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Erneut schwerer Unfall auf BAB 1 zwischen Maschen und Harburg

Ortsrat Ramelsloh
Kein Lager für Feuerwerkskörper in NATO-Depot

Ein Stacheldrahtzaun schützt das frühere NATO-Depot am Brackeler Grund bei Marxen und Ramelsloh
  • Ein Stacheldrahtzaun schützt das frühere NATO-Depot am Brackeler Grund bei Marxen und Ramelsloh
  • Foto: mum
  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

In einer Stellungnahme an die Gemeinde Marxen spricht sich der Ortsrat Ramelsloh/Ohlendorf/Holtorfsloh einstimmig gegen den Bebauungsplanentwurf aus, der Vorhaben zur Lagerung von Feuerwerkskörpern in dem früheren NATO-Depot bei Ramelsloh und eine Erweiterung des Hundehofs an dem Weg Brackler Grund vorsieht. Der Ortsrat befürchtet zusätzlichen Verkehr, vom dem Einwohner der Gemeinde Seevetal betroffen wären. "Die Bürger, die dort wohnen, wollen das nicht", sagte Mathias Mollenhauer (CDU).

Die Gemeinde Marxen solle eine Zufahrt auf ihrem eigenen Gemeindegebiet schaffen, fordert die Seevetaler Seite. Die geplante Zufahrt über den Weg Brackler Grund sei lediglich für landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Verkehr vorgesehen, sagte Mollenhauer (CDU).  

Über den bestehenden Betrieb des Hundehofs hinaus, möchte die Gemeinde Seevetal keine weiteren Gewerbeansiedlungen in dem Waldgebiet am Brackler Grund. Der Bebauungsplanentwurf der Gemeinde Marxen sehe zusätzliche Gewerbenutzung vor und würde damit allem anderen Tür und Tor öffnen, äußerte  Mollenhauer grundsätzliche Bedenken. "Hier entsteht möglicherweise ein neues Gewerbegebiet", befürchtet Norbert Wilezich (CDU), Ortsbürgermeister von Ramelsloh, Ohlendorf und Holtorfsloh.

Der Baufachbereichsleiter der Samtgemeinde Hanstedt, Horst-Elert Stödter, hält diese Sorge für  unbegründet und verweist auf planerische Grandlagen: Der Flächennutzungsplan sehe ein sogenanntes Sondergebiet Hundeschule und ein Sondergebiet Bunkeranlage vor. Diese streng eingeschränkten Nutzungsvorgaben würden anderes Gewerbe ausschließen.

1987 wurde in dem Waldgebiet am Brackeler Grund ein Nachschubdepot für die niederländischen Nato-Streitkräfte errichtet. Leerstehende Bunker und ein Wachgebäude befinden sich noch heute auf dem mit dem Zaun gesicherten Grundstück. Seit die Truppen 1998 abgezogen sind, ist das Gelände in Privatbesitz.
Das Unternehmen PyroProdukt bemühte sich im Jahr 2015 um das frühere NATO-Gelände, wollte dort Feuerwerkskörper lagern. Daraus wurde damals nichts - der damalige Flächennutzungsplan stand dem entgegen. (ts)

WOCHENBLATT-Serie "Lost Place", Teil 2: Relikte des 2. Weltkrieges - Die alte Flakstellung bei Stade-Hagen
Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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