Vandalismus
Die Grundschule Maschen setzt auf Videoüberwachung - mit Erfolg

Dieser Aushang an dem Haupteingang zum Grundschulgebäude in Maschen weist auf die Videoüberwachung hin
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ts. Maschen. Bisher hat sich Schulleiter Rolf André über den langen Prozess zur Einführung einer Videoüberwachung an der Grundschule Maschen in der Öffentlichkeit verschwiegen gezeigt. Im Schulausschuss des Gemeinderats Seevetal hat er jetzt erstmals öffentlich über die Erfahrungen mit dem Einsatz der Kameras berichtet. Die Zahl der Vandalismusfälle sei deutlich zurückgegangen, sagte Rolf André. Mit seinem Bericht weckte der Schulleiter, der sich im Seevetaler Präventionsrat engagiert, Begehrlichkeiten bei anderen Schulleitern und Politikern. Rund 9.000 Euro habe die Überwachungstechnik gekostet.
Seit Anfang des Jahres überwachen Kameras den öffentlichen Eingangsbereich zum Schulgebäude, die Spielflächen und den Schulhof. In den vergangenen Jahren haben sich Jugendliche an diesen Plätzen außerhalb der Schulzeit getroffen. Offenbar berauscht von Alkohol haben sie Wände beschmiert, Fensterscheiben zerkratzt und Müll hinterlassen. "Besprüht, zerkratzt und bepinkelt", beschrieb Rolf André drastisch die Spuren, die ungebetene Gäste auf dem Schulgelände hinterließen. "Der Gedanke der Videoüberwachung drängte sich auf", sagte der Schulleiter.
Jeder, der sich dem beobachteten Areal nähert, wird mit einem Aushang auf die Videoüberwachung hingewiesen. Zurzeit handelt es sich um improvisierte, laminierte Zettel, die an den Eingangstüren hängen. Wetterfeste Schilder seien in Arbeit und werden bald folgen, sagte Rolf André dem WOCHENBLATT. Lediglich zwei Mitarbeiter der Schule hätten Zugriff auf die Aufnahmen.
Seit Einführung der Videoüberwachung käme es zwar immer noch zu Schmierereien und Sachbeschädigungen - nur sehr viel seltener. "Die Kameras haben sich als sinnvolle Maßnahme herausgestellt", bewertete der Schulleiter die ersten Erfahrungen als Erfolg. Vor allem, weil Täter ermittelt und mit ihrem Verhalten konfrontiert werden konnten. Das ist dem Pädagogen wichtig. Rolf André nannte ein Beispiel: Mit Hilfe der Kameras sei eine Gruppe von 20 bis 22 Jahre alten Männern identifiziert worden, die Unfug auf dem Schulgelände trieb.
Einen Fall von Brandstiftung haben die Kameras in Bildern eingefangen. Die Täter seien ermittelt worden. Nicht immer gelingt es, die Übeltäter verantwortlich zu machen. "Wir haben Menschen beim Fahrraddiebstahl gefilmt. Die hatten ihre Kapuzen aber so weit ins Gesicht gezogen, dass sie nicht zu identifizieren waren", sagte Rolf André.
Der Müll sei viel weniger geworden. Beschädigungen seien beinahe vollständig ausgeblieben. Fazit: "Die Videoüberwachung kann eine sinnvolle Ergänzung sein und gibt ein Zeichen an die Menschen, die sich unbeobachtet fühlen", sagte Rolf André.
Die Kosten stünden in keinem Verhältnis zu dem Nutzen, sagte Silke Lührs, zweite Vorsitzende des Präventionsrates Seevetal.
Wie die Resonanz bei anderen Schulleitern gewesen sei, mit denen Rolf André gesprochen hat, wollten die Schulpolitiker wissen. "Ich habe Begehrlichkeiten geweckt", sagte der Schulleiter.

Dieser Aushang an dem Haupteingang zum Grundschulgebäude in Maschen weist auf die Videoüberwachung hin
Rolf André, Schulleiter an der 
Grundschule Maschen Fotos: ts
Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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