Gymnasium Meckelfeld plant eine Tablet-Klasse

Digital geht es bereits am Gymnasium Meckelfeld zu: Schulleiter Hans-Christian Höhne steht an einer interaktiven Tafel
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  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

Mit dem Digitalpakt will der Bund die Digitalisierung an den Schulen voranbringen / Wie das Meckelfelder Gymnasium technisch aufrüsten möchte

ts. Meckelfeld. WLAN, Tablets, Active Panels (interaktive Tafeln) – in den kommenden fünf Jahren wird der Bund den Ländern insgesamt fünf Milliarden Euro für eine bessere digitale Ausstattung der Schulen zur Verfügung stellen. Runtergerechnet sind das 500 Euro pro Schüler.
Dem sogenannten Digitalpakt muss der Bundesrat in diesem Monat zwar noch zustimmen, aber das gilt als Formsache. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat angekündigt, dass die ersten Zuschüsse noch in diesem Jahr zu erwarten seien.
Welche Geldsumme am Ende tatsächlich jede einzelne Schule im Landkreis Harburg erhalten wird und wie genau die technische Aufrüstung aussehen wird, ist noch offen. Der Landkreis Harburg warte derzeit darauf, dass das Land Niedersachsen seine Förderrichtlinien bekannt gibt, heißt es dazu aus der Kreisverwaltung.
Wie hilft der Zuschuss bei der Digitalisierung einer Schule weiter? Das Gymnasium Meckelfeld hat bereits eine Idee, wie das Geld aus dem Digitalpakt den Unterricht besser machen könnte. Eine Schulklasse solle komplett mit Tablets für jeden Schüler ausgestattet werden, sagt Schulleiter Hans-Christian Höhne. Das Entscheidungsverfahren sei aber noch nicht abgeschlossen. Das Konzept werde dem Schülerrat und dem Elternrat demnächst vorgestellt werden.
Der Unterricht mit Hilfe von Tablets bringe Vorteile mit sich. Die räumliche Darstellung etwa in der Mathematik gelänge anschaulicher als an der Tafel. Im Sportunterricht könnten Bewegungsabläufe optimiert werden, zum Beispiel um die Leistung beim Weitspringen zu verbessern, sagt Hans-Christian Höhne.
Die Digitalisierung am Gymnasium Meckelfeld hat bereits vor dem Digitalpakt begonnen: Mit Ausnahmen von zwei Räumen sind alle Unterrichtsräume mit elektronischen Tafeln (Whiteboards) ausgestattet. Mehrere interaktive Tafeln (Active Panels) sind vorhanden. Schüler, Lehrer und Verwaltung verfügen über insgesamt 140 Rechner. Teilweise sind Glasfaserleitungen verlegt. Dennoch, das Internet sei langsam, sagt Hans-Christian Höhne.
Tablets als Unterrichtsmittel werden in naher Zukunft so selbstverständlich sein wie früher Tintenfüller und Schreibheft. Jeder Schüler einer Tablet-Klasse wird seinen Computer mit nach Hause nehmen. Bei insgesamt 640 Schülern am Gymnasium Meckelfeld würde eine einzige Tablet-Klasse als Ergebnis des Digitalpakts nur den Anfang der technischen Aufrüstung bedeuten. "Wir können uns vorstellen, dass die Schüler sich auf einen der 30 Plätze in der Pionierklasse bewerben", sagt Hans-Christian Höhne.
Der Schulleiter ist davon überzeugt, dass es einen Digitalpakt II und III geben wird und muss. "Pädagogisch darf an Geld nichts scheitern", sagt er.

30.000 Euro für jede Schule
(ts). Das Land Niedersachsen erwartet vom Bund einen Zuschuss von etwa 470 Millionen Euro. Das Geld soll in die digitale Vernetzung, das Einrichten von WLAN, das Beschaffen digitaler Tafeln, Laptops und Tablets investiert werden. Jede der etwa 3.000 Schulen in Niedersachsen soll einen Grundbetrag von 30.000 Euro erhalten. Das Land stockt den Bundeszuschuss um 50 Millionen Euro auf. Finanziert wird auch die Fort- und Weiterbildung der Lehrer. 

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