125 neue Küchen in der Ausstellung

Viel Lob der Besucher

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Ausstellung: „Spielwelten“ wird überarbeitet
Museum sucht Kinderzimmerfotos

Kinder beim Spielen mit Lego in Winsen 1968/69
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Bereit für eine neue Runde alte Klassiker? Ein Jahrzehnt nach ihrer Eröffnung überarbeitet das Museum seine wohl beliebteste Ausstellung: die „Spielwelten“. Im Sommer beginnen die Arbeiten. Auf rund 650 Quadratmetern entstehen neue Themenbereiche aus den 1950er-Jahren bis heute, Kinderzimmer und Mitmachstationen. Für zwei Kinderzimmer aus der Zeit bis 1995 sucht das Museumsteam noch bis 19. April Fotos aus dem Landkreis Harburg oder der direkten Umgebung als Vorlagen: Wer sein Kinderzimmer im Museum besuchen will, sendet der Volontärin Lena Herrmann Bilder mit kurzer Beschreibung an herrmann@kiekeberg-museum.de. Am Samstag, dem 14. November, findet die Wiedereröffnung der „Spielwelten. Für Kinder von 0–99“, begleitet vom Aktionstag „Spielzeit“, statt. Die Überarbeitung der Ausstellung unterstützen der Förderverein des Freilichtmuseums, die Niedersächsische Sparkassenstiftung, die Stiftung der Sparkasse Harburg-Buxtehude und die Stiftung Hof Schlüter. Aktuelle Informationen sind abrufbar unter www.kiekeberg-museum.de.

Spielen im Wandel

Museumsdirektor Stefan Zimmermann erklärt: „Die Ausstellung beeindruckt seit Beginn. Für uns zählt, dass das Thema Spielen weiterhin große gesellschaftliche Bedeutung hat und sich im steten Wandel befindet. Deshalb wollen wir die Spielwelten inhaltlich weiterentwickeln, um neue Themen ergänzen und für die kommenden Jahre erneuern.“ Er beruhigt gleichzeitig: „Bewährte ‚Klassiker‘ wie die Gaming-Ecke, die Rutsche und das Karussell bleiben erhalten.“
2025 befragte das Museum Besucherinnen und Besucher der Ausstellung „Spielwelten“ zu ihren Wünschen und Ideen – die Ergebnisse fließen nun in die Planung ein. Die neue Gestaltung erweitert den Blick auf Spielzeug deutlich: Was gilt überhaupt als Spielzeug? Wie verändern Technik und Gesellschaft das Spielen? Kuratorin Lea Finzel erläutert: „Spielen spiegelt immer auch die Gesellschaft wider. Uns ist wichtig, dass Besuchende nicht nur zurückblicken, sondern ihre eigenen Erfahrungen einbringen und aktuelle Fragen an das Spielen stellen.“ Ein eigener Bereich „Spielkritik“ greift Themen wie Geschlechterrollen oder Spielsucht auf und lädt zur eigenen Stellungnahme ein.

Spielen heute entdecken

Die neue Ausstellung bietet zudem mehr Inhalte in einfacher Sprache. Insgesamt spricht sie mehrere Generationen zugleich an – Kinder ebenso wie Erwachsene, die ihre eigene Spielgeschichte wiederentdecken. So erleben Besucher die Vielfalt des Spielens in den vergangenen Jahrzehnten.
Und sie entdecken, was alles Spielzeug sein kann – von Selbstgebasteltem bis hin zu Alltagsgegenständen. Die Ausstellung zeigt, wie Spielzeug über die Jahre technisch und gesellschaftlich gewachsen ist. Sie stellt die Produktion in Heimarbeit bis hin zur Massenfertigung dar: Spielzeugautos, Eisenbahnen, Puppen, Kuscheltiere und Bausteine. An zahlreichen Mitmachstationen werden Jung und Alt aktiv: Sie bauen, probieren Spiele aus und bringen eigene Sichtweisen auf Spielen und Spielzeug ein. Andere Bereiche zeigen das Spielen im Freien, Sammeln und Tauschen, Spielen für Erwachsene und zwei historische Spielzeugläden von 1900 und 1980.

Blick hinter die Kulissen des Umbaus

Während der Umbauzeit gewährt das Museum Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen. Bei Führungen erklären die Verantwortlichen, wie eine solche Ausstellung neu entsteht und welche Entscheidungen sie dabei treffen: Welche Objekte bleiben – welche weichen? Wie entstehen neue Themen? Während des Ferienprogramms ‚Sommerspaß‘ im Juli und August bietet das Museum offene Führungen für Kinder an. Weitere Führungen für alle sind an den Sonntagen, 6. September und 25. Oktober, ab sofort buchbar unter kiekeberg-museum.de/museumsakademie. Das Museum bittet um Verständnis für teilweise Absperrungen in der Ausstellung sowie ihre vollständige Schließung voraussichtlich im September und Oktober 2026.

Zehn Jahre erfolgreiche Ausstellungsgeschichte

Die Ausstellung zeigt überregionale Spielzeuge – mit einem Schwerpunkt auf Hamburg, die Marschregion, Lüneburger Heide und den Landkreis Harburg. Bisher präsentierte sie mehr als 2.000 Exponate und widmeten sich vor allem den Entwicklungen der Spielkultur in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Vordergrund standen Spielzeuge, mit denen heutige Eltern und Großeltern aufgewachsen sind: von selbst gebauten Spielsachen, über Konstruktionsspielzeug und Tauschobjekte bis hin zu Spielekonsolen. Historische Spielzeugläden veranschaulichten den Wandel von Materialien, Themen und Produktionsweisen im Laufe des 20. Jahrhunderts.

Kinder beim Spielen mit Lego in Winsen 1968/69
Lea Finzel und Stefan Zimmermann in den Spielwelten | Foto: FLMK
Leserreporter:

Freilichtmuseum am Kiekeberg aus Rosengarten

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