Naturschutz
Seevetal gehen die ökologischen Ausgleichsflächen aus

Auf der 15 Hektar großen Ökokontofläche am Rübenberg in Ramelsloh weiden Rinder der alten Nutztierrasse „Deutsches Shorthorn"
  • Auf der 15 Hektar großen Ökokontofläche am Rübenberg in Ramelsloh weiden Rinder der alten Nutztierrasse „Deutsches Shorthorn"
  • Foto: Gemeinde Seevetal
  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

ts. Seevetal. Der Gemeinde Seevetal fällt es zunehmend schwerer, Grundstücke für ökologische Ausgleichmaßnahmen zu erwerben. Das berichtete Thomas Zobott, in der Gemeindeverwaltung zuständig für Landschafts- und Grünplanung, den Fraktionen im Ausschuss für Planung und Umwelt des Gemeinderats. Im Wettbewerb um Flächen steht der Naturschutz in Konkurrenz zur Landwirtschaft, zu anderen wirtschaftlichen Nutzungen wie zum Beispiel der Windkraft oder zur Freizeitnutzung.
"Landwirte sind kaum noch bereit, uns Flächen abzugeben", sagte Zobott. Erschwerend komme hinzu, dass die Preise für Ackerland erheblich gestiegen seien. Die Folge: Der Ökokonto genannte Flächenpool, mit dem die Gemeinde Seevetal ökologische Ausgleichsflächen auf Vorrat hält, schrumpft bedenklich. "Wir haben nur noch eine kleine Reserve", berichtete Zobott den Fraktionen.
Bei Seevetals Planungspolitikern muss das die Warnglocken läuten lassen. Denn die Verfügbarkeit von Kompensationsflächen ist Voraussetzung dafür, dass Bebauungspläne in Kraft treten können.
Erkannt hat das Dr. Lars Teschke. Ob der Gemeinderat neue Bebauungspläne überhaupt ausweisen dürfe, wenn keine Ausgleichsflächen mehr vorhanden seien, wollte der Grünen-Politiker wissen. "Das ist zu hart formuliert", antwortete Zobott. Einen absoluten Baustopp im Falle fehlender ökologischer Ausgleichflächen schloss er damit aus. Aber für großflächige Bauvorhaben im Wohnungsbau und in der Gewerbeansiedlung dürfte es außerhalb bestehender Bebauungspläne schwieriger werden.
Welche Strategie die Gemeinde Seevetal aus dem schrumpfenden Ökokonto zieht, blieb im Ausschuss für Planung und Umwelt offen. Die Grünen halten es für notwendig, deutlich mehr ökologische Ausgleichsflächen zu erwerben als bisher. "Müssen wir nicht für jeden versiegelten Hektar zwei, drei oder sogar vier Hektar ausgleichen, um das Artensterben einzuschränken?", fragte Dr. Lars Teschke. Das hält die Gemeindeverwaltung offenbar für übertrieben und würde ihrer Meinung nach die Möglichkeiten einer Kommune übersteigen. "Das Ökokonto kann nicht das Artensterben kompensieren", sagte Pia Utermöhlen, Leiterin des Umweltreferats.
Den vorhandenen Ökokontoflächen der Gemeinde Seevetal, insgesamt 573.820 Quadratmeter, setzen laut Verwaltung lange Trockenzeiten, hoher Freizeitdruck von Spaziergängern und die Vermehrung unerwünschter Pflanzenarten wie das Jakobskreuzkraut und Brennnessel zu. Im Frühjahr 2021 will die Verwaltung berichten, ob Gegenmaßnahmen erfolgreich waren.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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