Protest
Bürger aus Maschen fordern: A39-Anschlussstelle in Stelle bauen

Bürgerinnen sprechen sich gegen den geplanten Umbau der Autobahnanschlussstelle Maschen aus. 
Er löse das Verkehrsproblem nicht, sagen sie
  • Bürgerinnen sprechen sich gegen den geplanten Umbau der Autobahnanschlussstelle Maschen aus.
    Er löse das Verkehrsproblem nicht, sagen sie
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  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

ts. Maschen. Eigentlich hat der geplante Umbau mit einer Entzerrung der Autobahnanschlussstelle Maschen, die ein gemeinsam von den Gemeinden Seevetal und Stelle sowie dem Landkreis Harburg in Auftrag gegebenes Gutachten vorsieht, eine Verkehrsentlastung zum Ziel. Dass aber keine gute, sondern eine ausreichende Lösung, wie es der Gesetzgeber verlangt, das Ergebnis ist, stößt bei Einwohnern aus Maschen auf Unverständnis. Bürgerprotest hat sich inzwischen formiert.

Bewohner von Siedlungen nahe der A39-Anschlussstelle in Maschen und andere Einwohner des großen Seevetaler Ortsteils halten den geplanten Umbau nicht für hilfreich. Sie fordern eine Neuplanung zur Lösung des Verkehrsproblems in Maschen und an der als überlastet geltenden Autobahnanschlussstelle. Sinn macht aus Sicht der Maschener Bürger nur eines: die Entzerrung des Verkehrs mit dem Bau einer Autobahnanschlussstelle auf dem Gebiet der Gemeinde Stelle. Denn die sei Quelle des zusätzlichen Verkehrs, sagen sie. Vor allem dann, wenn das Unternehmen Aldi dort sein neues Zentrallager errichtet haben wird. Den Bau eines Autobahnanschlusses in Stelle hat das Gutachten aber ausgeschlossen.

Maschener fühlen sich über den Tisch gezogen

"Wir Maschener fühlen uns über den Tisch gezogen", sagt Dr. Birgit Wienemann. Gemeinsam mit anderen Bürgern fordert sie die Seevetaler Politiker auf, die Lösung des Verkehrsproblems in der Region Maschen und Stelle neu zu verhandeln. Die Maschener Initiative bietet den Seevetaler Politikern ihre Unterstützung an, die eigene Bevölkerung zu mobilisieren. Ein Naherholungsgebiet nahe dem Maschener See drohe zerstört zu werden.

"Wir wären auch gerne viel frühzeitiger informiert gewesen", sagt Ute Heine, die nahe der Autobahn lebt. Bei einem Bauvorhaben dieser Relevanz hätten sich die Anwohner eine Briefwurfsendung der Seevetaler Gemeindeverwaltung gewünscht.

Eine zusätzliche einseitige Abfahrt in Maschen, wie von der jetzigen Planung vorgesehen, ließe sich auf dem Gebiet der Gemeinde Stelle ebenso gut errichten, argumentiert die Maschener Initiative.
Um eine wirksame Entlastung zu schaffen, wäre laut der Initiative eine eigene Auf- und Abfahrt in beide Richtungen auf dem Gebiet der Gemeinde Stelle und damit der Bau einer zusätzlichen Brücke über die A39 nötig. Die Bürger fragen, ob die in Stelle angesiedelten Unternehmen Rewe und Aldi nicht finanziell daran beteiligt werden könnten, weil ihre Zentrallager ein großes Verkehrsaufkommen erzeugten.

Seevetal soll mehr Einfluss als bisher nehmen und neu verhandeln, fordert die Maschener Initiative. "Der Zug fährt so schnell in die aus unserer Sicht falsche Richtung, dass wir dachten, wir stellen uns mal in den Weg", erklärt Ute Heine das öffentliche Engagement.

Wer die Maschener Initiative unterstützen möchte, nimmt Kontakt auf per E-Mail an: verkehrslaerminMaschen@gmail.com.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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