Biotop
Aufregung um 60 zur Fällung markierte Bäume in Hittfeld

In dem Baumbestand an den Pastorenwiesen in Hittfeld sind Bäume zur Fällung rot markiert worden
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ts. Hittfeld. Rund 60 mit knallroter Farbe markierte Bäume entlang der Straße Pastorenwiesen sorgen für Aufregung in Hittfeld: Bürger befürchten einen "Kahlschlag" und ein ähnlich tristes Erscheinungsbild wie nach den massiven Baumfällungen Ende Februar auf dem benachbarten Erlenbruchgelände der Superintendentur des Kirchenkreises Hittfeld. Der betroffene Baumbestand steht an einem Teich, der ein geschütztes Biotop darstellt.
Anwohner und weitere Bürger haben sich deshalb an mehrere Ortspolitiker gewandt - doch die Gemeindeverwaltung hatte sie offenbar nicht über die geplanten Baumfällungen informiert. Mehrere Fraktionen verlangen mittlerweile Auskunft. Die Freien Wähler fordern, jegliche Fällarbeiten an den Pastorenwiesen auszusetzen, bis das Umweltreferat der Gemeinde Seevetal sein Vorgehen den Ortspolitikern erläutert hat.
Als Erster hat das Gemeinderatsmitglied und der Kreistagsabgeordnete Jörg Hartmann (CDU) aus Hittfeld eine Antwort auf seine Anfrage erhalten. Demnach müssen die markierten Bäume weichen, um einen stabilen, verkehrssicheren und gesunden Baumbestand zu entwickeln, habe ihm das Umweltreferat mitgeteilt. Abgestorbene oder bald absterbende Eschen sollen demnach aus Gründen der Verkehrssicherung gefällt werden. Große Pappeln seien keine geeignete Baumart an den Uferzonen, weil sie andere Baumarten verdrängen würden. Einige andere Bäume sollen gefällt werden, weil sie einen schlechten Kronenaufbau entwickelt hätten und sich gegenseitig in ihrer Entwicklung behindern.
Die geplanten Fällungen seien kein Alleingang des Seevetaler Umweltreferats. In Gesprächen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Harburg stimme es den Umfang der Fällungen ab. Dabei werde auch geklärt, inwieweit schwere Maschinen die Uferbereiche befahren dürfen.
Die Freien Wähler verweisen auf einen Maßnahmenkatalog zum Klimaschutz, den der Ortsrat Hittfeld beschlossen und der Ausschuss für Planung und Umwelt des Gemeinderats zur Annahme empfohlen hat. Der Katalog sieht vor, dass die Gemeindeverwaltung für jeden gefällten Baum in Hittfeld, Emmelndorf, Helmstorf und Lindhorst einen gleichwertigen Ersatzbaum auf dem Gebiet dieser Ortschaften zu pflanzen habe.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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