Umweltschutz
Landkreis modernisiert Kläranlage in Glüsingen

Kreisrat Josef Nießen (re.) und Jörg Schulze, Leiter des Betriebs Abwasserbeseitigung, auf dem Gelände der Kläranlage Seevetal
  • Kreisrat Josef Nießen (re.) und Jörg Schulze, Leiter des Betriebs Abwasserbeseitigung, auf dem Gelände der Kläranlage Seevetal
  • Foto: Landkreis Harburg
  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

ts. Glüsingen. Der Kreisbetrieb Abwasserbeseitigung investiert rund zwei Millionen Euro in die Modernisierung der Kläranlage Seevetal in Glüsingen. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Die EU fördert das Projekt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit einer Million Euro. Die neue Anlage soll im Spätherbst 2019 in Betrieb genommen werden.
„Die Kläranlage Seevetal verfügt bereits über einen hohen technischen Stand, mit der neuen Anlage wird die Verfahrenstechnik weiter optimiert. Die Energieeffizienz der Kläranlage wird erheblich erhöht und es werden zusätzlich ausreichend Kapazitäten geschaffen, um neue Wohn- und Gewerbegebiete an das Abwassernetz des Landkreises anzuschließen“, erklärt Kreisrat Josef Nießen.
Die Kläranlage Seevetal reinigt pro Jahr 6,1 Millionen Kubikmeter Abwasser aus den Samtgemeinden Hanstedt (ohne Egestorf, Evendorf und Döhle), Jesteburg und den Gemeinden Rosengarten, Seevetal, Stelle sowie der Stadt Buchholz.
Sowohl am Standort in Seevetal als auch mit der Kläranlage in Kakenstorf leistet nach Angaben des Landkreises Harburg der Betrieb Abwasserbeseitigung durch eine hohe Eigenenergieproduktion bereits jetzt einen großen Beitrag zum Klimaschutz.
Bei der Abwasserreinigung entstehen auf beiden Kläranlagen derzeit pro Jahr 110.000 Kubikmeter Klärschlamm. Dieser Schlamm fault in großen Behältern aus. Dabei entstehen rund 1,8 Millionen Kubikmeter Biogas. Diesen Biokraftstoff setzt der Landkreis über drei Blockheizkraftwerke und eine Mikrogasturbine in Strom- und Wärmeenergie um und deckt damit nahezu den kompletten Energiebedarf für beide Kläranlagen. Der überschüssige, klimafreundliche Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Aktuell produzieren beide Anlagen 4,2 Millionen Kilowattstunden Strom jährlich.
Zudem wird der Landkreis sein Vorklärverfahren optimieren, um mehr Faulgas zu gewinnen. Auf der Kläranlage Seevetal werden derzeit rund 85.000 Kubikmeter Klärschlamm pro Jahr in drei Faulbehältern ausgefault. Eine zusätzliche Fällungsanlage wird die Biogasproduktion steigern. Der Landkreis Harburg geht von einer jährlichen zusätzlichen Gasproduktion von rund 270.000 Kubikmeter und einer Stromerzeugung von rund 600.000 Kilowattstunden jährlich aus.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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