ entstanden. Es ist wichtig, dass wir die Vielfalt bewahren. Toll, wenn das an Orten wie hier im Freilichtmuseum funktioniert.“
Kartoffelsorte „Karlena“
Die mehligkochende, gelbfleischige Karlena ist frühreifend und kann schon nach 90 Tagen geerntet werden. Sie hat ein cremiges und kräftiges Aroma. Sie ist robust im Anbau und eignet sich für Salz- und Pellkartoffeln, aber auch für Mus.
„Durch ihre frühe Reifung passt die ‚Karlena‘ gut in den Garten des Flüchtlingssiedlungshaues hier im Museum“, ergänzt Museumsgärtner Matthias Schuh. „Für die Selbstversorgung in der Nachkriegszeit war es wichtig, die vorhandene Fläche im eigenen Garten optimal zu nutzen. Nach der Kartoffelernte konnte bei frühreifen Sorten dann noch eine zweite Kultur, zum Beispiel Kohl, angebaut werden.“
Sybille Kahnenbley, Vorsitzende der Landfrauen im Kreis Harburg und selbst Kartoffelbäuerin, berichtete aus eigener Erfahrung: „Bei der Pflanzung muss vieles beachtet werden – unter anderem das Wetter. Um Krautfäule zu verhindern, versuchen wir möglichst früh zu pflanzen. Sorten wie ‚Karlena‘ die von vorneherein dafür nicht so anfällig sind, sind da super geeignet.“
Geschichte wächst im Museum weiter
Das Freilichtmuseum am Kiekeberg verbindet historische Landwirtschaft mit aktuellen Fragen der Ernährung. Auf Feldern und in Gärten wachsen Kulturpflanzen verschiedener Epochen. Besucher und Besucherinnen erleben, wie Lebensmittel früher entstanden und heute entstehen.
Der Arbeitskreis „Kartoffel des Jahres“ kürte seit 2006 die „Kartoffel des Jahres“ und pflanzte sie an wechselnde Orte. 2023 und 2024 fanden die Pflanzungen im Freilichtmuseum am Kiekeberg statt. Das Museum übernimmt nun die Tradition unter geändertem Namen.
Apfel- und Kartoffeltag
Herbstlicher Genuss mit Fachwissen verbinden – Beim „Apfel- und Kartoffeltag“ dreht sich am Sonntag, 18. Oktober 2026, im Freilichtmuseum am Kiekeberg alles um die beliebten Erntefrüchte. Besucherinnen und Besucher erleben einen kulinarischen Thementag mit Marktständen, Mitmachaktionen und Führungen sowie Kulinarischem aus Apfel und Kartoffel zum Probieren. Der Eintritt beträgt 12 Euro für Erwachsene, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Nähere Informationen finden sich kurz vor dem Aktionstag unter kiekeberg-museum.de
Leserreporter:Freilichtmuseum am Kiekeberg aus Rosengarten |
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